Tag 10 - Mo. 25.08. "jede Menge PS in der Kernzone"


der wecker rüttelt uns um 8:00 uhr aus den warmen federn und auf gehts mit frühstücken, jause herrichten, rucksack packen und und und, aja gegen 9:30 uhr kommen wir gemütlich außer haus. aber was ist denn das vor unserer türe? cindy sitzt schon schwanzwedelnd vor unserer tür und wartet auf einen ausflug mit uns, sooooooooo süß :). auch die katze ist schon da und wartet auf ihre tägliche ration milch. na gut, die katze kriegt ein schüsserl milch und schleckt die hälfte aus und cindy erledigt dann den rest.

die traurigen hundeaugen verfolgen, dass wir unsere rucksäche diesmal nicht umschnallen, sondern ins auto legen. mit hängenden ohren und urtraurigen blick schaut sie uns nach als wir wegfahren :( - snief.

heute wollen wir auf das stileck. dazu müssen wir durch radenthein fast durch und bei kaning abbiegen und rauf zur lamprechtalm. na das ist eine strasse, eigentlich kann man es gar nicht mehr strasse nennen nach ein paar hundert metern. ein enges dings mit ururvielen schlaglöchern. unser armer tiguan :(. irgendwann bleiben wir dann kurz stehen, und schauen auf der karte nach wie weit es noch ist, nur mehr ein kleines stückerl und dann sehen wir auch, dass es noch eine andere strasse rauf gibt, von der anderen seite, na die nehmen wir dann fix beim runterfahren, weil nochmals können wir das dem armen auto nicht antun.

wir fahren dann aber nicht bis zur lamprechtsdorfer alm, sondern nur bis zur thomannhütte. parken dort und machen uns fertig. dann gehts an der thomannhütte vorbei und hoch bzw rauf richtung bergal :). anfänglich gehts ein bissl steil drauf, doch dann eh ganz moderat aber doch bergauf dahin. ein paar pferde und kühe grasen friedlich neben uns. die strasse windet sich in serpentinen rauf. der ausblick ist trotz des bewölkten wetters echt toll. und das beste ist, dass ausser einem jungen pärchen hier sonst keiner herum hatscht. immer wieder heisst es je nach wetter und steigung aus und anziehen, denn einmal ist einem kalt und dann gleich wieder warm. wir schaffen es aber frohen mutes zum rabenkofel auf über 2000 m. dort ist dann im geschützten winkerl vorm gipfelkreuz ein kleines jauserl (kleines jauserl bedeutet ohne hartem ei) fällig. einfach um die energiespeicher aufzufüllen, denn als gise mir zeigt wo wir überall noch rauf müssen na serwas :(

dann gehts weiter und zwar bergauf richtung stileck. immer wieder an kühen vorbei. die nebelschwaden ziehen uns um die ohren. als wir dann endlich kurz vorm stileck sind, lassen wir das letzte stückal zum stileck lieber bleiben, weil alles voller nebel ist. wir gehen weiter zum langnock. da gehts jetzt wieder bei etlichen kühen vorbei und das sieht oft gespenstisch aus, da ständig irgendwo eine kuh aus dem nebel auftaucht. zweitweise kommt man sich irgendwie vor wie in einem hitchcock-film vor mit den ständigen nebelschwaden :(.

aber irgendwann simma dann doch auch noch auf dem langen nockale oben. dort treffen wir eine familie die gerade futtert und plaudern ein bissl. auch unser junges pärchen ist soeben hier oben, macht sich allerdings grad auf den weg nach unten. von unten hört man lautes pferde-gewiehere, oh gott, da turnen wilde junge hengste herum, na das kann was werden - doppelseufz. vorsichtig wagen wir den abstieg, da es ziemlich rutschig und glitschig ist. das gewiehere wird immer lauter und meine angst immer größer. denn wir müssen genau dort durch wo die pferde herumtollen. die jungen vor uns haben das gut gemacht, denn die haben einen augenblick erwischt, wo die pferde grad nicht da waren. aber mittlerweile sehen uns die pferde und springen und wiehern herum. also ich geh da nicht weiter, aus. nein, ich trau mich nicht. gise schleppt mich bis zu einer kleineren baumgruppe, wo wir uns vor den pferden quasi verstecken können. das war eine gute idee, denn als sie uns nicht sehen, ziehen sie sich ein stück zurück.

na gut, irgendwann müssen wir unseren sicheren platz hinter der baumgruppe wohl verlassen, bleibt uns ja nix anderes übrig, denn das ist der einzige weg runter. ich hab echt angst, die pferde sieht man zwar im moment nicht, aber ich kann sie hören :(. ich klammere mich an gise fest und gehe ganz tapfer über die pferdewiese, gise linst immer irgendwie richtung pferde und versichert mir, dass er zurzeit eh keines sieht. wie beruhigend, dass man sie nur hören kann :(.

ich glaub so schnell habe ich in diesem urlaub noch nie einen fuss vor den anderen gesetzt und so stolpere ich mehr oder weniger richtung waldweg. na endlich sind wir dann einigermaßen in sicherheit im wald. die lamprechtsalm ist schon zu sehen und wir gehen auf eine richtige riesengroße kuhherde zu, wo auch wieder ein paar pferde dabei sind. das darf doch nicht wahr sein. schon wieder pferde, bitte nicht. 

das glück ist uns aber wieder hold, denn die paar pferde ziehen sich auch hier von allein zurück und somit hatschen wir "nur" hand in hand durch die riesige kuhherde. in der hütte angekommen, sehen wir dort auch schon das junge pärchen und tauschen unsere "wandererfahrungen mit pferden" mit ihnen aus. (wenigstens bin ich nicht die einzige, die angst vor den pferden hatte). gise bestellt sich eine forelle aus dem gebirgsbach und ich eine bretteljause. beides ist supersuperlecker. ich trinke ein glas milch welche in einem riesen glasküberl hinter mir in einer wassertrenke steht :).

zeitweise scheint die sonne, sodass man es draußen aushält. die betonung liegt auf zeitweise, denn als die sonne länger weg ist, wird uns schon frisch. da wir ohnehin viel zu viel gefuttert haben, leisten wir uns ein leckeres zwetschkenschnapserl zur verdauuung.

dann gehts wieder richtung auto und das heißt rauf hatschen, was aber nicht sooo schlimm ist, da uns eh saukalt is. beim auto angekommen, ziehen wir uns um und fahren dann die andere strasse runter, die viel viel angenehmer bzw. besser befahrbar ist. die heimfahrt geht dann durch das liesertal mit der beeindruckenden autobahnbrücke der A10, am schönen millstätter see vorbei und in radenthein müssen wir beim hofer stehenbleiben und für cindy noch ein paar leckerlis kaufen.

als wir schon fast beim lercherhof angekommen sind, läuft uns cindy laut bellend und wild schwanz wedelnd schon entgegen. na so eine begrüßung hätten wir uns nicht erwartet :). wir sind zwar hundemüde, aber was bleibt uns anderes übrig, als mit cindy noch einen abendspaziergang zu machen. was tut man nicht alles für einen so treuherzig blickenden wauwau? 

war eine total superschöne wanderung, da wollen wir sicher nochmals hin. nur umgekehrt das ganze, weil der abstieg doch sehr blöd war. 
na ich hoffe jedenfalls dass beim nächsten mal die pferde nimma so wild dort sind :)
  
Bilder des Tages.    WanderStrecke des Tages.
Tages-Statistik:
  • Start: 10:48
  • Ende: 16:34
  • 03:03 h netto
  • 9,0 km
  • 593 Höhenmeter ↑
  • 593 Höhenmeter 
  • max. Höhe: 2.150 m

Gesamt-Statistik:
  • 23:22 h netto
  • 74,8 km
  • 2.754 Höhenmeter ↑
  • 4.291 Höhenmeter