15.10. Fischaradweg


das wetter ist herrlich und ich muss wieder mal raus eine große runde drehen. 
letztes we hat es ja leider vom wetter her nicht gepasst.
sonntag ist der besser tag an diesem we, daher bin ich heute unterwegs, weil ein wenig sonniger und weniger wind.
ich möchte den fischaradweg vom ursprung bis nach enzersdorf abfahren. ab enzersdorf kenn ich ihn eh schon zur genüge bis zur donau.
da die tage schon kürzer werden heisst es aufstehen, sonst wird es mir abends zu spät und zu finster.
wie immer muss ich den vorderreifen aufpumpen. da muss ich mal den schlauch wechseln, der dürfte irgendwo einen haarriß haben. kurzes tshirt und windschild reichen; grenzwertig, aber in der sonne vollkommen ausreichend. gegen 10 uhr komm ich weg .... geht so :)

die route habe ich mir am nyon eingespeichert und auch am handy abgelegt. mit dieser variante ist es um viiieeeles einfacher. ich brauch keine karten mitschleppen und doppelt elektronisch abgesichert bin ich auch. hat bis jetzt immer gut geklappt.
zuerst heisst es gleich mal "meter-machen" und ich fahre nach wilfleinsdorf und dann die laaaange gerade neben der bahn bis götzendorf.
eine eher öde strecke, aber muss auch sein.
dann gehts über feldwege dahin und bald ist dann auch die doniatikapelle erreicht. die streckenführung kenn ich ja schon vom letzten jahr von der leithagebirgsumfahrung.

dort mach ich meine erste größere rast, schmier mich ein, denn die sonne brennt doch recht heftig. auch das kapperl kommt wieder zum einsatz.
es ist recht warm und ich kann ab hier das windschild weglassen.
nach einigen fotos und trinken gehts weiter und an hof und au vorbei. der licht-schatten-wechsel und die fallenenden blätter lassen mich einmal heftig aufschrecken, denn ein sehr großes blatt seh ich erst ganz kurz vor meinem kopf und da es im gegenlicht schwarz wirkt, habe ich im ersten moment den gedanken ein vogel fällt auf mich runter und verreiße das lenkrad. is eh nix passiert, aber ein schrecksekunde war es trotzdem :(

die streckenführung hab ich ein wenig verändert, da ich nicht ganz das gleiche fahren wollte, wie letztes jahr und habe mir vorgenommen wegkreuze und auch heurigen anzufahren, auch wenn ich nicht vor habe dort einzukehren.
so führt mich der weg dann auch vorbei an der edelmühle. wow, da ist was los. ist 30 jahre her, oder sogar länger, dass ich da mal was gefutter habe.
des weiteren komm ich am anna-kreuz und auch am roten kreuz vorbei.
leithaprodersdorf lass ich diesmals rechts liegen und fahr links vorbei. leider verpass ich einen abzweiger, bzw. ist da kein weg sichtbar und so fahre ich am "wanderweg" weiter. mit dem mtb ist das fahrbar, mit einem anderen ist dies nicht ratsam.
bald erreiche ich aber wieder den "normale" radweg B11 (leitharadweg) und am asphalt geht es hurtig dahin bis wimpassing und wampersdorf (liegen ja quasi nebeneinander). hier verlasse ich den radweg B11 und düse individuell weiter auf feldwegen.

hunger macht sich breit, aber ich will erst nach erreichen der fischa-quelle meine mittagspause einlegen.
so ist pottendorf auch bald erreicht und es ist nimma weit bis haschdorf. dort liegt der ursprung der fischa.
eigentlich wollte ich bei einem bankerl bei der kirche meine rast machen, aber die kirche ist ja nur ein "kapellchen" und auch ein bankerl ist weit und breit nicht zu sehen :( leider vergesse ich ein foto der quelle zu machen, warum auch immer.

somit programmiere ich mir mal den zweiten teil meiner strecke, den weg retour, in mein navi und mach mich auf den weg.
vorerst sind keine geeigneten platzerl zu finden, leider.
aber in siegersorf, die nächste ortschaft nach haschendorf, findet sich neben dem radweg ein großer kinderspielplatz mit vielen alten bäumen ... perfekt. hier schlage ich mein mittags-zelt auf :)

ein paar "junge" jungs spielen fußball, das stört aber nicht.
ich mache ausgiebig rast und futtere eine banane und ein halbes packerl schnitten. auch getrunken wird einiges (naja einteilen muss ich es mir schon also zuuu viel darf ich jetzt auch noch nicht trinken ggg).
nach ca. 20 minuten kommen leider 2 oder 3 junge familien mit kind und kegel und machen es sich am tisch ganz nah bei mir gemütlich. würde ja an und für sich nicht stören, aber sie rauchen recht viel und das ist mega-störend :(
somit bleibt mir nix über als wieder alles einzupacken und mich weiter auf den retourweg zu machen.

gemütlich aber eher öde geht es auf feldwegen dahin. angeschrieben ist der weg absolut nicht. kein schild weit und breit.
das erste in einzige, das ich finden kann, ist bei der autobahnunterführung der A3. bald ist dann auch weigelsdorf erreicht. kurz streif ich ebreichsdorf und dann bin ich auch schon in unterwaltersdorf. 
hier ist wieder ein schild zu finden. aber ohne navi würde ich den radweg nie finden. komisch auf der kompass-karte ist der radweg gut eingezeichnet, in real aber so gut wie gar nicht beschildert.
leider verläuft der radweg jetzt bis mitterndorf/fischa auf der strasse. hätte ich mir genauer ansehen sollen, ist nicht so schön zu fahren :(
nach mitterndorf kommt dann auch bald gramatneusiedl. ahh heimatliche gefühle machen sich bemerkbar :) eine nicht ganz unbekannte ortschaft.
ich versuche ein nettes platzterl für eine rast zu finden, aber nix da. somit setzt ich mich auf die begrenzungsmauer beim gemeindeamt und mach eine kleine rast um was zu trinken und meinen oberschenkaln ein wenig erholung zu gönnen :)
aber zeit wirds und ich muss weiter, denn die strecke ist noch laaang :(

ich wähle die "grüne" variante des radweges, also nicht direkt durch gramatneusiedl sondern außen rum nach ebergassing. das sollte sich leider als "fehler" heraus stellen. dieser radweg entpuppt sich leider als sackgasse. ich will es anfangs nicht glauben und fahre weiter bis es einfach nimma fahrbar ist, weil nicht mal mehr ein trampelpfad auszumachen ist :(
ok alles retour mag ich nicht, also retour bis zu einer kleinen schmalen brücke. dort dann das handy gezückt und eine alternativ-route gesucht. einige meter retour nach neu-reisenberg und dann gibts einen feldweg, der laut karte bis ebergassing gehen sollte ... glück gehabt :) ... funktioniert.
trotzdem hat mich das sicher eine halbe stunde gekostet mit hin und retour und umweg.
nach ebergassing geht's ein wenig rauf in die wein"berge". naja, noch fahre ich mit minimaler unterstützung. soll ja auch was bringen :)

dort "oben" seh ich dann ein bankerl am wegesrand ... das nehm ich. hier gibts wieder eine längere trink- und ess-pause (restschnitten). 
es ist mittlerweile 16:45 und man merkt dass es "herbstlt" und die sonne am späteren nachmittag nimma soo viel kraft hat. in der sonne gehts mit tshirt, im schatten wirds schon kühler. somit wird wieder das windshirt drüber gezogen. will mich ja nicht verkühlen :)
somit bleib ich auch nicht ganz soo lang sitzen und mach mich nach 10 minuten wieder auf den weg.

vorbei an der kellerschenke sowboda, die auch sehr gut besucht ist, gehts richtung wienerherberg und dann bin ich auch schon bald in schwadorf. hier war ich mit dem rad schon eeewig nimma. ich glaub damals hatte ich noch gar kein mtb und war mit dem citybike unterwegs, maaahhh ist das laang her.

nach schwadorf gehts entlang dem flughafengelände bis nach enzersdorf. dort mach ich am altbewährten bankerl in der nähe der heurigen meine letzte rast. nochmals nachrichten schreiben und was trinken und rasten.
aber auch hier ist nach ca. 10 minuten wieder schluss mit lustig, denn die zeit drängt und es wird später und später. jetzt schalt ich auf mehr unterstützung durch den motor ... mag mich nimma plagen :)

rauf gehts durch wald und feld und bald ist auch schon der reiterhof "ludwigshof" erreicht. jetzt ist es eher ein bergab und gerade am "römerland-carnuntum-radweg" quer über die felder und kleinen wäldchen bis zur autobahn A4. 
wow, hier hat vor einigen wochen der sturm ordentlich gewütet. viele geknickte bäume direkt neben der autobahn. schnell noch ein foto und unter der A4 durch und vorbei an arbesthal bis nach göttlesbrunn. hier auch noch schnell ein paar fotos von der rießigen hendlfarm. man sieht, dass die hühner schon schlafen gehen, denn vor den eingängen zu ihren wohnwagen gibts ein heftiges gedränge :)

weiter gehts entlang des göttlesbrunner bacherls bis nach hause.
110km ... ja das passt.
auch diesmal wieder ein dankeschön an uschi fürs leine lassen :) und stellung halten!
abends gibts dann leckere selbstgemachte pizza! mhhhhh!!!

Bilder des Tages.  Strecke/Statistik des Tages.
Tages-Statistik:
  • Start: 10:04
  • Ende: 18:22
  • 05:46 h netto 
  • 110,0 km
  • 19,1 km/h Ø
  • 383 Höhenmeter ↑
  • 383 Höhenmete
  • max. Höhe: 229 m

  • Muskelkraft: 76%
  • Motor: 24%
  • Restakku: 51%