03.11. Wüstenrunde


eigentlich wollten wir auf die rax, dann lieber doch aufn schneeberg, oder vielleicht auf den hochwechsel???? aber das gute liegt doch so nah und somit haben wir uns entschieden einmal eine anständige wanderung am schönen leithagebirge zu unternehmen.

um 9:00 uhr haben wir uns den wecker gestellt und schafften es aber nicht gleich auf. als wir dann gefrühstückt haben, wussten wir wieder nicht recht, sollen wir wandern oder nicht oder vielleicht in den garten. naja, die motivation war heute nicht unser freund :). dann haben wir uns aber durchgerungen und sind mit unserem üblichen marschgepäck richtung mannersdorfer wüste aufgebrochen. auf der fahrt dorthin sahen wir kleine blaue flecken am himmel und die sonne blinzelte da und dort durch, was auch unserer laune erheblich gut tat. 

wir parkten bei der arbach-mühle, rein in die wanderschuhe und schon gings los.wir wollen den großen - blau/gelb markierten rundwanderweg gehen. in einer wunderschönen bunten herbstlandschaft wanderten wir zuerst zum kloster st. anna hinauf, wo uns eine hängebauchschweinmama mit zwei entzückenden hängebauchschweinbabies empfing. jede menge gockelhähne waren hier auch unterwegs. hinter einem zaun verbargen sich auch noch ein paar ponys und enten. 

danach gings dann durch den wald und dem der klostermauer entlang verlaufenden anstieg zur ruine scharfeneck. überall rankt sich efeu um die burg herum und deshalb wird sie auch gerne die "efeuburg" genannt. leider gelang es uns nicht in die burg hineinzukommen.
bei der ruine war die markierung nicht sooo gut, sodass wir irrtümlich einen falschen weg von der ruine hinuntergingen und den dann wieder rauf hatschen mussten. aber was macht uns zwei sportskanonen das schon aus - lächerlich :) (uff). 

das nächste high-light war dann die "kaiser-franz-josefs-warte" wo gise es gar nicht richtig fassen konnte, dort auch mal zu fuss hinzukommen. bis dato kannte er die warte nur durch radtouren. fast jedes wegerl hier hat er schon mal mit dem rad befahren und kannte sozusagen jeden stock und stein :). auf der kaiser-franz-josefs-warte" fanden wir oben ein totes vogerl, welchem gise dann zu seinem letzten flug verhalf. wir konnten dort oben einen wirklich tollen ausblick genießen, leider gab es oben keine bankerln, sodass wir uns unten in die sonne setzen und bei recht frischen temperaturen unsere jause verputzten. wenigstens hatten wir heute auch heißen tee mit. gise genoss seine mahlzeit zähneklappernd, da ihm leider ziemlich kalt war. 

dann gings flotten schrittes weiter, denn wir waren durch unsere rast ziemlich ausgefroren :(. die landschaft war wirklich herrlich und ein reiner genuss. nach einer weile kam uschi dann auch mal in den genuss gises lieblingsrastplatzerl bei den sieben linden zu bewundern. dies feierten wir dann mit einer banane und einem packerl schnitten :). 

nach einer weile kamen wir dann auch an einem unterstand, genannt rundwanderweghütte vorbei. danach wurden die wälder auf einmal richtig herbstlich rot, man konnte einfach alle nur erdenklichen rottöne sehen. ein wahrer genuss für das auge und die seele :).  dann gings einen unwegsamen hohlweg runter und die sonne begann schön langsam unterzugehen. am ende des hohlweges war dann die abzweigung zum "monte scheiter". wir bewältigten auch diese höhenmeter und wurden mit einem wahrlich fürstlichen ausblick dafür entschädigt. irgendwie vergleichbar mit der hohen wand. der scheiterberg war immerhin 350 m hoch und wir konnten den schneeberg richtig hautnah sehen, der untergang der sonne färbte die wolken rot und es war echt super dort oben. 

leider war es mittlerweile auch schon recht dämmerig geworden, sodass wir uns sputen mussten. eine zeitlang gingen wir eine strasse entlang des steinbruchs und es wurde wirklich immer dämmriger mit jeder minute. gut, dass wir auf einem breiten forstweg unterwegs waren. aber nix da, auf einmal ging die markierung wieder in den wald hinein und es war schon echt ziemlich finster. aber wenn die markierung das sagt, müssen wir ihr wohl folgen :(.
wir stolperten durch den halbdunklen wald, die markierung war nirgends mehr zu sehen, aber gises "riecher" führte uns zielstrebig zum forstweg beim kloster. endlich am forstweg angekommen, war es dann schon wirklich dunkel und wir erreichten bei finsternis (siehe unser letztes foto) das auto. immerhin waren das heute doch gute 17 km. 

schnell noch zum billa in mannersdorf und ein sackerl chips als belohnung geholt und dann gings hoam und nach dem duschen und wegräumen löffelten wir eine supergute rindsuppe mit leberknöderln.

das war heute wieder mal so richtig scheeeee.
  
Bilder des Tages.    WanderStrecke des Tages.
Tages-Statistik:
  • 4:20 h netto 
  • 17,7 km
  • 397 Höhenmeter ↑
  • 397 Höhenmete
  • max. Höhe: 437 m