12.10. Gahns und Bodenwiese


eigentlich hat's freitag den ganzen tag geregnet, doch für samstag war sonnenschein angesagt. freitag abends hat's noch immer geschüttet und als wir freitags gegen mitternacht schlafen gegangen sind hat's auch noch geschüttet, na ob das was wird mit sonnenschein am samstag???????

am samstag, simma dann gegen halb acht munter geworden und das wetter war so lala sozusagen. von sonnenschein und strahlend blauem himmel war nix zu sehen. aber was solls, wir wollen ja bewegung machen und das heißt halt aufstehen in der früh. also hieven wir unsere körper frühmorgens aus den warmen tuchenten heraus. es regnet nicht und somit sollten wir ja schon mal zufrieden sein. 

gut gefrühstückt, den rest noch zsamgepackt - weil am vorabend haben wir ja wieder vorbildlicher weise alles hergerichtet und dann kanns bald losgehen. der junge spross bleibt lieber zu hause, denn wandern ist nicht so der renner in diesem alter. da zieht laura lieber englisch lernen vor :). wir alten müssen aber auf bewegung achten, weil wir sonst aus allen nähten platzen würden bei der vielen futterei :(. also langer rede kurzer sinn, kurz nach 9 simma endlich weggekommen und fahren gen süden. das wetter wird immer besser bzw. der himmel immer blauer (gibts das wort überhaupt?). 

die fahrt verläuft mehr oder weniger ereignislos und so biegen wir bald in gloggnitz ab und fahren richtung payerbach. die landschaft leuchtet in herrlichen herbstfarben und der himmel ist wolkenlos. einfach ein traum. in payerbach parken wir am dortigen bahnhof, ziehen uns die schuhe um und dann gehts los. ein stückerl dem bahnhof entlang, dann unter der bahn unten durch auf die andere seite rüber. zwischen wiesen und muhkuhlis gehts auf einer asphaltstraße leicht bergauf zum geyerhof, der auf 542 m liegt und ein privatgebäude ist. kurz danach ab in den wald und auffi am berg. uff. eigentlich nicht auffiiiiiii, sondern aufffeeeee . ein stück des weges können wir durch den abgeschlägerten wald abschneiden und prompt bleib ich an den tausenden astlzeugen hängen und mein knie macht bekanntschaft mit einem dicken ast. aua. bald sind wir aus dem unwegsamen gelände raus. es geht ein stück über die straße und dann wieder durch den wald, ziemlich bergauf und das ohne erkennbares ende und ich blase sozusagen aus dem letzten loch :(((((. die gegend ist aber sehr schön, und wir sehen unglaublich viele pilze im wald. gott sei dank, gehen wir großteils im wald und somit ist es nicht soooo warm, denn die sonne lacht noch immer vom blauen himmel. immer wieder muss ich stehenbleiben und ausschnaufen :(. 

bald kommen wir dann zur jubiläumswarte am geyerstein auf 992 m. besser gesagt nicht wir, denn nur gise hirscht dort auf den monsterhügel rauf, ich rast mich einstweilen unten aus und versuche irgendwie meine letzten kräfte zu kompensieren :). bald danach gehts weiter richtung waldburgangerhütte. immer schön bergauf hatschen über stock und über stein. und endlich, wirklich endlich haben wir dann die hütte vor augen. gott seis gedankt, die bergaufhatscherei hat somit auch ende - hoffentlich. mittlerweile ist es relativ bewölkt und es bläst ein ganz schönes lüfterl, sodaß wir froh sind, uns in der hütte aufwärmen zu können. gleich hatten wir ein gutes feeling, als wir in die hütte kommen. richtig gemütlich war es dort. wir laben uns mit einem fritattensupperl und einem bergsteigersuppal (da war irgendein knödeldingsbums drin) und dann noch einen hollersaft. da uns wie meist die zeit im nacken sitzt, gehts bald weiter. 

nun gehts relativ eben dahin, an der schön gelegenen bodenwiese, die umgeben von herrlichen wäldern daliegt. wir wandern auf einem forstweg auf grund des kalten windes relativ schnell dahin. nach einiger zeit, haben wir dann doch gusta auf unsere standardjause und suchen uns im wald einen geeigneten holzstamm und zelebrieren dort unser picknick. diesmal hatten wir als besonderes highlight einen warmen - fast noch heißen - hagebuttentee in der thermos mit - und der rann herrlich warm unsere kehlen runter :). (das ganze sehr authentisch, denn die teebeutel hingen auch noch drin ggg).
zum abschluss noch ein packerl mannerschnitten - diesmal gerecht geteilt und dann gehts weiter und grenzwertig kalt wurde uns auch schon durchs hinsetzen. ich entdeckte übrigens in den tiefen meines unergründlichen rucksackes 2 steine aus gastein, die ich seit august noch immer mit mir herumschleppe :(. 

weiter traben wir durch den wald, der stellenweise recht einen finsteren eindruck machte. leider begann es in der zwischenzeit auch leicht zu tröpfeln, was uns gar nicht in den kram passte :(. da das nieseln sich dann doch zu einem mehr oder weniger anständigen regen auswuchs, entschieden wir uns (aber auch wegen der fortgeschrittenen uhrzeit) die strecke abzukürzen und machten uns über den lackabodengraben talwärts. eine wunderschöne schlucht, mit absolut traumhafter herbstlandschaft. die steine sind schon sehr rutschig, sodaß man wirklich ständig schauen muss, wo man hintritt. die schlucht scheint irgendwie gar nicht enden zu wollen und wir kommen auch an einer art ruine vorbei, vielleicht ist da mal ein haus oder eine kapelle gestanden? 

nachdem wir die schlucht dann hinter uns gelassen haben, kommen wir in die sogenannte "eng", ein schmaler weg führt ins in schlangenlinien berab. gegen ende dieser eng sehen wir dann ein zu historischen zwecken wieder aufgebautes stück ries - eine holzrutsche für holzstämme - so wurden eben früher die holzstämme ins tal gebracht. die ries gibt es seit bald 30 jahren und sie sieht irgendwie noch immer recht neu aus, keine ahnung warum. 

nach der ries kommen wir dann zum "gefährlichen teil" der tour zum mariensteig. ein bissl schmaler weg, wo links die felsen sind und rechts gehts kerzengrad runter brrrrrrr. naja, so schlimm ist es auch wieder nicht, denn in den felsen sind so drahtseile zum halten angebracht, was allerdings wirklich gut ist, denn wie schon gesagt, ist es auf den steinen sehr sehr rutschig. natürlich meistern wir auch diese passage ohne nennenswerte troubles. leider beginnt es nun stärker zu regnen und somit heißt es auch die rucksäcke mit regenschutz versehen und im regen weiterhatschen. noch gehts ja, da wir im wald gehen. recht bald sind wir dann aus dem wald draußen und in der ortschaft schneedörfl, gott sei dank hält sich der regen in grenzen und hört immer wieder mal auf. was natürlich ein ständiges kapuze rauf und runter bedeutet, aber was solls wir sind ja wohl nicht aus zucker, odrrrr?

zu ortsbeginn vom schneedörfl stehen ein paar alte kaiservillen, die sehr erhaben wirken bzw sind. wir gehen der straße entlang und kommen auch an etlichen "normalen" schönen häusern vorbei und dann zu ein paar weiden, wo die kühe samt kuhbabies und die yaks samt babies - die sehen aus wie überdimensionale plüschtiere mit ihrem fell - weiden. das ganze in absolut toller landschaft, da zwei prächtige regenbögen den himmel verzieren. nach ein paar metern sind wir dann am anfangsstückerl unserer tour und marschieren bald wieder unter bahn durch und auf der anderen seite drüben zum bahnhof rauf.

gise fotografiert noch ein paar alte loks am bahnhof und bald hat unser tigi uns wieder. umziehen und dann ab in die heimat. ein bissl müd simma schon, waren immerhin 18,3 km, obwohls mir gar nicht so vorkam :).
zuhause gab es dann leckeren überbackenen nudelauflauf und einen mörderischen krimi zum fürchten. (man kann krimis auch unter der kapuze vom bademantel mitverfolgen). 
sche wors, wenns auch am anfang viel zu viel bergauf ging!

Bilder des Tages.    WanderStrecke des Tages.
Tages-Statistik:
  • 5:12 h netto 
  • 18,3 km
  • 871 Höhenmeter ↑
  • 871 Höhenmete
  • max. Höhe: 1.242 m