Alpbach (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Kufstein
Pfarrkirche Hl. Oswald
Auf dem besonders reich verzierten Frauenaltar der Pfarrkirche, 1764 geschnitzt von Bartl Bletzacher, befindet sich das Bild "Maria vom Siege", zu dem einst Wallfahrer kamen. Im Oberbild überreicht Maria dem hl. Dominikus, umgeben von Vikar und Ortsbewohnern, den Rosenkranz. Im Predellabild verehrt Aloisius von Gonzaga das Kreuz.
Nahe bei der Kirche befindet sich der Friedhof mit einem modernen Kriegerdenkmal. Vor dem Kriegerdenkmal befindet sich der "Heilige Kasten", darin werden Fahnen, Statuen und die 15 Geheimnistafeln des Rosenkranzes aufbewahrt, die bei den vier Prozessionen im Laufe des Kirchenjahres mitgetragen werden: zu Fronleichnam, am Herz-Jesu-Sonntag, am Oswaldsonntag (1. Sonntag im August) und am Rosenkranzsonntag (1. Sonntag im Oktober).
Spätestens seit dem 20. Jh. wird Alpbach nicht mehr als Wallfahrtsstätte im eigentlichen Sinne bezeichnet.
Fieberbrunnkapelle
In der Nähe des Sattels zwischen Saupanzen und Lämpersberg, über den man von Inneralpbach in die Wildschönau kommt, steht ein kleiner Blockbau, der mit Schindeln verschlagen ist. Es ist die heute fast vergessene Wallfahrtskapelle "Fieberbrunn". Die Fieberbrunnkapelle im Alpbachtal befindet sich auf der Feldalm (1976 m). Sie wird durch ein Votivbild seit 1733 bezeugt.
ehem. Quellheiligtum, keine Wallfahrtstätte im engeren Sinn
Aufhausen bei Piesendorf (Erzbistum Salzburg)
Pinzgau, Bezirk Zell am See
Filialkirche St. Leonhard
Die Verehrung des hl. Leonhard hat in Aufhausen eine lange Tradition. Schon im Mittelalter stand hier eine Holzkapelle zu Ehren des hl. Leonhard. Seit 1525 bestand eine Steinkirche, das heutige Gotteshaus stammt von 1716, der Turm wurde nach dem Brand 1854 neu errichtet. Alljährlich wird das Leonhardifest mit Pferdesegnung am Gedenktag des Heiligen gefeiert.
Als zweites Gnadenbild wird in Aufhausen eine Kopie des Bildes von Maria Dorfen verehrt.
Bad Gastein (Erzbistum Salzburg)
Bezirk St. Johann im Pongau
Thermalquellen
Die erste Kirche zu Ehren der hll. Primus und Felizian an dieser Stelle soll schon um 680 errichtet worden sein. In dieser Zeit wurde auch eine Heilquelle aufgefunden, die lange Zeit als Quellheiligtum galt. Der Legende nach wurde sie von zwei Jägern gefunden.
Heutzutage ist die Quelle Teil des Quellparks von Bad Gastein mit etwa einem Dutzend Quellen, die kommerziell für den Kurbetrieb genutzt werden.
ehemaliges Quellheiligtum, kein Wallfahrtsort im engeren Sinn
Bad Vigau (Erzbistum Salzburg)
Tennengau, Bezirk Hallein
Wallfahrt zur hl. Margaretha im Ortsteil St. Margarethen
Der jetzige Bau ist an Stelle einer älteren Kirche der Überlieferung nach von einer Halleiner Weißwarenhändlerin für die glückliche Rückkehr eines ihrer Schiffe aus Venedig errichtet worden. Die erste urkundliche Erwähnung dieser Kirche fällt ins Jahr 1437. Bemerkenswert ist das Portal mit einem Relief der Kirchenpatronin, der hl. Margaretha. Die Wallfahrtskirche besitzt auch eine marmorne Außenkanzel. Das Innere zeigt ein spätgotisches Langhaus mit einer hölzernen Empore und drei barocken Hochaltären, darunter einer vom Tennengauer Schnitzer Johann Georg Mohr geschaffen. Das Altarbild stammt von Hans Adam Weißenkirchner.
Bergheim-Lengenfelden (Erzbistum Salzburg)
Flachgau, Bezirk Salzburg-Umgebung
Kirche Maria Sorg der St.-Petrus-Claver-Sodalität
Seit 1683 befindet sich auf dem Grundstück eine Gartenkapelle mit einem Bild der Ährenmadonna oder Ährenkleidmadonna, hier auch Weizenährenfrau von Maria Sorg genannt. Bis um 1770 war das Bild Ziel einer lokalen Wallfahrt.
Eine moderne Wallfahrtstradition ist die Rosserer Wallfahrt. Sie findet jedes Jahr am ersten Sonntag im Mai in Bergheim statt. Diese Veranstaltung wird von einem Pferdezuchtverein zur Wallfahrtsbasilika Maria Plain organisiert. Im Anschluss an die Messe findet eine Pferdesegnung statt. Der Verein wurde 1946 gegründet und veranstaltet seit 2004 diese Pferdewallfahrt.
Berndorf bei Salzburg (Erzbistum Salzburg)
Flachgau, Bezirk Salzburg-Umgebung
Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Um 1700 war die Pfarrkirche mit der Strahlenmadonna ein vielbesuchter Wallfahrtsort. Der Legende nach wurde das Gnadenbild in einem Erlenwald aufgefunden.
bei Bischofshofen (Erzbistum Salzburg)
Bezirk St. Johann im Pongau
Der Buchberg oder Hörndl (1154 Meter hoch) ist eine Erhebung bei Bischofshofen.
Die Hörndlkapelle oder Hörndlfraukapelle ist ein kleines Bergkirchlein am Gipfel des Hörndls, genau an der östlichen Geländekante. Hier soll 1851 der Bauernmagd Elisabeth Pilzegger die Muttergottes erschienen sein. Daraufhin wurde eine Votivkapelle errichtet.
Die alte Kapelle wurde zu Beginn des 21. Jh. jüngst und durch einen Neubau ersetzt.
lokale andachtsstätte, kein Wallfahrtsort im engeren Sinn
Brixen im Thale (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Kitzbühel
Wallfahrtskapelle Maria Heimsuchung am Harlaßanger
Zwischen Kirchberg und Aschau etwa in 1.600 m Seehöhe befindet sich inmitten eines herrlichen Almgebietes das Bergkirchlein "Maria Heimsuchung". Obwohl es auf Kirchberger Gemeindegebiet liegt, gehört es seelsorglich zu Brixen im Thale. Den Namen Harlaßanger erhielt dieses Almgebiet der Sage nach deshalb, weil einstmals auf diesem Almgebiet zwei verfeindete Hexengruppen miteinander stritten und dabei arg Haare lassen mussten. Noch zum Beginn des 20. Jh. zählte die Kapelle am Harlaßanger zu den größeren Wallfahrtsstätten im Erzbistum Salzburg.
Brixlegg (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Kufstein
Wallfahrtskirche Mariahilf, auch genannt Kapelle "Maria im Grünwald"
Den Beginn der Gnadenstätte auf dem sogenannten Mariahilfbergl in Brixlegg bildete ein verschwundenes Gnadenbild. So war im Jahr 1665 die Pietà, die sich neben der Landstraße gegenüber dem Siechenhaus von Rattenberg befunden hatte, plötzlich verschwunden. Sie wurde nach langer Suche im Grünwald oberhalb von Brixlegg entdeckt. An ihren alten Ort zurückgebracht, wiederholte sich der Vorfall. So wurde an der Stelle der wundersamen Auffindung eine kleine Holzkapelle errichtet dank der Hilfe zweier Wohltäter. Zum einen hat Christine Durchholzerin, Witwe eines Brixlegger Kupferschmieds, die Holzkapelle auf eigene Kosten durch einen Mauerbau ersetzen lassen. Der zweite Wohltäter der Kapelle war der Rattenberger Stadt- und Landrichter Matthias Bernhard Wiser, der den Bau vollendete und für eine würdige Ausstattung des kleinen Kirchleins sorgte. Um 1716 war die Kapelle schließlich fertiggestellt und eine Wallfahrt setzte ein. Von Anfang an war bei der Mariahilfkapelle eine Einsiedelei geplant. Doch wurden 1782 während der Josephinischen Reformen alle Einsiedeleien in Tirol per Hofdekret aufgehoben, die Kapelle wurde an einen Privatmann verkauft. 1861 erwarb der Lokalkaplan Johann B. Perktold das Kirchlein und setzte seinen Bruder Peter als Einsiedler ein. 1909 kam der letzte Einsiedler, Anton Pflümmer, in seiner Behausung duch ein Feuer ums Leben, die Kirche konnte jedoch gerettet werden. Ein Bombenangriff im April 1945 verursachte an der Kirche schwere Schäden. Die Wiederherstellung des Baus zog sich bis zum Jahr 1950 hin. 1982 erfolgte eine durchgreifende Restaurierung und Erweiterung der Kapelle am Mariahilfsbergl.
Bruck an der Großglocknerstraße (Erzbistum Salzburg)
Pinzgau, Bezirk Zell am See
Wallfahrt zu Unserer Lieben Frau auf dem Eis
im 18. Jh. durch Wallfahrtsandenken als Wallfahrtsort gut bezeugt
Bruck war einst vielbesuchter Wallfahrtsort, die Pilger kamen zur "Eismuttergottes".
Das Gnadenbild "Maria auf dem Eis" dürfte um 1500 entstanden sein und galt als die schönste Madonnendarstellung des Pinzgaues. Nach der Legende ist dieses Bild, das Maria mit dem Jesuskind und einem Buch darstellt, auf einer Eisscholle durch die Salzach in Bruck angeschwemmt worden.
Am 17. September 1867 brannte die Kirche mit den meisten Häusern des Dorfes ab. 1869 wurde die jetzige neugotische Kirche geweiht.
Bruck liegt an der ausgeschilderten Pilgerroute "Pinzgauer Marienweg".
Dorfgastein (Erzbistum Salzburg)
Bezirk St. Johann im Pongau
Drei-Waller-Kapelle
Die Drei-Waller-Kapelle befindet sich auf der Wallerhöhe, 1400 Meter hoch. Der Überlieferung nach kamen an dieser Stelle gegen Ende des 7. Jahrhunderts drei Wallfahrer (= Waller) ins Tal. Sie brachten den Bewohnern drei wertvolle Gaben mit: den Pflug, den Schlägel und die Bibel. Nach ihrem Tod habe man sie nahe beieinander bestattet und über ihren Gräbern drei Hütten errichtet. Erzbischof Wolf Dietrich ließ 1592 an dieser alten Kultur- und Wallfahrtsstätte eine Kapelle erbauen. Die heutige Kapelle wurde nach Plänen von Professor Clemens Holzmeister neu errichtet. In der Kapelle zeigt man seit alters auch Steine mit den Fußabdrücken der drei Waller.
Dürrnberg (Erzbistum Salzburg)
offiziell seit 1981 Bad Dürrnberg, bis 2000 auch teilweise Heilbad Dürrnberg genannt
Tennengau, Bezirk Hallein
Ferleiten (Erzbistum Salzburg)
in der Gemeinde Fusch an der Großglocknerstraße
Bezirk Zell am See
Die Ortschaft Ferleiten ist alljährlich der Ausgangsort für die Glocknerwallfahrt.
Die Glocknerwallfahrt, traditionell auch als Pinzgauer Wallfahrt nach Heiligenblut bekannt, findet seit mehr als 300 Jahren jeweils am 28. Juni, am Vortag des Hochfestes der Apostelfürsten Petrus und Paulus, statt. Für die rund 35 km lange Strecke von Ferleiten nach Heiligenblut sind 1300 Höhenmeter zum größten Teil auf der Großglockner Hochalpenstraße zu bewältigen. Für diese Distanz benötigen die Wallfahrer rund zehn Stunden. Dabei folgen sie uralten Wegen, die bereits schon vor 3500 Jahren von keltischen Stämmen benutzt wurden. Von Ferleiten geht es zum Hochtor-Tunnel und dann wieder hinunter nach Heiligenblut in Kärnten. Am Elendboden oberhalb der Fuscher Wegscheide erfolgt traditionell die Mittagsrast für die aus dem Pinzgau kommenden Wallfahrer. Hier erinnert eine Gedenktafel an die 37 Pilger der Wallfahrt von 1683, die am Elendboden einem Schneesturm zum Opfer fielen.
Beim Südportal des Hochtor-Tunnels treffen sich dann zwei Wallfahrergruppe, die eine von Ferleiten kommend, die andere von Rauris kommend. Die Rauriser haben frühmorgens um 7 Uhr eine Messe beim Rauriser Tauernhaus gefeiert und wandern dann durch das Seidlwinkltal zum Hochtor hinauf.
Gemeinsam gehen dann beide Pilgergruppen auf der Kärntner Seite Heiligenblut entgegen. Die letzte Messe vor dem Erreichen von Heiligenblut wird in der Kipperkapelle gehalten.
Fieberbrunn (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Kitzbühel
Pfarrkirche hl. Primus und hl. Felizian, 1214 als Kapelle errichtet, 1445 zur Kirche vergrößert
Heilbrunnen Fieberbrunn
Im Jahre 1354 kam die damalige Tiroler Landesfürstin Margaretha Maultasch (+ 1369) in das Pillerseetal. Von schwerem Fieber befallen, trank sie Wasser aus dieser Quelle und erlangte die Gesundheit wieder. Aufgrund dieser Begebenheit erhielt die Quelle den Namen "Fieberbrunn". Diese Benennung ging im Laufe der Zeit auf die gesamte Ortschaft, die früher "Pramau" hieß, über. Auch die Tiroler Landesfürstin Claudia von Medici ( + 1648) wurde hier im Jahre 1620 durch die Heilkraft des Fieberbrunnens gesund. Neben dem Fieberbrunn steht eine Bronzeplastik der Landesfürstin Margarethe Maultasch (von Josef Bachlechner, 1971).
Ausdem 19. Jh. sind auch profane Bräuche anlässlich von Wallfahrten beim Fieberbrunn bekannt, zum Beispiel Kraftwettbewerbe, besonders im September das "Weiberleut-Ranggeln".
ehem. Quellheiligtum, keine Wallfahrtsstätte im engeren Sinn
Filzmoos (Erzbistum Salzburg)
Bezirk St. Johann im Pongau
Wallfahrt zum Filzmooser Kindl
Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul
Die Kirche stammt aus dem 15. Jh.
Der Blickpunkt der Kirche ist das Gnadenbild von Filzmoos, eine kleine Statue des Jesuskindes in einem Strahlenkranz, über dem Hochaltar aufgestellt. Dieses sogenannte Glockenkindl hat in seiner Rechten ein Glöckchen, es segnet damit die Weltkugel in seiner linken Hand. Das Filzmooser Kindl stammt aus dem 15. Jahrhundert, ist ca. 45 cm hoch, aus Holz geschnitzt und bekleidet. In früheren Zeiten berührten die Pilger gern das Glöckchen.
In der Umgebung von Filzmos werden auch zwei Quellheiligtümer genannt: das Meeräugle und der Kampenbrunn.
Forstau (Erzbistum Salzburg)
Bezirk St. Johann im Pongau
Loudeskapelle
Die Lourdeskapelle vom Ende 19 Jh., unterhalb der Pfarrkirche gelegen, ist eine beliebte lokale Wallfahrtsstätte. Die Kapelle besitzt auchoriginale Tropfsteine aus der Mariengrotte in Lourdes. Die Kapelle liegt am Pilgerweg "Leonhardsweg", der vom Salzburger Dom zur Leonhardkirche in Tamsweg führt.
Fusch an der Großglocknerstraße (Erzbistum Salzburg)
in dem Ortsteil Bad Fusch, bis zum 19. Jh. St. Wolfgang genannt, auch St. Wolfgang am Weichselbach
Pinzgau, Bezirk Zell am See
Wallfahrt zum hl. Wolfgang
Schon 1417 stand auf einem Hügel im heutigen Bad Fusch eine massige Kirche mit zwei Türmen.
Die Wolfgangskirche war früher eine Wallfahrtskirche. Sie wurde in der Vergangenheit durch Lawinenunglücke mehrmals zerstört. 1848 bis 1851 wurde schließlich die heutige Kapelle am selben Platz wieder errichtet. Von den Pilgern wurde früher auch die in der Nähe liegende Quelle aufgesucht, auch heute noch die "Augenquelle" genannt. Diese und einige weitere Heilquellen begründeten dann ab dem 19. Jh. den Ruf von Fusch als Kurort.
Gastegg bei Maria Alm (Erzbistum Salzburg)
Mariapfarr im Lungau (Erzbistum Salzburg)
Lungau, Bezirk Tamsweg
Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt, in 1120 Meter Höhe gelegen
2018 ist die Wallfahrtskirche zur Basilica minor erhoben worden.
Konrad von Pfarr kehrte vom Kreuzzug nicht mehr zurück. Er hatte den Hof dem Domkapitel von Salzburg vermacht. Der Legende nach kehrte eine Madonnenstatue vom Dorfbrunnen, die nach Althofen (dem damals zuständigen Pfarrdorf) gebracht wurde. immer wieder zurück. Daraufhin erfolgte an dieser Stelle ein Kirchbau. 1797 wurden plündernde französische Truppen beim "Roten Kreuz" abgehalten, bis Mariapfarr vorzudringen.
Die Gnadenkirche steht etwas erhöht, umgeben vom Friedhof. Die Gnadenstatue, eine gotische Madonna mit dem Kind, das ein Täubchen streichelt, befindet sich auf dem Hochaltar. Außerdem befindet sich in der Kirche ein bedeutendes gotisches Fresko der Schutzmantelmadonna, die den leidenden Christus auf dem Arm hält, eine einzigartige Darstellung weltweit.
Maria Plain (Erzbistum Salzburg)
Flachgau, Bezirk Salzburg-Umgebung
weithin sichtbar auf einer Anhöhe nördlich der Stadt Salzburg
Basilica minor und Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt, betreut von Benediktinern
1633 wurde der Ort Regen in Bayern niedergebrannt, aber ein Marienbild mit der Darstellung "Maria Trost" im Besitz der Familie Regner blieb in den Brandruinen unbeschädigt. Auf Umwegen kam es 1652 in den Besitz des Rudolf von Grimming auf den Plainberg. Die Verehrung setzte ein, das Gnadenbild wurde alledings durch eine Kopie ersetzt. Gebetserhörungen wurden bekannt und eine kleine Kirche wurde errichtet. 1671 war der Baubeginn für die heutige Wallfahrtskirche. 1676 kam auch das Original, das inzwischen nach Augsburg gelangt war, wieder zurück. 1751 wurde das Marienbild gekrönt. Einer Überlieferung nach hat W. A. Mozart seine "Krönungsmesse" anlässlich einer Gedenkfeier zur Krönung des Gnadenbildes von Maria Plain komponiert.
Maria Plain ist eine bedeutende barocke Wallfahrtsanlage. Das Gnadenbild befindet sich unter dem Bild des Hochaltars. Weiterhin erwähnenswert ist eine silbergefasste Statue der Rosenkranzkönigin (eine Votivgabe des 17. Jh., sog. "Hängende Madonna"), die sich vor dem Triumphbogen befindet.
In Maria Plain wird in jedem Monat am Samstag nach dem Herz-Jesu-Freitag, das ist der monatliche Gebetstag für geistliche Berufe, eine sog. Monatswallfahrt gehalten. Diese Maria-Plainer-Monatswallfahrt geht ursprünglich auf eine Initiative des damaligen Erzbischofs Dr. Andreas Rohracher zurück. Die erste Monatswallfahrt konnte allerdings erst im September 1975 unter Erzbischof Dr. Karl Berg gehalten werden. In den Sommermonaten (Mai bis Oktober) beginnt die Monatswallfahrt in der Stadtpfarrkirche Itzling. Nach einer kurzen Statio führt die Wallfahrt über Itzling und Gaming, den Plainwaldweg und den Plainberg zur Wallfahrtsbasilika Maria Plain. In den Wintermonaten (November bis April) findet die Monatswallfahrt nur in der Wallfahrtsbasilika Maria Plain statt mit Rosenkranzgebet, hl. Messe und anschließender Agapefeier im ehem. Klostergebäude.
Maria Rast am Hainzenberg (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Schwaz
Filialkirche Unserer Lieben Frau von der Heimsuchung, als Wallfahrtskirche Maria Rast genannt, oberhalb von Zell am Ziller gelegen
Auf dem Weg zum Gerlospass befand sich im späten Mittelalter eine Raststation, wo auch ein Marienbild aufgestellt und später eine Kapelle errichtet wurde. Diese alte Kapelle findet man heute zehn Minuten Fußweg oberhalb der jetzigen Wallfahrtskirche in einem alten Bauernhaus, das als Heimatmuseum dient. Im Laufe der Jahrhunderte stieg die Zahl der Pilger an und es wurde ein Kirchenneubau geplant. Der Legende nach verletzte sich ein Arbeiter mit einer Hacke und die Holzspäne wurden blutig. Raben trugen die Späne an einen anderen Ort. Weil es als Fingerzeig Gottes gedeutet wurde, erbaute man 1739 an der neuen Stelle die jetzige Kirche. Diese Kirche erlitt am 4. April 1914 schweren Schaden durch einen Edrutsch, weil das alte Goldbergwerk unter der Kirche zwar im 19. Jh. aufgelassen wurde, die Stollen aber nicht gesichert wurden. Ein Teil der Kirche musste daraufhin abgetragen werden. Die Gnadenstatue, eine Madonna mit Kind (stoffbekleidet und beide gekrönt), befindet sich auf dem Hochaltar der Kirche.
Oberhalb der Wallfahrtskirche Maria Rast stand einst auch ein Baumheiligtum (bzw. ein Bildbaum).
Mariastein (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Kufstein
nordwestlich von Wörgl über dem Inntal auf der weitgedehnten Terrasse des Angerberges gelegen
Kuratkaplanei und Wallfahrtskirche Maria Geburt, betreut von den Missionaren vom Kostbaren Blut
Mariastein wird auch "Die Glaubensburg, die Gnadenburg, die Marienburg Österreichs" genannt.
Im 14. Jh. wurde die Burg am Stain gebaut, dort war auch eine Kapelle eingerichtet worden. 1450 erwarb der Schlossherr eine Marienfigur, die bald verehrt wurde. Um 1500 wurde im Wohnturm ein Raum zu einer größeren Kapelle umgebaut. Es setzte eine Wallfahrt ein. 1527 wurde von Gebetserhörungen berichtet, unter anderem von der wunderbaren Heilung einer Augsburgerin. Daraufhin war der Bau einer größeren Kirche für das Gnadenbild in Augsburg geplant, das Gnadenbild hatte man bereits dorthin gebracht. Doch der Bischof ließ es zurück nach Mariastein bringen. In der Legende erscheint das sog. Rückkehrmotiv. Man erzählte nämlich, dass das Bild von selbst zurückgekehrt sei oder dass es Engel wieder heim getragen hätten. Im 16. Jh. baute man den Festsaal der Burg zur Kapelle um. Von 1615 ist ein Ablassbrief Papst Pauls V. für Mariastein bekannt.
Im Schlosshof befindet sich eine Freikapelle. Zu dieser gehört eine 800 Kilogramm schwere Marienglocke, die 1587 Erzherzog Ferdinand gestiftet hatte. Eine Wendeltreppe führt weiter hoch zur Ursprungskapelle, dort ist eine spätgotische Schmerzensmutter aufgestellt. Darüber befindet sich die Beicht- und Kreuzkapelle, schließlich noch eine Stockwerk höher die Wallfahrtskapelle. Das Deckenbild der Wallfahrtskapelle ist im Nazarenerstil gemalt. Auf dem Rokokohochaltar befindet sich das Gnadenbild, eine spätgotische aus Lindenholz gefertigte Marienfigur mit Kind.
Außerdem wird in Mariastein der Tiroler Erzherzogshut aufbewahrt.
Mariathal (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Kufstein
am Beginn des Brandenbergtales an der Ache in abgeschiedener Landschaft gelegen
Pfarrkirche St. Dominikus mit der Gnadenkapelle der Schmerzhaften Muttergottes
1267 wurde von den Brüdern Konrad und Friedrich von Freundsberg ein Dominikanerinnenkloster mit Kirche gestiftet, der Überlieferung nach als Sühne dafür, dass ein Berthold von Freundsberg im Zweikampf einen Vetter getötet hatte. Bei Umbauten im 17. Jh. wurde eine Gnadenkapelle an die Kirche angebaut. Das Kloster wurde 1782 unter Kaiser Joseph II. aufgehoben. Hinter der Kirche befindet sich ein Friedhof. Die Gnadenkapelle ist an der Südseite der Kirche. Das Gnadenbild auf dem Altar ist eine spätgotische Pietà (um 1500, mit Stoff bekleidet) in einem Rokokoschrein.
Außerdem befinden sich an der Nordostseite des Kirchenschiffes in einem Glasschrein die Reliquien einer römischen Katakombenheiligen, der hl. Privata. Darüber ist ein Holzkreuz (um1280), das als Fieberkreuz verehrt wird, zu sehen.
Mehrn bei Brixlegg (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Kufstein
Wallfahrtskirche Hl. Bartholomäus (auch Zwölfbotenkirche oder "Vierzehnnothelfer-Wasser" genannt)
Das heutige Bad Mehrn war schon im 17. Jh. ein berühmter Badeort. Die Mehrner Heilquelle entspringt unterhalb der Batholomäuskirche. Aber auch schon in vorchristlicher Zeit gab es hier offensichtlich ein Quellheiligtum. 1357 wurde erstmals eine Kirche in der Nähe der Kapelle erwähnt. Die neu erbaute Kirche von 1698 wurde dem hl. Batholomäus geweiht, aber auch die Vierzehn Nothelfer wurde hier viel verehrt. Weiterhin wurde der hl. Johannes der Täufer verehrt, eine sog. Johanneshauptschale wurde bei schweren Kopfschmerzen um den Altar getragen und den Pilgern an den Kopf gehalten. Als man Ende des 18. Jh. aus kirchlicher und staatlicher Sicht die Wallfahrt kritisch betrachtete, wurde die Quelle verfüllt. Das Wasser suchte sich jedoch einen anderen Weg und trat am Fuß des Kirchenhügels wieder zu Tage. 1863 wurde der Brunnen neu gefasst und die nachweislich als Heilwasser ausgewiesene Quelle erfreute sich wieder großer Beliebtheit.
Michaelsbeuern (Erzbistum Salzburg)
Flachgau, Bezirk Salzburg-Umgebung
Benedkitinerstiftskirche
Wallfahrt zum Katakombenheiligen Felix
1669 erbat sich auch das Kloster Michaelbeuern wie viele andere Kirchen nördlich der Alpen die Gebeine eines römischen Katakombenheiligen. Die Gebeine dieses Kataombenheiligen wurden nach der Übertragung sogleich Ziel einer Wallfahrt, die dann aber nach einigen Jahrzehnten wieder einschlief.
Mittersill-Felben (Erzbistum Salzburg)
Pinzgau, Bezirk Zell am See
Wallfahrtskirche Maria am Anger, sog. Angerkapelle im Ortsteil Felben
Die Angerkapelle ist der Überlieferung nach um 1749 als hölzerne Kapelle entstanden. Nach einer Version der Ursprungsgeschichte wurde das Gnadenbild ursprünglich in einem hohlen Fichtenstamm aufgestellt. 1875 ließ die im Starrkrampf liegende Anna Meilinger, nachdem sie geheilt wurde, die Kapelle in ihrem heutigen Aussehen neu errichten.
Mittersill liegt an der ausgeschilderten Pilgerroute "Pinzgauer Marienweg".
Mittersill (Erzbistum Salzburg)
Pinzgau, Bezirk Zell am See
Stadtpfarrkirche St. Leonhard
Wallfahrt zum Leidenden Heiland
In der Schmerzenskapelle mit einer Darstellung des Gegeißelten Heilands findet man viele Votivtafeln.
Mühlrain (Erzbistum Salzburg)
bei Abtenau
Tennengau, Bezirk Hallein
Wallfahrt zur Muttergottes in der Filialkirche Hl. Maria
Das Gnadenbild ist das Gemälde auf dem Hochaltar von 1686: Muttergottes mit dem Kind auf der von der Schlange umringelten Mondsichel, umgeben von Engeln. Außerdem steht in der Nähe der Kapelle das Hl. Bründl, 1698 vom Pfleger von Abtenau, E. Lasser, errichtet und 1705 geweiht.
Zwei weitere Heilquellen sind die Annenquelle und die Rupertiquelle.
Münster (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Kufstein
Wallfahrt zur Kniepasskapelle, in 1096 Meter Höhe
aus einer Einsiedelei hervorgegangen, in früheren Jahrhunderten als Wallfahrtsstätte bekannt
Neukirchen am Großvenediger (Erzbistum Salzburg)
Pinzgau, Bezirk Zell am See
Pfarrkirche Johannes der Täufer
Wallfahrt zur Gnadenstatue Unserer Lieben Frau am Hochaltar
Wallfahrt begann im 17. Jh. Der Legende nach wurde das Gnadenbild von der Salzach angeschwemmt. Die Hauptwallfahrtstage sind das Rosenkranzfest und die Goldenen Samstage.
Oberalm (Erzbistum Salzburg)
Tennengau, Bezirk Hallein
Pfarrkirche Hl. Stephan
Wallfahrt zum Wiesheiland
Die einzige als wundertätig verehrte Kopie der sehr häufig im Salzburgischen anzutreffenden Nachbildungen des Wiesheilands steht seit 1750 in der Pfarrkirche von Oberalm. Die Pfarrchronik von 1755 berichtet:
Der Kaltenhausener Metzgermeister Matthias Diener erinnerte sich 1747 in schwerer Krankheit, von seiner in der Gnigl (Stadtteil von Salzburg) lebenden und dort verheirateten Schwester, der Messerschmiedin Katharina Kriechbaumerin, ein am Original berührtes Bild des Wiesheilands erhalten zu haben. Als sich nach vertrauensvollem Gebet zu diesem Bild sein Zustand besserte, stellte er die Figur in das Wiestal an einen schön gelegenen Platz, an dem ein vielbegangener Weg vorbeiführte. Obwohl sogleich die Verehrung des Bildes an diesem Ort begann, hatte Rupert Schnöll, Bauer am Schobengut im Wiestal, schwere Bedenken gegen einen Kapellenbau an diesem Platz. Doch eine schwere Krankheit, die ihn umgehend traf, führte einen Sinneswandel herbei. Er versprach im Falle der Genesung, auch für den Schmuck der Kapelle beizutragen.. Als das bekannt wurde, kamen an die tausend Menschen am Fest Peter und Paul 1747 zu der neuen Gnadenstätte. Als die Verehrung ungebrochen fortdauerte, ordnete das erzbischöfliche Konsistorium am 23.07.1749 an, das Gnadenbild in ein Gotteshaus zu überführen. So wurde das Bild am 19.12.1749 in die Kirche St. Stephan in Oberalm übertragen. Das Mirakelbuch listete von 1747 bis 1755 genau 52 Gebetserhörungen und Heilungen auf.
Außerdem wurde traditionell bei Wallfahrten auch der hl. Donatus in der Pfarrkirche St. Stephan verehrt.
Der Oberalmer Thaidingtisch (Thaiding = Thing), auch Oberalmer Schranne genannt, ist eine roh behauene Marmorplatte einer historischen Richtstätte. Er steht unter der Kaiser-Jubiläumslinde, der Dorflinde von Oberalm, nahe bei der Kirche.
Pöham im Fritztal (Erzbistum Salzburg)
in der Gemeinde Bischofshofen
Bezirk St. Johannim Pongau
Filialkirche Mariä Himmelfahrt
Das heutige Pöham hatte früher nur eine kleine hölzerne Hofkapelle beim Brandstattlehen (Brandstätter). Die Überlieferung berichtet, sie sei als Votivkirchlein für einen Schatzfund im Garten errichtet worden. Um 1743 bis 1746 wurde am Ort der heutigen Kirche eine weitere Holzkapelle vom gebaut, die als Bethaus für die wenigen Bauern der Unterfritz diente. Über hundert Jahre lang gab es diese zwei Kapellen nebeneinander. Aus einer dieser beiden Kapellen stammt auch die Schwarze Madonna von Pöham, die zu einer lokalen Wallfahrt führte.
1928 wurde die schon baufällige Brandstättkapelle abgebrochen und nach einem Entwurf des Architekten Paul Geppert sen. ein schlichter Kirchenneubau in Stein errichtet. Am 24. Oktober 1929 wurde die Kirche eingeweiht. Das Gnadenbild war inzwischen in Besitz einer Pfarrwerfener Familie übergegangen, die es aber auf Bitten der Pöhamer der neuen Kirche übergaben.
Radfeld bei Rattenberg (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Kufstein
Kirche Hl. Briccius
Die Kirche wurde urkundlich 788 als Taufkirche erstmals erwähnt . Der jetzige Bau ist spätgotisch. Die Kirche ist über einer Quelle erbaut. Diese Quelle galt als heilkräftig und wurde auch als Taufbrunnen genutzt. In mittealalterlicher Zeit wurde alljährlich am 13. November, dem Festtag des hl. Briccius, das Wasser geweiht, das die Bauern auf die Felder brachten oder mit nach Hause nahmen.
Radstadt (Erzbistum Salzburg)
Bezirk St. Johann im Pongau
Filialkirche Maria Loreto
Radstadt wird auch die „alte Stadt im Gebirge“ genannt.
Die kleine barocke Saalkirche mit westseitigem Giebelturm steht nordwestlich des Stadtzentrums auf einem Hang. Der Bau wurde im Jahr 1677 begonnen, jedoch erst 1750 nach zwei Erweiterungen geweiht. Der Hochaltar stammt vom Ende des 18. Jahrhunderts. Bis zum Anfang des 20. Jh. zählte die Loretokirche in Radstadt noch zu den größeren Wallfahrtsorten im Erzbistum Salzburg.
Rattenberg (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Kufstein
Salzburg-Mülln (Erzbistum Salzburg)
Wallfahrt zur Muttergottes in der Stadtpfarrkirche Unserer Lieben Frau Mariae Himmelfahrt in Mülln
Es wird angenommen, dass es etwa seit dem 14. Jh eine Wallfahrt nach Mülln gab, denn sonst hätte man nicht im Jahre 1453 die wunderbare gotische Madonna (aus dem Kreis von Jakob Kaschauer) in das Zentrum des Hochaltares gestellt. Mülln wurde dadurch zu einer Wallfahrtskirche für die Stadt Salzburg und darüber hinaus. Auch während der Zeit der Aufklärung kam die Wallfahrt nicht zum Erliegen.
Die Wallfahrt nach Mülln findet auch heute noch einmal jährlich statt. Der Wallfahrtsweg führt über fünf Stationen (Stadtpfarrkirche St. Erhard in Nonntal - Abtei Nonnberg - Katschthaler Kreuz - Apostolatshaus der Pallottiner - Stadtpfarrkirche Unserer Lieben Frau Mariae Himmelfahrt in Mülln).
Salzburg-Gnigl (Erzbistum Salzburg)
Die Pfarrkirche von Gnigl Mariä Himmelfahrt und Hl. Michael befindet sich am Rand des historischen Ortskerns von Obergnigl unterhalb von Schloss Neuhaus am Fuße des Kühbergs. Eine Kapelle St. Michael wurde 1585 urkundlich genannt.
1698 wurde eine Kopie des ursprünglich aus Máriapócs in Ungarn stammenden Gnadenbildes von Maria Pötsch (Original im Wiener Stephansdom) aufgestellt, vom ikonografischen Typ her eine Schutzmantelmadonna (hier Maria Schutz genannt), womit eine lokale Wallfahrtstradition begann.
St. Alban (Erzbistum Salzburg)
zur Gemeinde Lamprechtshausen
Flachgau, Bezirk Salzburg-Umgebung
Filialkirche Hl. Aban im Weiler St. Alban
durch Votivbilde aus früheren Jahrnunderten als Gnadenbild bekanntes Bild des hl. Bischofs Alban
St. Jakob am Thurn (Erzbistum Salzburg)
Ortsteil der Gemeinde Puch bei Hallein
Tennengau, Bezirk Hallein
Wallfahrtskirche St. Jakob
Jakobus-Statue
Den rechten Seitenaltar der Kirche schmückt eine 40 Zentimeter große Elfenbeinstatue auf vergoldetem Silbersockel, den hl. Jakobus d. Ä. darstellend. Sie wurde von Fürsterzbischof Jakob Ernst Graf Liechtenstein wahrscheinlich aus Olmütz mitgebracht und von seinem Nachfolger, Erzbischof Andreas Jakob Graf von Dietrichstein, am 15. April 1751 der Wallfahrtskirche St. Jakob am Thurn geschenkt wurde. Obwohl diese Statue zuvor nicht das eigentliche Gnadenbild war, ist sie seit dieser Zeit der wichtigste Verehrungsgegenstand zu diesem Heiligen in der Wallfahrtskirche.
Jakobus-Relique
Auf dem Hauptaltar von 1698 befindet sich das Jakobus-Reliquiar befindet. In einem Glasgehäuse wird eine kleine Messingkartusche mit der Reliquie des Apostels und Kirchenpatrons aufbewahrt.
Jakobus-Tragefigur
Eine 94 Zentimeter hohe und mit Pelegrine und Pilgerhut bekleidete Prozessionsfigur befindet sich das Jahr über in einer Glasvitrine im Hauptschiff. Diese barocke Figur von 1738 wird "Thurnberger Jockei" genannt und alljährlich am Kirtag und zu Fronleichnam von den Jakobischützen in der Prozession mitgetragen.
Prozessions-Madonna
In derselben Glasvitrine wie die Jakobus-Figur befindet sich die schwarze "Prozessions-Madonna". Vier junge Frauen in originaler Tennengauer Festtagstracht tragen traditionell die blumengeschmückte Figur der Schwarzen Madonna zu den Prozessionen am Kirtag und zu Fronleichnam.
St. Jakob am Thurn (Erzbistum Salzburg)
Ortsteil der Gemeinde Puch bei Hallein
Tennengau, Bezirk Hallein
Lorettokapelle an der Pfarrkirche
Im Auftrag des Grafen Josef Anton von Platz schuf der Baumeister Kassian Singer (1712–1759) die Lorettokapelle als Anbau an die Pfarrkirche. Der Graf ließ sie aus Dankbarkeit nach seiner Heimkehr aus den Türkenkriegen 1772 errichten.
lokale Andachtsstätte, keine Wallfahrtsstätte im engeren Sinn
St. Johann im Pongau (Erzbistum Salzburg)
Bezirk St. Johann im Pongau
Fieberbründl am Sonntagskogel
1853 stiftete ein Bauernehepaar, das von einm Fieber geheilt worden war, nachdem beide aus der Quelle getrunken hatten, ein hölzernes Bildstöckl in Form eines einfachen Flügelaltars auf einem Holzpfahl. Es zeigte das Bild der Pieta, Christus auf Holz, umgeben von sieben Heiligen. Auf den beiden Flügeln erkennt man den Bauern und die Bäuerin als Stifter.
Quellheiligtum, kein Wallfahrtsort im engeren Sinn
Friedenskirche Hochgründeck
Die St.-Vinzenz-Friedenskirche ist die Privatkapelle des Heinrich-Kiener-Hauses (einer großen Schutzhütte) am Hochgründeck in der Gemeinde St. Johann im Pongau. Sie liegt unweit des Gipfels oberhalb der Schutzhütte in 1808 Metern Höhe.
Die Holzkirche wurde nach einem Entwurf und auf Initiative den Hüttenwirtes Hermann Hinterhölzl vom Heinrich-Kiener-Haus von 2003 bis 2004 erbaut. Die Kirche besitzt auch eine Reliquie der hl. Edith Stein.
Der Fußweg von Bischofshofen über den Hofersattel bis zur Kirche wurde als Themenweg der „FriedensstifterInnen“ gestaltet ("Friedensweg"). Die Friedenskirche liegt auch am St.-Rupert-Pilgerweg von Sankt Gilgen nach Bischofshofen, der über die Hörndlkapelle zum Missionshaus St. Rupert hinunterführt.
Außen wurden in die zwölf Säulen die zwölf Stämme Israels eingeschnitzt. Innen wurden die zwölf Wände mit den zwölf Aposteln bezeichnet. Der Altar besteht aus einer Granitplatte, die auf drei Granitfindlingen ruht. Die Bestuhlung wurde aus fünf verschiedenen Hölzern als Symbol für die Bewohner der fünf Erdteile geschaffen.
keine Walfahrtsstätte im engeren Sinn, aber moderne Andachtstätte, an zwei ausgeschilderten Pilgerwegen gelegen
St. Johann in Tirol (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Kitzbühel
Wallfahrt zu Maria Blut
Die Wallfahrtskapelle birgt in ihrem Inneren ein barockes Säulenaltärchen mit einer Kopie des Gnadenbildes Maria Blut von Ré in Piemont. Die Gewölbemalereien mit Herz-Jesu-Medaillon und Maria Heimsuchung stammen von Peter Thaler (1947/48). In der Kapelle befindet sich außerdem ein lebensgroßes barockes Kruzifix und eine Darstellung von Christus als Schmerzensmann. An der Sakristeitür findet sich eine Darstellung des Einsiedlers hl. Paulus von Theben und auch an der Altarmensa sind die Einsiedler Paulus von Theben, Antonius der Eremit und Hieronymus dargestellt.
In unmittelbarer Nähe der heutigen Wallfahrtskapelle wurde bereits 1696 am Fuße des Niederkaisers eine Einsiedlerklause errichtet, die seither ununterbrochen von Eremiten bewohnt ist. Der kleine zweigeschoßige Bau besitzt im Inneren einen volkskundlich interessanten Gebetsraum mit Grottendekorationen aus Kieselsteinen.
St. Koloman (Erzbistum Salzburg)
Tennengau, Bezirk Hallein
Fagerstein bei der Wilhelmskapelle
Die Wilhelmskapelle im Zimmereckwald im Ortsteil Oberlangenberg der Gemeinde Sankt Koloman hat das Patronat des hl. Wilhelm von Aquitanien. Eine Kapelle an dieser Stelle bestand vermutlich seit der ersten Hälfte des 17. Jh. Die heutige Kirche wurde 1850 erbaut, 1889 baulich erweitert und 1959 restauriert. Die Kapelle besitzt noch Votivbilder aus dem 19. Jh. Nahe bei der Kapelle befindet sich der sog. Fagerstein, ein Durchkriechstein, den die Pilger in früheren Zeiten häufig aufsuchten. Das Pilgern zu diesem Stein wurde mehrfach als abergläubische Handlung von kirchlichen Stellen verboten.
St. Koloman (Erzbistum Salzburg)
Tennengau, Bezirk Hallein
St. Koloman in der Taugl
Die Kolomani- oder Ursprungskapelle steht etwa 50 Meter südöstlich der Pfarrkirche von St. Koloman über der Kolomanquelle.
Die Pfarrkirche St. Kolomann wurde 1506 erstmals erwähnt. Vor allem im 18. Jh. war sie Ziel vieler Wallfahrer zum hl. Koloman, der als Helfer gegen Pest, Viehseuchen, Kopf-, Fuß- und Augenleiden angerufen wurde. Dazu trug auch eine seit 1744 ausgestellte Reliquie des Heiligen bei. Eine spätgotische Holzplastik über dem Kirchenportal dürfte das ursprüngliche Gnadenbild sein.
Gleich zwei verschiedene Ursprungslegenden berichten, dass der hl. Koloman sich den Bauplatz der Kapelle bei der Quelle selbst ausgesucht habe. Das Gotteshaus wurde aber erst viel später erbaut.
Als Ausgangspunkt für die Verehrung St. Kolomans gilt die Kolomanquelle, die spätestens seit 1827 mit einer Kapelle überbaut ist. Die Kapelle wurde 1975 zu einer Lourdesgrotte umgestaltet. Nach einer Renovierung im Jahr 2001 hat man sie wieder dem hl. Koloman geweiht. In der Kapelle steht eine Figur des Heiligen (Anfang 20. Jh.) In der Kapelle befanden sich früher viele Votivgaben und Votivbilder.
An die einst blühende Wallfahrt erinnert heute der im fünfjährigen Rhythmus stattfindende Kolomaniritt.
St. Leonhard bei Grödig (Erzbistum Salzburg)
Flachgau, Bezirk Salzburg-Umgebung
Wallfahrt zum hl. Leonhard
Wahrscheinlich errichteten die Augustiner-Chorherren von Berchtesgaden hier eine Kirche. Einige Bauteile des jetzigen Gotteshauses gehen auf die Zeit der Romanik zurück. Bis zur Errichtung einer Filialkirche in Marktschellenberg 1407 bildete St. Leonhard das religiöse Zentrum der näheren Umgebung. Das Gebiet selbst gehörte bis 1803 zur Fürstpropstei Berchtesgaden. St. Leonhard war eine sehr beliebte Wallfahrtskirche, wie eine Reihe noch erhaltener Votivbilder, die von verschiedenen Gebetserhörungen berichten, bezeugen. Heute findet alljährlich um den Gedenktag des Heiligen am 6. November der Leonhardiritt statt.
St. Leonhard bei Tamsweg (Erzbistum Salzburg)
Lungau, Bezirk Tamsweg
Wallfahrtskirche St. Leonhard ob Tamsweg
Wallfahrt zum hl. Leonhard
1421 sollen sich nahe der Stelle, an der die Kirche steht, mehrere Wunder ereignet haben, die dann zum Bau einer Kapelle führten. In der Gründungslegende wird berichtet, dass eine Leonhardstatue aus der Tamsweger Pfarrkirche verschwand und auf dem Schwarzenberg oberhalb des Ortes Tamsweg in einem Wacholderstrauch wieder auftauchte. Sie wurde geborgen, zurückgebracht und in eine eisenbeschlagene Holztruhe gesperrt. Von dort kehrte die Statue eines Nachts an ihren Fundort zurück, wo sie abermals auf einem Wacholderstrauch zwischen zwei Lärchen gefunden wurde. Dieser Vorgang wiederholte sich mehrmals, worauf die damals Verantwortlichen beschlossen, die Statue an dieser Selle zu belassen und eine Kapelle zu errichten. Noch heute steht die Leonhardfigur auf dem abgeschnittenen Stamm, auf dem sie 1421 aufgefunden worden war. Durch Einnahmen aus dem ab 1421 einsetzenden Zustrom an Wallfahrern konnte eine größere Wallfahrtskirche gebaut werden, die dan 1433 geweiht wurde. Als im Juli 1478 osmanische Truppen erstmals das Salzburger Stiftsgebiet erreichten, wurden noch im selben Jahr Wehranlagen errichtet, die bis heute die Kirche umgeben. Das Gnadenbild ist eine bäuerliche Schnitzerei aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, sie stellt den hl. Leonhard dar. Die Statue ist auf einen Wacholderast angebracht. Sie zeigt an der Rückseite Brandspuren, deren Ursache nicht überliefert ist.
Augenbründl am Leonhardsberg
Am Waldrand hinter der Wallfahrtskirche St. Leonhard befindet sich die aus dem 17. Jh. stammende hölzerne Augustinuskapelle. In dieser ist der hl. Augustinus mit flammendem Herzen, die hl. Notburga mit der Sichel und der hl. Isidor mit dem Dreschflegel abgebildet. Zwei goldene Säulen und die Holzschnitzerei geben der Kapelle ein schreinartiges Aussehen.
Quellheiligtum, kein Wallfahrtsort im engeren Sinn
Leonhardsweg
St. Leonhard bei Tamsweg ist das Ziel des ausgeschilderten Pilgerweges.
Die Etappen des Leonhardsweges von Salzburg nach Tamsweg :
Etappe 1: Vom Dom in Salzburg nach Grödig (St. Leonhard)
Etappe 2: Von Grödig (St. Leonhard) nach Hallein
Etappe 3: Von Hallein nach Bad Vigaun
Etappe 4: Von Bad Vigaun nach Kuchl (Römerbrücke)
Etappe 5: Von Kuchl (Römerbrücke) nach St. Koloman
Etappe 6: Von St. Koloman nach Abtenau
Etappe 7: Von Abtenau nach Annaberg
Etappe 8: Von Annaberg nach Filzmoos
Etappe 9: Von Filzmoos nach Forstau
Etappe 10: Von Forstau zur Oberhütte
Etappe 11: Von der Oberhütte nach Weißpriach (Sonndörfl)
Etappe 12: Von Weißpriach (Sonndörfl) nach Mariapfarr
Etappe 13: Von Mariapfarr nach Tamsweg
St. Margarethen im Lungau (Erzbistum Salzburg)
Bezirk Tamsweg
Filialkirche St. Augustin
Die Ursprünge der Kirche reichen bis in das Jahr 1400 zurück. Lange Zeit war das Kirchlein Ziel von Wallfahrten zum hl. Augustinus und zur Gottesmutter. Die Ursprungskirche war eine kleine Kapelle, die in der heutigen Kirche baulich mit einbezogen ist.
Vor einigen Jahren wurde neben der Kirche ein Brunnen angelegt, dessen Wasser von einigen Einwohnern auch als heilkräftiges Wasser bezeichnet wird. Jugendliche des Ortes haben im Umkreis der Kirche Holztafeln mit Zitaten des hl. Augustinus aufgestellt. In unmittelbarer Nähe der Kirche befinden sich vier etwa100 Jahre alte Linden, die als Naturdenkmäler gelten.
St. Michael im Lungau (Erzbistum Salzburg)
Bezirk Tamsweg
Augustinbründl und Augustinkapelle im Ortsteil St. Martin
Auf der alten Römerstraße, die von Aquileja über Santicum (Villach) nach Teurnia (St Peter im Holz bei Spittal an der Drau) durch das Leisnitztal im Lungau ins heutige St Margarethen führte, zogen einst fromme Mönche, den Leichnam des hl. Maximilian von Lorch (Bischof und Märtyrer im 3. Jh.) mit sich führend, gen Norden. An der Stelle, an der später die heutige Augustinkapelle errichtet wurde, sollen sie einige Zeit gerastet und zum Dank für ihre Errettung durch die Bedrohung von wilden Tieren eine einfache hölzerne Kapelle, die sie dem hl. Augustin weihten, zurückgelassen haben. Auch heute noch entspringt die Quelle eben an dieser Stelle. Die Mönche setzten dann ihren Weg mit dem hl. Leichnam weiter nach Norden fort über Immurium (Moosham), Inalpe (Obertauern) in Richtung Iuvavum (Stadt Salzburg) nach Bischofshofen.
Über die Quelle, die bei der Augustinkapelle entspringt, wird erzählt, dass ihr Wasser besondere Heilkraft habe und vor allem bei Augenkrankheiten Wunder wirken könne.
Die Kapelle und die Quelle liegen am ausgeschilderten „Lungauer Kulturwanderweg“.
St. Nikolaus bei Torren (Erzbistum Salzburg) (Tennengau, Bezirk Hallein)
in der Gemeinde Golling an der Salzach
Tennengau, Bezirk Hallein
Wallfahrtskirche Hl. Nikolaus in Torren
Die Kirche seht auf einem Felsen, dem Nikolausberg, am Eingang zum Weißenbachtal. 1444 wurde zum ersten Mal eine kleine Andachtsstätte zum hl,. Nikolaus erwähnt. Die heutige gotische Kirche stammt aus dem Jahr 1515, der turm ist von 1723. Die marmorne Außenkanzel deutet auf einen großen Wallfahrtszuzug in früheren Jahrhunderten hin. Auch die zahlreichen Votivbilder im Kircheninnern zeigen die einstige Beliebtheit der Wallfahrt. Neben der Verehrung des hl. Nikolaus deuten auch viele alte Andachtsbilder auf eine Verehrung der hl. Kümmernis (auch hl. Wilgefortis o. ä. genannt) hin.
Die Kirche besitzt die älteste noch bespielbare Orgel im Bundesland Salzburg. Sie stammt vermutlich aus dem Jahre 1613 und dürfte von Leopold Rotenburger gebaut worden sein.
St. Nikolaus in der Weitau (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Kitzbühel
Filialkirche in der Marktgemeinde St. Johann in Tirol
Die „Spitalskirche zum heiligen Nikolaus in der Weitau" ist ein bedeutendes gotisches Bauwerk. Im Jahr 1262 haben hier die reichen Oberpinzgauer Ministerialen Ulrich und Gebhart von Velben, die auf einen nahen Hügel eine heute nur mehr in spärlichen Mauerresten erkennbare Burg besaßen, ein Hospital und eine Kirche erbauen lassen. Der Überliefrung nach geschah dies als Sühne für die Untaten ihrer Vorfahren. Zweck dieser Stiftung waren regelmäßiger Gottesdienst und die Beherbergung und Verpflegung der Pilger.
St. Ulrich am Pillersee (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Kitzbühel
Filial- und Wallfahrtskirche St. Adolari
an der nördlichen Seespitze des Pillersees gelegen
Um 1500 wurde die Kirche als Wallfahrtskirche ausgebaut und den Pilgern wurden besondere Ablässe gewährt. Von 1683 bis 1685 wurde die Kirche barockisiert. Im Zuge der josefinischen Reformen wurde die Wallfahrtskirche 1788 geschlossen, am 8. Mai 1832 aber dann wiedereröffnet.
Der Hochaltar stammt aus der Barockzeit, die gotische Pietà in der Mittelnische entstand um 1430. Die Statuen der hll. Florian, Sebastian und Adolar wurden um 1770 geschnitzt. An der Brüstung der hölzernen Westempore befinden sich Brustbilder von heiligen Klerikern, die um 1688 geschaffen wurden.
Im Ort befindet sich auch der Adolaribrunnen.
Scheffau am Tennengebirge (Erzbistum Salzburg)
Tennengau, Bezirk Hallein
Wallfahrt zum hl. Ulrich
Filialkirche Hl. Ulrich in Unterscheffau
In früheren Jahrhunderten lokal begrenzte Wallfahrt zum hl. Ulrich als Pferdeheiligen, da die Saumpferde für den Salztransport in der Gegend von hoher Bedeutung waren.
Im 17. Jh. zeigte man in der Kirche auch noch das Gab eines hl. Rudolf, eines nicht näher bekannten Lokalheiligen, dargestellt als Bauer mit Sense und Saumpferd.
Scheffau am Wilden Kaiser (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Kufstein
Wallfahrt zum hl. Leonhard in der sog. Bärnstattkapelle Zum Leidenden Heiland ("Unser Herr im Elend")
Die kleine Wallfahrtskirche hat das Patronat "Heiligstes Herz Jesu", Ziel der Wallfahrt ist jedoch der hl. Leonhard.
Die kleine Kapelle daneben ist die ursprüngliche Gnadenkapelle, die bereits im Jahr 1693 errichtet wurde. 1765 wurde das Gnadenbild in die neue größere Kapelle übertragen. Aus dem Jahr 1767 stammen die Kreuzwegbilder. Jahrhundertelang fanden die Menschen aus nah und fern in der Bärnstattkapelle Trost und Hilfe, zahlreiche Votivtafeln in der Kirche geben davon Zeugnis. 1954 wurde die Kapelle außen renoviert. 1994 erfolgte der Einbau der Empore und die Innenrenovierung. Alljährlich findet um den 6. November die Leonhardiwallfahrt statt.
Seeham (Erzbistum Salzburg)
Flachgau, Bezirk Salzburg-Umgebung
Der Legende nach erschien einer blinden Frau im Jahr 1690 die Muttergottes in einem Busch. Die Muttergottes sagte ihr, dass sie sich die Augen im nahe gelegenen Brunnen waschen solle. Die Frau wurde darauf hin sehend und der Ruf der Quelle als "Augenbründl" verbreitete sich schnell. Es entstand eine lokale Wallfahrt.
Seetal (Erzbistum Salzburg)
in der Marktgemeinde Tamsweg
Lungau, Bezirk Tamsweg
Schwarzenbichlkapelle
Die Schwarzenbichlkapelle (Kapelle Mariä Namen) befindet sich in 1245 Metern Höhe westlich des Dorfes Seetal in der Marktgemeinde Tamsweg.
Die Kapelle am Schwarzenbichl, einem Hügel wurde im Jahr 1761 unter Vikar Franz Xaver Radschin als Dank für die Rettung nach einem Überfall durch Räuber errichtet. Die Kapelle hat als lokales Wallfahrtsziel Bedeutung. Am Dreifaltigkeitssamstag ziehen Pilger aus dem benachbarten Krakautal in der Steiermark in einer Fußwallfahrt zur Kapelle. Zum Fest Mariä Namen (12. September) führt eine festliche Prozession von der Pfarrkirche Seetal zur Kapelle (der sog. Prangtag). Die nach Süden gerichtete Kapelle steht etwas erhöht neben der Straße. Die ursprüngliche Kapelle von 1761 war mit Fresken von Gregor Lederwasch ausgestattet. 1901 wurde die Kapelle im Stil der Neugotik erweitert. Im Inneren zeigt sich eine Darstellung des Gnadenbildes von Mariazell.
Söllheim (Erzbistum Salzburg)
Ortsteil der Gemeinde Hallwang
Bezirk Salzburg-Umgebung
Wallfahrt zum hl. Antonius von Padua
Wallfahrtskapelle Hl. Antonius von Padua
Um 1680 sollte schon längst ein Handelsschiff, das einigen Salzburger Kaufleuten gehörte, im Hafen von Venedig eingetroffen sein. Es war wahrscheinlich voll beladen mit Gewürzen, doch es traf nicht im Hafen ein. Schließlich beschloss Johann Anton Kaufmann, damals Handelsgehilfe in einem Kontor zu Salzburg, das Schiff zu kaufen. Er betete zum heiligen Antonius, seinem Namenspatron, und tatsächlich traf das Schiff bald im Hafen von Venedig ein. So war Johann Kaufmann nun ein reicher Handelsmann. Im Jahre 1684 kaufte er sich das Gut Söllheim. Als Dank an den heiligen Antonius ließ Kaufmann die Kapelle in Söllheim erbauen. Die Kapelle wurde am 11. Juli 1694 geweiht. Die Wallfahrtskirche erfreute sich stets großen Zulaufs. Am 12. April 1711 verstarb Johann Kaufmann, der Erbauer der Kapelle. Er wurde in der Gruft der Kapelle bestattet.
Stampfanger bei Söll (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Kufstein
Thierberg bei Kufstein (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Kufstein
nordwestlich von Kufstein in gebirgiger Waldlandschaft
Wallfahrt zum hl. Johannes dem Täufer und zur Muttergottes von Montserrat
Filialkirche Johannes der Täufer der Pfarre Zell bei Kufstein (Gutsbesitzer des Lehenhofes hat das Patronatsrecht)
Auf dem Gipfel des 721 Meter hohen Thierberges findet man eine Burgruine. Die Ruinen der Umfassungsmauer, des Bergfrieds und kleinere Mauerreste sind heute noch erhalten.
Um 1280 erbauten die Ritter von Freundsberg die Burg Thierberg als eine Eigenburg in ihrer östlichsten Besitzung im Unterinntal. Die Burg zerfiel dann im 15. Jh., wurde jedoch 1580 zum Teil wieder aufgebaut wegen der damals bekannten Wallfahrt zum hl. Johannes dem Täufer in der Burgkapelle. Heutzutage ist Thierberg ein Marienwallfahrtsort mit eine Kopie des berühmten Muttergottesbildes von Montserrat in Katalonien. Die Kopie stand ursprünglich im Kloster der Englischen Fräulein in München. Nach der Auflösung des Klosters am Ende des 18. Jh. kam das Madonnenbild zuerst in das Kloster Reisach, dann auf den Thierberg. Auf dem Rokokohochaltar der Wallfahrtskirche Thierberg ist die Enthauptung Johannes' des Täufers dargestellt. Den Tabernakel schmückt eine sog. "Johannesschüssel". Am Seitenaltar befindet sich die Gnadenstatue, eine gekrönte Madonna mit Jesuskind, Zepter und Granatapfel in den Händen. Die Geschichte zur Muttergottes von Montserrat erzählt, dass der Apostel Jakobus das Bild nach Hispanien gebracht habe. Am 22.02.717 versteckten der Bischof Petrus von Barcelona und sein Statthalter Erigonus das uralte Marienbild vor den Mauren in den "Monti Serrati". 880 fanden Hirten duch Lichterscheinungen die Stelle wieder. Die Gnadenstatue ließ sich nicht vom Fleck bewegen. So wurde eine Kapelle an dieser Stelle errichtet, zuerst von Eremiten betreut, ab 976 von Benediktinern. Heute ist Montserrat eine international bekannte Wallfahrt.
Die Wallfahrtskirche Thierberg mit ihrem Gnadenbild der Muttergottes von Montserrat wird heute noch von einem Einsiedler betreut, es handelt sich um die letzte bewohnte Einsiedelei Tirols.
Thomatal (Erzbistum Salzburg)
Lungau, Bezirk Tamsweg
Pfarrkirche Hl. Georg
Die Pfarrkirche St. Georg ist auch eine Wallfahrtskirche für Bauern und Viehzüchter in der Umgebung von Thomatal. Die Kirche wurde im Jahre 1470 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1845 vererbte der wohltätige Salzburger Bürger Mathias Bayrhammer einen Teil seines Vermögens der ärmsten Kirche Salzburgs. Das war zu seiner Zeit die Kirche Thomatal. In der Kirche kann man einen romanischen Teil im Westen und einen gotischen Teil im Osten erkennen, beide Bauteile sind durch einen Bogen verbunden. Der Georgiritt, der 1970 vom damaligen Pfarrer Valentin Pfeiffenberger ins Leben gerufen wurde, zieht alljährlich viele Gäste an.
Untereching bei St. Georgen (Erzbistum Salzburg)
Flachgau, Bezirk Salzburg-Umgebung
Filialkirche Hl. Emeran (= Emmeram)
Wegen der vorhandenen Votivbilder ist anzunehmen, dass die Kirche als Wallfahrtsziel diente. In der Kirche sollen einst Hühneropfer dargebracht worden sein. Hohe Drahtgitter hinter dem Altar dienten zur Aufnahme der lebenden Tiere. Bis 1962 wurde am Osterdienstag ein sog. Osterritt mit Waschung und Weihe der Pferde durchgeführt. Da aber Pferde als Arbeitstiere in den heutigen bäuerlichen Unternehmen außer Gebrauch gekommen sind, wurde dieser alte Brauch abgeschafft. 1977 wurde die Augenbründlkapelle am Fuße des westlichen Abhanges zur Kirche abgerissen. Das Wasser soll bei Augenleiden geholfen haben. Der Legende nach versiegte die Quelle, als ein Mesner versuchte, das Wasser für Geld zu verkaufen.
Uttendorf (Erzbistum Salzburg)
Pinzgau, Bezirk Zell am See
Filialikirche Hl. Margaretha im Ortsteil Schwarzenbach
Die Pfarrkirche von Uttendorf wurde 1470 errichtet, sie ist also spätgotischen Ursprungs und wurde dann im spätbarocken Baustil ausgestaltet. Einer der Seitenaltäre zeigt Maria Immaculata im Strahlenkranz. In der Lourdeskapelle befindet sich eine Nachbildung der Erscheinungsgrotte von Lourdes mit Madonnenbild.
Im 15. Jh. wurde vom Kloster Millstatt aus die heutige Filialkirche in Schwarzenbach gegründet. Votivtafeln belegen, dass diese Kirche in früherer Zeit Ziel von Wallfahrern war, die zur spätgotischen Statue der hl. Margaretha pilgerten.
Außerdem gibt es in Schwarzenbach eine Heilquelle, mit einem Bauernbad verbunden, einst besonders von kranken und unfruchtbaren Frauen aufgesucht.
Uttendorf liegt an der ausgeschilderten Pilgerroute "Pinzgauer Marienweg".
Wagrain (Erzbistum Salzburg)
Bezirk St. Johann im Pongau
Mariahilfkapelle
Die Mariahilfkapelle befindet sich außerhalb des Marktes in Richtung St. Johann im Pongau. Sie wurde 1877 anstelle der alten Holzkapelle erbaut. Es wird vermutet, dass diese erste Kapelle als Hilferuf zu Maria bei Hochwassergefahr errichtet wurde. Bis zum Ersten Weltkrieg war die Kapelle Ziel vieler Wallfahrer. Es war früher Brauch in Wagrain, am Ostersonntag schon vor drei Uhr früh zur Kapelle zu gehen und Maria die Auferstehung anzusagen. Die Kapelle besitzt auch mehr als ein Dutzend Votivbilder, das älteste aus dem Jahr 1838.
Wald im Pinzgau (Erzbistum Salzburg)
Bezirk Zell am See
Wallfahrt zum hl. Sixtus in der Sixtkapelle im Ortsteil Vorderwaldberg
Zwischen Kälberpoint und Kreidl war an einem Eschenbaum eine alte Statue, das Bild eines heiligen Bischofs, angebracht. Diese Figur brachte man dann an einen Baum oberhalb des Ronachweges hinauf, wo jetzt die Kapelle steht. Ein alter Moserbauer errichtete ein Hüttlein für das Bild. Diese Holzkapelle wurde 1579 von Hans Staiger aus Sulzau durch eine gemauerte Kapelle ersetzt. Die Statue hielt man allgemein für ein Sixtusbild. Die Verehrung des heiligen Sixt muss in Wald wohl noch weiter zurückgehen, da in der Kirche über der Sakristeitür ein gotisches Fresko, den hl. Kaiser Heinrich und den hl. Papst Sixtus darstellend, sich befindet. Die Wallfahrt zu diesem Heiligtum nahm rasch zu. Die PIlger krochen durch einen gespaltenen und durch eine Eisenstange verbundenen Stein oberhalb der Kapelle hinduch und erhofften sich Heilung besonders bei Hals- und Rückenschmerzen. In der Ära der Josephinischen Reformen sah man das als Aberglauben an und der eine der beiden Steine wurde 1792 weggesprengt, der zweite befindet sich noch dort. Außer der gotischen Figur des hl. Sixtus, dargestellt mit Buch und Bischofsstab, besitzt die Kirche auch noch eine gotische Marienfigur mit dem Jesuskind.
Die Sixtkapelle in Wald wurde in den Jahren 2010/2011 renoviert.
Nur etwa 200 Meter östlich der Sixtkapelle, ein wenig tiefer gelegen, heutzutage direkt an der Gerlos-Passstraße B 165, befindet sich eine Wasserkapelle, das "Augenbrünnl". Das Wasser dieser Quelle soll bei Augenleiden helfen.
Ein Pfad durch den Wald verbindet die Sixtkapelle mit dem Augenbrünnl.
Gemeinden um den Wallersee (Erzbistum Salzburg)
Flachgau
die sog. "Wallersee-Wallfahrt"
An eine alte lokale Tradition anknüpfend, veranstalten die Pfarrgemeinden der Flachgauer Gemeinden Neumarkt am Wallersee, Köstendorf, Henndorf am Wallersee und Seekirchen am Wallersee seit 2008 jedes Jahr Anfang September zum Fest Maria Geburt um den 8. September eine Wallfahrt rund um den Wallersee. Die Wegstrecke führt von Neumarkt aus zur Filialkirche St. Leonhard in Weng in der Gemeinde Köstendorf. Von dort führt die Wallfahrt durch das Wenger Moor zur Kirche Hl. Maria Magdalena in Zell am Wallersee (Seekirchen) und entlang des Wallersees nach Henndorf. Der Schlussgottesdienst findet in der Filialkirche Neufahrn in Neumarkt statt.
Die Pilgerfahne schuf 2008 der Neumarkter Maler und Bildhauer Johann Weyringer. Sie zeigt die Patronate der jeweiligen Pfarreien um den Wallersee auf blauem Hintergrund: Maria Geburt (Köstendorf), hl. Petrus (Seekirchen), hl. Nikolaus (Neumarkt); hl. Vitus (Henndorf).
Weißpriach (Erzbistum Salzburg)
Lungau, Bezirk Tamsweg
Filialkirche St. Rupert
Die Kirche St. Rupert ist eine der ältesten Kirchen im Land Salzburg. Das Kirchlein in Weißpriach besitzt herausragende romanische Fresken aus dem 11. / 12. Jh. mit byzantinischer Stilbeeinflussung. Eine geschnitzte St.-Leonhard-Statue hält eine Kette in der Hand, die aus einem einzigen Stück geschnitzt ist. Sie weist ihn als Schutzheiligen des Viehs und der Pferde aus.
1727 wurde die Kanzel errichtet. An der Rückseite der Kanzel von 1727 befindet sich ein Madonnenbild. Es ist eine Kopie der Gnadenmutter von Maria Pötsch aus dem Wiener Stephansdom und wurde 1790 gefertigt.
Votivbilder und Pilgerandenken aus früheren Jahrhunderten bezeugen, dass Weißpriach auch ein lokaler Wallfahrtsort war.
Nahe bei Weißpriach enspringt auch das "Kalte Bründl", mitunter auch als Quellheiligtum genannt.
Weng am Wallersee (Erzbistum Salzburg)
in der Gemeinde Köstendorf
Flachgau, Bezirk Salzburg-Umgebung
Filialkirche St. Leonhard
Noch im 18. Jh. bezeugen Pilgerandenken eine lokale Wallfahrt zum hl. Leonhard.
Werfenweng (Erzbistum Salzburg)
Bezirk St. Johann im Pongau
in einem Hochtal gelegen in knapp 1000 Metern Höhe
Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Geburt
Zu dem Gnadenbild "Maria von Werfenweng", das erstmalig 1450 genannt wurde, sind drei verschiedene Legenden überliefert. Eine Legende berichtet, dass Hirten ein Marienbild aufgestellt hatten und ihnen danach die Muttergottes erschien und den Auftrag gab, eine Kapelle zu errichten. Zu Beginn der Arbeiten verletzten sich die Zimmerleute. Die blutigen Holzspäne verschwanden über Nacht an eine andere Stelle. Daraufhin wurde dann dort die Kapelle gebaut. Einer anderen Legende zufolge befand sich etwa 100 Meter von der Kirche entfernt taleinwärts eine Quelle mit heilkräftigem Wasser, bei der Maria Windeln gewaschen haben soll. Die Quelle wurde viel besucht und man stellte einen Bildstock auf. Die Quelle wurde dann meist "Augenwasserl" genannt, wel sie häufig von Augenleidenden aufgesucht wurde. Eine weitere Legende berichtet, dass ein schwerkranker Mann, nachdem er Hilfe in seinem Leiden erbeten hatte, aufgefordert wurde, einen schweren Stein auf einen Wagen zu laden. Er fand Heilung. Wo der Stein herabgefallen war, wurde eine Kirche errichtet. Die heutige Kirche wurde 1509 geweiht. Auf dem Hauptaltar befindet sich das Gnadenbild, eine gekrönte spätgotische Madonna mit Kind (um 1510).
Westendorf (Erzbistum Salzburg)
Tirol, Bezirk Kitzbühel
Wallfahrt zu Unserer Lieben von Lourdes
Die Lourdesgrotte ist Ziel lokaler Pilger.
Weyer (Erzbistum Salzburg)
Pinzgau, Bezirk Zell am See
in der Gemeinde Bramberg am Wildkogel
Wallfahrt zum hl. Sebastian
Das Kirchlein in Weyer gleich neben der Straße ist ein gotisches Gebäude und dürfte nach den Pestjahren 1482 und 1495 entstanden sein. Der Innenraum und der Hochaltar sind in edlem Barock ausgestaltet. Die gotische Sebastiansfigur in dem Kirchlein stammt aus der Zeit um 1500. In früheren Jahrhunderten gab es hier eine lokal begrenzte Wallfahrt zum hl. Sebastian.
Zell am See (Erzbistum Salzburg)
Pinzgau, Bezirk Zell am See
Wallfahrt zum Gegeißelten Heiland
Im 18. Jh. gab es eine lokal besuchte Wallfahrt zum Gegeißelten Heiland in der Kalvarienbergkapelle nahe bei Zell am See. Das ehem. Gnadenbild steht heutzutage in der Stadtpfarrkirche von Zell am See. Neben den Wallfahrten zum Gegeißelten Heiland in Mittersill und in Saalfelden war hier die dritte Wallfahrt zu dem Gnadenbild eines Schmerzensmannes im Pinzgau.
Zell am See (Erzbistum Salzburg)
Pinzgau, Bezirk Zell am See
Stadtpfarrkirche St. Hippolyt
Auf dem Seitenaltar befindet sich das Gnadenbild der 1773 nach einem verheerenden Brand im Jahr 1770 abgebrochenen Wallfahrtskirche Maria Wald. Es ist eine Madonna mit stehendem Kind von 1540. Die Wallfahrt gilt als erloschen.
Zell am See liegt an der ausgeschilderten Pilgerroute "Pinzgauer Marienweg".
Zellhof bei Mattsee (Erzbistum Salzburg)
Flachgau, Bezirk Salzburg-Umgebung
Wallfahrt zu einer Kopie der Muttergottes von Altötting
Zellhof gehörte wie das Stift Mattsee einst zum Bistum Passau. Am Zellhof befindet sich neben der mächtigen alten Kirchenlinde eine 1458 erstmals erwähnte, zuerst dem hl. Georg und später der Gottesmutter geweihte Kapelle, die heute eine Filialkirche des Stiftes Mattsee ist. Am 25. April 1458 wurde der Georgskapelle im Zellhof ein Ablassrecht verliehen.
Im ausgehenden 17. Jh. erlebte der Zellhof mit seinem heilkräftigen Gnadenbründl (oder Gesundbründl) und einem geschnitzten Gnadenbild der Muttergottes, einer Kopie der Schwarzen Madonna von Altötting (der einzigen Kopie der Altöttinger Madonna, die im Salzburgischen ihrerseits kultische Verehrung erfuhr) erneut einen Aufschwung als Wallfahrtsort, wovon zahlreiche Votivbilder Zeugnis geben. So werden dort noch heute Krücken genesener Pilger und Holzkreuze von Prozessionen als Zeugnisse aus der großen Wallfahrtszeit aufbewahrt.