Startpunkt/Zielpunkt: Flexenhäusl, Flexenpass (1.773m)
Route: Flexenpass - Grubenjoch - Wasenspitze (2.665m) - Grubenjoch - Flexenpass
Höhendifferenz: ca. 1.050m
reine Gehzeit: ca. 5:00 Stunden
Schwierigkeitsgrad: schwer, T4, II
Distanz: ca. 22 km
Vorgefundene Verhältnisse:
Großteils wegloses Gelände. Keine besonderen Gegebenheiten.
Gesamteindruck der Tour:
Selten besuchter Gipfel. Einsame, meist weglose Tour in großartiger Umgebung!
GPX-Track: Wasenspitze
Drohne - Rundblick Wasenspitze
Entfernungen:
Flexenpass - Grubenjoch 1:45
Grubenjoch - Wasenspitze 1:00
Wasenspitze - Grubenjoch 0:50
Grubenjoch - Flexenpass 1:35
Einkehrmöglichkeit(en): keine
Gipfelstürmer: Mark solo
Wichtiges:
Das Grubenjoch wird meist über eine gerille Platte begangen, die sich etwas rechts vom niedrigsten Punkt des Jochs befindet, unterhalb der Nordflanke der Flexenspitze. Wer das nicht weiß geht auch gerne mal direkt zur Schlusswand am niedrigsten Punkt - so wie ich. Dort ist der Fels vom immer herunterlaufenden Schmelzwasser blankpoliert, wenige schmale Tritte, kaum Griffe. Hier erhöht sich die Schwierigkeit vor allem abwärts aufgrund der fehlenden Griffe deutlich, statt der II and der gerillten Platte ist man hier schon im IIIer Bereich, da brauchbare Griffe fehlen und auch die Tritte gerade mal für die Zehenspitze flach auf dem Fels reichen. Es empfiehlt sich somit schon über die gerillte Platte abzusteigen oder die dortigen Schrofen (werden auch als "mühsam" beschrieben). Ein Abstieg direkt am tiefsten Punkt +über die steile, glattgeriebene Platte ist jedenfalls nur für Experten geeignet.
Aufstieg:
Vom Flexenhäusl steigt man zuerst einfach westlich über den recht steilen Wiesenhang weglos hinauf und trifft dahinter dann auf den Güterweg bzw. die Skipiste im Winter. Man folgt dem Güterweg bis sich die steile Schotter- und Felsrinne zeigt, an deren Ende man das Grubenjoch schon erkennen kann. Man steigt dann links der Flexenspitze steil und mühsam den steilen, schottrigen Hang hinauf. Anfangs helfen ein paar Grasbänder, später kann man links in die großen Felsformationen ausweichen, was das aufsteigen deutlich erleichtert. Am Ende der Felsformationen kommt man aber dem Schotter nicht mehr aus und steigt mühsam und steil Richtung Grubenjoch auf. Auf ca. 1.300 bis 1.350 Meter müsste man nun wohl nach rechts queren um den Einstieg in die gerillte Platte zu nehmen. Ich bin aber direkt aufgestiegen zur Wand unterhalb des tiefsten Punktes und dort dann die recht glatte und tritt- und griffarme Platte hinaufgeklettert. Rauf geht das bei gutem Schuhwerk durchaus sehr gut. Herunter kann ich es aber nicht empfehlen, da wie gesagt Tritte und Griffe faktisch mehr oder weniger fehlen, mit der teils bröseligen Auflage in der sehr steilen Wand ergibt sich hier eine ungute Mischung, die nur Experten nutzen sollten, wenn sie sich das zutrauen. Ich habe die letzten 10 Meter im Abstieg nahe links an den Begrenzungsfelsen gemacht, da sich hier wenigstens ein paar keine Felszacken gefunden haben, die man mit den Fingerspitzen nutzen kann.
Weiter im Aufstieg: Am Joch angekommen geht man weiter westlich rechts um einen kleinen Felsen herum und steigt dabei ca. 75 Höhenmeter ab in Richtung der Ravensburger Hütte. Auf ca. 1.400 Metern kann man dann links in das Geröll hineinqueren, einen genauen Wegbeginn habe ich hier nicht gefunden, wenn man die Richtung aber korrekt wählt gelangt man irgendwann auf einen Pfad mit blauen Punkten. Diese Punkte leiten dann auch durch die großen Felsklötze, die so elegant durchstiegen werden können. Am Ende folgen ein paar Steinmänner die den Weiterweg weisen. Es geht schräg wieder direkt in westlicher Richtung im Geröll und Schutt aufwärts. So gelangt man - immer steiler aufsteigend - auf die nächste Anhöhe, der Hang hängt hier am Ende stark nach Norden weg. Gutes Schuhwerk ist hier sehr von Vorteil.
In einem Linksbogen geht es schließlich in südlicher Richtung auf den Gipfelaufbau zu. Der Gipfel lässt sich verhältnismäßig einfach über die Ostflanke im Bereich von maximal I+ erklettern.
Abstieg: wie Aufstieg: besser wie gesagt über die gerillte Platte im Abstieg etwas links des Grubenjochs.
Grafiken: in Arbeit
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