2014 - London‎ > ‎Tagesausflüge‎ > ‎

Tag 02 - Mi. 30.04. "black men walking"


nach einer halbwegsen nacht werden wir gegen 7:00 uhr von den anderen hotelgästen und dem geschirrgeklapper wach. sehr blöd ist einfach, dass wir die vorhänge in der früh nicht zur seite geben können, weil uns sonst alle hotelgäste ins bett schauen können :(.

naja, nur die harten kommen durch, also augen zu oder in unserem fall besser augen auf und durch mit uns. 

der breakfast-room ist leicht zu finden, wir brauchen nur dem geruch von verbranntem toast zu folgen. zum frühstück konnte man sich weiß- oder schwarzbrot selber in so einen automatischen toaster legen, schinken, käse, lauwarme harte eier und marmelade im plastikdoserl. ceralien gab es auch drei verschiedene. die tante brachte uns frischen tee. aja und der schinken war zum teil noch gefroren *seufz*. also sehr sehr dürftig das frühstück. morgen wollen wir daher das frühstück hier auslassen und in einem pub ein english breakfast genießen.

nach dem frühstück simma ins zimmer, haben uns recht rasch ausgehfertig gemacht, wird ja ein langer tag heute weil wir abends ja ins theater wollen. gott sei dank denkt gise daran, die theaterkarten einzupacken- wenigstens einer denkt mit :).

von unserer haltestelle st.marys hospital fahren wir mit dem bus in die innenstadt um die wohnung ähm den palast der Queen zu besichtigen. Zumindest von außen. wir hatschen der außenmauer vom buckingham palast entlang. die queen kann echt niemand fladern, die ist so gut gesichert wie fort knox. als wir einem police-man der queen um ein foto fragen, lehnt er ab, erzählt uns aber, dass die queen heute at home is :). wie schön. 

wir kämpfen uns zum eingang  des buckingham palast durch, wo bereits urviele leute auf die wachablöse warten. also reihen wir uns auch schön brav in die warteschlange ein. überall sind polizisten und erklären, dass man auf seine wertsachen aufpassen muss, wenn man fotos macht. auch berittene polizei ist vorort.

endlich hört man dann schon von weitem die blasmusik und die "neuen wachen" kommen mit tamtam daher. ein ganz schönes spektakel, aber ein bissl was sehen wir doch. das musste einfach sein. als wir nix mehr sehen, gehen wir rüber zum green park und beobachten dann von dort noch ein bissl das ganze brimborium. 

ein foto jagt das andere und dann finden wir einen einsamen schwarzen der selber fotografierend auf einer brüstung sitzt. der muss uns nun fotografieren. gesagt getan und einen neuen freund gefunden. wir wollen ihn mal john smith nennen. john ist äußerst gesprächig und erzählt uns gleich seine halbe lebensgeschichte. er hat viele jahre in london gearbeitet und ist dann in die usa - philadephia - ausgewandert und nun auf urlaub bei seiner familie in london.
john redet und redet und als wir sagen wir wollen nun zum big ben gehen, meint er super, das ist auch sein weg und wir gehen gemeinsam. alles in allem zwar seltsam, aber eine nette bekanntschaft.

kurz vorm big ben trennen wir uns, denn wir wollen ja die westminster abbey besichtigen. eine echt feudale kirche die da steht. wir reihen uns in die lange warteschlange ein. gott sei dank dauerts aber nicht so lang und wir dürfen 36 pfund eintritt zahlen. zuerst dachten wir boa, das ist aber ganz schön viel, doch was wir dann alles zu sehen bekamen, war echt super und den preis wert. mit einem audio-guide bewaffnet schreiten wir die unzähligen grabstätten, der unzähligen könige und der unzähligen königinnen und der unzähligen verwandten der königshäuser ab.

ich bin zwar absolut kein geschichtsfanatiker, doch die westminster abbey, ist wirklich sehr interessant und hat 
einiges zu bieten. auch laura hat sich sehr viel angehört und ihr hat es ebenfalls super gefallen, was man einem kind in ihrem alter gar nicht zugetraut hätte und ihr schon gar nicht :). früher war dort mal ein benediktiner-kloster und der klostergarten ist auch total herrlich. 

leider durfte man in der kirche gar nicht fotografieren, doch dreimal darf man raten wer sich nicht an das fotografierverbot gehalten hat. fängt mit g an und hört mit ise auf. ganz versteckt hat er diverse grabstätten fotografiert. man kommt sich vor als wär man in der schule und macht etwas verbotenes und muss schauen, dass einem der lehrer nicht erwischt.

nach der westminster abbey müssen wir natürlich noch in den mitbringslshop rein. eh kloar. nun knurrt uns aber schon der magen und wir begeben uns auf die suche nach nahrung. dabei kommen wir an einem einladenen cupcake-shop vorbei, aber tutu, jetzt wird zuerst mal was gescheites gegessen. wir finden ein typisches pub und gise isst shrimps mit chips  und erbsen, laura ein baguette mit chicken und salat und ich, hm ja gute frage, es war saugut, doch keine ahnung was es war. es waren 4 kleine bällchen die mit irgendeiner käse-schinken-sauce füllt waren und dazu gabs eine supergute rote sauce. war echt cool in einem typischen pub zu speisen. aja, als wir ins pub gekommen sind, war laura schon fix und fertig, sodass ihr fast die augen zugefallen sind, doch nach dem essen und trinken, war sie auf einmal wieder putzmunter :). 

wenn das kind putzmunter ist, können die alten nicht hintanstehen und müssen auch weiter. es ist ja außerdem ein must uns noch jeder einen cupcake zu holen. mit den cupcakes sind wir dann in einen nahen kleinen park und haben unsere nachspeise dort verputzt. hm, lecker schmecker. dann heissts zu lauras freude wieder mit dem bus fahren. schön langsam wollen wir uns ja in die theatergegend in westend chinatown soho vorarbeiten. 

am weg zum theater leisten wir uns ein sauteures (2,80) aber sauleckeres kugerl hägendas eis, mhhhhhh. mit dem eis spaziern wir ein bissl herum und beobachten das geschäftige treiben und stoßen auf ein weiteres must, nämlich einen m&ms shop. na serwas, das ist ein kinderpalast, aber ich muss gestehen auch uns erwachsenen bleiben hier mitunter die äuglein vor staunen offen stehen. hier gibt einfach alles was das herz begehrt. riesige säulen mit m&ms in allen nur  erdenklichen farben, echt der hammer hier, der preis ebenfalls ein hammer und drum räumen wir ohne geldausgabe hier mal das feld. 

bald sind wir dann beim theater und tauschen unsere gutscheine in tickets um und ziehen dann weiter, so ganz nach dem motto wer rastet der rostet. wir hirschen und rehen links und rechts und links und rechts von chinatown herum und beobachten und staunen. schade, dass laura schon sooo alt ist, denn sonst hätte ich gise sicher zu einem dreier-fahrrad überreden können, mit welchem ein papi mit seinen 2 kids gefahren ist. das bike hat es gise angetan und nach dem 2 mal hinschauen, hat er es auch bildlich erwischt.

um etwaigen hunger im bzw nach dem theater vorzubeugen gehen wir in einen kleinen eat-shop. laura nimmt ein staubstrockenes brötchen, gise einen fruchtsalat und uschi einen sandwich, sowie 2 flaschen wasser zum schlabbern. alles zsamm war gar nicht teuer und wirklich lecker. wir setzen uns in einen kleinen park und dort verputzen wir alles. 

danach spazieren wir zum theater. dort sitzen wir dann ein bissi auf den stufen und warten bis einlass ist. auch diese zeit vergeht bald, außerdem sind wir eh froh zu knotzen da wir hundemüde sind. bald ist einlass und wir gehen rein. 

ein bissl wartezeit und dann gehts auch schon los. eine echt tolle kulisse bzwbühnenshow, hervorragende sänger und tänzer. der erste teil war 
nicht soooo gut, doch der zweite teil war echt mitreißend und einzigartig. die größten jackson-hits waren zu hören und ich muss es einfach nochmals erwähnen, die sänger und tänzer waren wirklich herrlich und fraulich. ein echt tolles erlebnis.

eigentlich und die betonung liegt auf eigentlich hätten ja ab 21:00 uhr die ubahnen wieder fahren müssen. njente. wir spazierten durch das nächtliche london, ansatzweise glaubt man hier in new york zu sein, tolle leuchtreklamen überall, sirenengeheul der polizei usw. also heissts wieder mal brav an der bushaltestelle anstellen und bitte warten. ich muss noch erwähnen, dass unser pfadfinder gise wie immer den richtigen bus gefunden hat, mit dem wir richtung londoner heimat kommen. der erste bus war gerammelt voll und der zweite bus war dann nur fast gerammelt voll, aber wir waren drinnen.
uff. 8 stationen und dann stiegen wir auch schon wieder bei unserer station aus und schleppten uns müde ins hotel.

ein schöner, erlebnisreicher tag geht zu ende und unsere beine freuen sich, endlich mal pause zu haben. wir hoffen,  dass wir morgen auch mal den londoner underground erforschen können, in diesem sinne good night london.

Bilder des Tages.