Ist die Beschreibung der Probleme, die Lösung der Probleme?

Eher nicht. 



»Wie« wir durch unser Verhalten, all die Blockierungen in der Gesellschaft mitverursachen und verschulden, ist bestimmt interessant zu wissen, aber womöglich in der einen oder anderen Weise schon einmal beschrieben worden.

Und »Therapie« sollte eigentlich eine Befreiung bewirken, und eine Befähigung zu Verhalten, das bislang auf Grund der Erkrankung nicht möglich war. 

Aber allein durch Beschreibung der Gründe, warum es so gekommen ist, entsteht keine Veränderung. 

Wie kommt es zu Veränderung?

Wenn in Folge der Therapie und durch die Therapie sich eine Verhaltensänderung ergibt, aufgrund von bewusstseinsmäßigen, innerlichen Vorgängen, Erkenntnissen und emotionalen Umgestaltungen im Menschen. 

Wodurch sind die bewirkt?

Das ist eine spannende Frage. – Eines ist jedenfalls klar. Es wird nicht genügen, nur zu fragen, »wie« alles gekommen ist. 

Ist Psychotherapie letztlich »Beziehung«? – Dann sollte diese bewirken, dass sich der Mensch weiter entwickeln kann, und sich so verändert, dass ein Mehr an Lebensqualität dabei herauskommt. 

Dass wir nicht so richtig weiterkommen, mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen, liegt sicher an uns Menschen. – Es ist eine Fähigkeit, zu kooperieren, um zum Beispiel gemeinsam etwas zu erreichen. Und gerade diese Fähigkeit ist bei uns Menschen noch zu schwach entwickelt.

Therapie kann den Menschen befreien, seinen eigenen Interessen zu folgen. Das wäre Grundlage für eine selbstbestimmte Orientierung, die letztlich auch zu gelingenden Kooperationen mit anderen Menschen führen kann. 

Deshalb ist Therapie wichtig.