Schumann, Robert - Liedenkreis (Ciclo de canciones) op. 24

Robert Schumann

(1810-1856)

Liederkreis op. 24

Ciclo de canciones op. 24

Textos de Heinrich Heine (1797-1856)

 

Traducción: Saúl Botero-Restrepo

 

 

1. Morgens steh’ ich auf und frage

 En la mañana me levanto y me pregunto

Morgens steh' ich auf und frage:

Kommt feins Liebchen heut?

Abends sink' ich hin und klage:

Aus blieb sie auch heut.


In der Nacht mit meinem Kummer

lieg' ich schlaflos, lieg ich wach;

träumend, wie im halben Schlummer,

träumend wandle ich bei Tag.

En la mañana me levanto y me pregunto:

¿Vendrá acaso hoy mi amada?

En la noche me acuesto y me lamento:

Tampoco hoy ha venido.

 

En la noche con mi pena,

insomne yazgo, en desvelo,

y soñando, como en duermevela,

vago soñando todo el día. 

2. Es treibt mich hin

 ¡Voy hacia allá, vengo hacia acá!

Es treibt mich hin, es treibt mich her!

Noch wenige Stunden, dann soll ich sie schauen,

sie selber, die schönste der schönen Jungfrauen;

du armes Herz, was pochst du so schwer!

 

Die Stunden sind aber ein faules Volk!

Schleppen sich behaglich träge,

schleichen gähnend ihre Wege; -

tummle dich, du faules Volk!

 

Tobende Eile mich treibend erfaßt!

Aber wohl niemals liebten die Horen; -

heimlich im grausamen Bunde verschworen,

spotten sie tückisch der Liebenden Hast.

¡Voy hacia allá, vengo hacia acá!

Pocas horas aún, y la veré,

la más bella de las doncellas bellas;

pobre corazón, ¿por qué tan fuerte lates?

 

¡Pero las horas son lentas!

Se arrastran morosas y tardas,

recorren bostezando su camino…

¡apresuraos, remolonas!

 

¡Furiosa impaciencia me agita!

Las horas nunca han amado…

y en secreto conjuradas contra mí,

pérfidas se burlan de mi amoroso afán. 

 

3. Ich wandelte unter den Bäumen

 Deambulaba bajo los árboles

Ich wandelte unter den Bäumen

mit meinem Gram allein;

da kam das alte Träumen

und schlich mir ins Herz hinein.

 

Wer hat euch dies Wörtlein gelehret,

ihr Vöglein in luftiger Höh'?

Schweigt still! wenn mein Herz es höret,

dann tut es noch einmal so weh.

 

"Es kam ein Jungfräulein gegangen,

die sang es immerfort,

da haben wir Vöglein gefangen

das hübsche, goldne Wort."

 

Das sollt ihr mir nicht erzählen,

ihr Vöglein wunderschlau;

ihr wollt meinem Kummer mir stehlen,

ich aber niemandem trau'.

Deambulaba bajo los árboles,

solitario con mi pena,

cuando vino a mí el antiguo sueño

y penetró en mi corazón.

 

¿Quién os ha enseñado esta palabra,

pajarillos de los aéreos espacios?

¡Callad! Cuando mi corazón la oye,

sufre una vez más.

 

“Una doncella venía,

que la cantaba siempre,

de ella hemos aprendido

la gentil y dorada palabra”.

 

No me la repitáis,

pajarillos socarrones;

mi aflicción queréis quitarme,

pero en nadie confiaré. 

 

 

4. Lieb’ Liebchen, leg's Händchen

 Amada mía, pon tu mano

Lieb' Liebchen, leg's Händchen aufs Herze mein;

ach, hörst du, wie's pochet im Kämmerlein?

Da hauset ein Zimmermann schlimm und arg,

der zimmert mir einen Totensarg.

Es hämmert und klopfet bei Tag und bei Nacht;

es hat mich schon längst um den Schlaf gebracht.

Ach! sputet euch, Meister Zimmermann,

damit ich balde schlafen kann.

Amada mía, pon tu mano sobre mi corazón,

¿no oyes cómo golpea en su cámara?

Allí un carpintero astuto y malo,

fabrica para mí un féretro.

Día y noche martilla y golpea,

y muchas veces me ha quitado el sueño.

Ay, maestro carpintero, apresúrate,

para que pueda pronto dormir.

 

 

5. Schöne wiege meiner Leiden

 Bella cuna de mis penas

Schöne Wiege meiner Leiden,

schönes Grabmal meiner Ruh',

schöne Stadt, wir müssen scheiden, -

Lebe wohl! ruf' ich dir zu.

 

Lebe wohl, du heil'ge Schwelle,

wo da wandelt Liebchen traut;

lebe wohl! du heil'ge Stelle,

wo ich sie zuerst geschaut.

 

Hätt' ich dich doch nie gesehn,

schöne Herzenskönigin!

Nimmer wär' es dann geschehen,

daß ich jetzt so elend bin.

 

Nie wollt' ich dein Herze rühren,

Liebe hab' ich nie erfleht;

nur ein stilles Leben führen

wollt' ich, wo dein Odem weht.

 

Doch du drängst mich selbst von hinnen,

bittre Worte spricht dein Mund;

Wahnsinn wühlt in meinen Sinnen,

und mein Herz ist krank und wund.

 

Und die Glieder matt und träge

schlepp' ich fort am Wanderstab,

bis mein müdes Haupt ich lege

ferne in ein kühles Grab.

Bella cuna de mis penas,

bella tumba de mi calma,

bella ciudad, debemos separarnos…

¡te digo adiós!

 

Adiós, santo umbral

por donde mi amor pasaba;

adiós, santo lugar

en donde por primera vez la vi.

 

¡Si jamás te hubiera visto,

bella reina de mi corazón!

Así no hubiera sido

como ahora tan miserable.

 

Nunca quise turbar tu corazón,

amor nunca te he pedido;

solo una vida tranquila ansié

en la que tu aliento sintiera.

 

Pero tú me has rechazado,

amargas palabras tu boca pronunció;

enloqueció mi mente

y mi corazón está enfermo y herido.

 

Mis miembros fatigados

con mi bastón arrastraré,

hasta que mi cansada cabeza

en lejana y fría tumba repose.

 

 6. Warte, warte wilder Schiffman

 Espera, espera, feroz barquero

 

 

                                  7. Berg und Burgen schaun herunter

          

                                        Montañas y castillos se reflejan

Berg' und Burgen schaun herunter

in den spiegelhellen Rhein,

und mein Schiffchen segelt munter,

rings umglänzt von Sonnenschein.

 

Ruhig seh' ich zu dem Spiele

goldner Wellen, kraus bewegt;

still erwachen die Gefühle,

die ich tief im Busen hegt'.

 

Freundlich grüssend und verheißend

lockt hinab des Stromes Pracht;

doch ich kenn' ihn, oben gleißend,

birgt sein Innres Tod und Nacht.

 

Oben Lust, im Busen Tücken,

Strom, du bist der Liebsten Bild!

Die kann auch so freundlich nicken,

lächelt auch so fromm und mild.

Montañas y castillos se reflejan

del Rin en el claro espejo,

y alegre avanza mi barquilla,

rodeada de esplendente Sol.

 

En silencio miro el juego

de las doradas ondas,

y calmos surgen los sentimientos

que el fondo de mi pecho guarda.

 

Amable y prometedora

se ve la espléndida corriente,

pero aunque resplandeciente,

su interior esconde noche y muerte.

 

Alegre por fuera y en el pecho pérfida,

tú, corriente, imagen de mi amada eres,

que puede amable mostrarse

y que sonríe dulce y buena.

 

 

                                      8. Anfangs wollt’ ich fast verzage

                                      Al principio estaba por desesperar

Anfangs wollt' ich fast verzagen,

und ich glaubt', ich trüg' es nie;

und ich hab' es doch getragen -

aber fragt mich nur nicht, wie?

Al principio estaba por desesperar,

pensé que nunca lo soportaría;

lo he soportado, sin embargo,

más no me preguntéis cómo. 

 

 

9. Mit Myrten und Rosen

 Con mirtos y rosas

Mit Myrten und Rosen, lieblich und hold,

mit duft'gen Zypressen und Flittergold,

möcht' ich zieren dieß Buch wie 'nen Totenschrein,

und sargen meine Lieder hinein.

O könnt' ich die Liebe sargen hinzu!

Am Grabe der Liebe wächst  Blümlein der Ruh',

 

da blüht es hervor, da pflückt man es ab, -

doch mir blüht's nur, wenn ich selber im Grab.

 

Hier sind nun die Lieder, die einst so wild,

wie ein Lavastrom, der dem Ätna entquillt,

hervorgestürtzt aus dem tiefsten Gemüt,

und rings viel blitzende Funken versprüht!

 

 

Nun liegen sie stumm und totengleich,

nun starren sie kalt und nebelbleich,

doch aufs neu die alte Glut sie belebt,

wenn der Liebe Geist einst über sie schwebt.

 

Und es wird mir im Herzen viel Ahnung laut:

der Liebe Geist einst über sie taut;

einst kommt dies Buch in deine Hand,

du süßes Lieb im fernen Land.

 

Dann löst sich des Liedes Zauberbann,

die blaßen Buchstaben schaun dich an,

sie schauen dir flehend ins schöne Aug',

und flüstern mit Wehmut und Liebeshauch.

Con mirtos y rosas, amables y suaves,

con perfumados cipreses y oropeles,

quiero decorar este libro como un

                                                sarcófago,

y en él mis canciones sepultar.

¡Si sepultar pudiera en él mi amor!

Sobre la tumba del amor crecen

                           florecillas de serenidad,

brotan y alguien las recoge,

pero para mí solo florecerán cuando en la

                                                  tumba esté.

 

Aquí están los cantos antes salvajes,

como corriente de lava que brota del Etna,

desde lo profundo del alma lanzados,

¡que esparcen en torno relampagueantes

                                                    chispas!

Yacen mudos, como muertos,

rígidos, fríos y pálidos,

pero la antigua llama los anima,

si sobre ellos el espíritu del amor se cierne.

 

Y un fuerte presentimiento dice en mi

                                                  corazón: 

Un día el espíritu del amor los deshelará;

un día llegará a tus manos este libro,

dulce amor en lejana tierra.

 

La magia del canto se liberará entonces,

los pálidos caracteres te mirarán,

suplicantes mirarán tus bellos ojos

y murmurarán con nostalgia mis 

                                    amorosossuspiros.                                                 

                                                          **********************

 

*************************