20.05. Friedrichshofrunde


jetzt ist es schon wieder 3 wochen her, dass ich am rad gesessen bin. zeit wird's wieder dass ich mich auf den drahtesel schwinge.
gesagt getan und gegen viertel-halb 2 geht's los.
das wetter ist ganz ok. ein wenig warm zwar und windig (30 kmh), aber fahrbar.

zuerst gegen den wind und beim heimfahren dann halbwegs mit dem wind, so hab ich es zumindest geplant :)
am gewohnten wege geht es richtung pachfurth, dann rüber über die volle leitha und gegen den wind nach parndorf. dort weiter der windzugewandten seite bis neusiedl. alles altbekannte wege, daher eher fad, aber training muss sein.
auf der hauptstrasse fahre ich durch neusiedl durch bis in die mitte von weiden/see.
dort dann auf den radweg und weiter unter dem autobahnzubringer unten durch und rauf in die weinberge zum ersten rastplatzerl kurz vor gols.
ojeee, da stehen schon räder; egal, ich muss mich ein wenig ausrasten und was essen. ich setz mich einfach dazu.
ich komme auch rasch ins plaudern mit meinen "mitrastern". ein älteres (so um die 70) ehepaar aus norddeutschland, dass in breitenbrunn stationiert ist und von dort aus mit ihren e-bikes ausflüge in die umgebung macht. 
ich hoffe sehr, dass wir in 20 jahren dann auch so mobil sind und die gegend (wo auch immer) mit unseren (e-)bikes erkunden.
der männliche part des paares fragt mich wie ich mit meinem schmalen sattel so zurecht komme und ich erkläre ihm dass ich eine parallelogramm-gefederte sattelstütze besitze von der er dann sofort begeistert ist und mich um model und preis fragt. die beiden sind schon im aufbrechen und so verabschieden wir uns rasch und ich bleibe dann alleine am rastplatzerl zurück. genussvoll verspeise ich meine banane und versuche auch viel zu trinken, da ich von der sonne und dem gegenwindfahren recht ausgelaugt bin. auch schmiere ich mich nochmals mit sonnencreme ein, da ich weiss, dass ich leicht einen sonnenbrand kriege.
ein paar dehnungsübungen und weiter gehts  rein nach gols. ca in der mitte scharf links und rauf gehts wieder in die weinberge.
gut dass ich jetzt zumindest seitlichen rückenwind habe. aber das war ja alles ausgetüftelt und so geplant. *griiiins*

weiter geht es auf den eeendlosen geraden hin bis zum friedrichshof. an diesem vorbei und weitere eeeendlose geraden durch die "steppe" bis nach zurndorf. dort erkenne ich dann wieder den "selbstbedienungsladen" eines bauern (da haben wir schon voriges jahr eingekauft) und ich fülle meinen rucksack mit 2 riesigen kohlrabi und einem großen häuptl grünen salat um ganze € 2,20. 
na da werden sich die mädles abend aber freuen! (was ich jetzt noch nicht wusste, dass uschi eh schon einen salat gekauft hat UND der kohlrabi beim nachwuchs nicht so ankommen wird wie das letzte mal, naja).

durch zurndorf durch und entlang der leitha bis gattendorf. so ist zumindest mein plan, mal schauen was daraus wird.
die leitha ist übervoll und tritt an vielen stellen über die ufer. der weg ist aber frei und somit radel ich gemütlich am wasser entlang bis nach gattendorf. na super, 100 m fehlen mir noch, doch jetzt ist alles abgesperrt wegen überflutung. durch ein wenig wasser durchzuwaten damit hatte ich schon gerechnet, aber das wasser steht meterhoch, wenn nicht noch mehr :( nöö, das geht nicht, ich kann ja nicht mit dem rad da durchschwimmen, nein das geht gar nicht.
ok, da es absolut keinen anderen weg gibt, bleibt mir nichts anderes übrig, als alles wieder retour bis nach zurndorf zu fahren. so ein scha... hätte die nicht einfach in zurndorf am anfang des weges ein schild aufstellen können dass die durchfahrt bis nach gattendorf nicht möglich ist. 
ok nicht ärgern, bringt ja nix.

mein erster reserve-plan war entlang der hauptstrasse bis gattendorf zu fahren. aber ich entsinne mich, dass es da noch einen anderen weg geben muss. wo genau der aber geht weiss ich nicht und so entschliesse ich mich mir ein bankerl zu suchen um meine kartenapp am handy zu befragen. ahh, am hauptplatz gibt es ein bankerl, stimmt, da bin ich schon mal gesessen. also flott dahin, aber ojeee, da sitzt ein sandler, der schaut recht besoffen aus und stinken tut er sicher auch. nein, das tu ich mir nicht an. also weiter entlang der alten hauptstrasse, da wird sich sicherlich eine sitzgelegenheit finden lassen.

nur fest dran denken, dann klappt es auch mit dem bankerl :)
und so kommt es wie es kommen muss und ein freies, zwar privates, bankerl kreuzt meinen weg (naja, eher ich den seinen, denn bankerln sind eher recht faul und bewegen sich nur selten :-)).
ich lasse mich nieder und packe alles aus, inkl. einem packerl schnitten und befrage meine app. hee, ich bin auf der richtigen strasse. da ist zwar kein richtiger radweg, aber dieser weg mit einmal links und dann wieder rechts führt mich direkt nach neudorf.
jetzt kommt auch der besitzer des hauses und ich denk mir, ojjeee, der wird mich jetzt verscheuchen.
ich entschuldige mich ganz höflich und frage ob ich eh sitzen bleiben darf. er ganz freundlich darauf "ein bankerl ist zum sitzen da, also bleibens ruhig hocken" :) ich bedanke mich nochmals und zur sicherheit frag ich bei ihm nach, ob dieser weg eh richtung neudorf geht, da ja der weg über gattendorf überflutet ist. er bejaht und erklärt mir ganz genau wie ich zu fahren habe. eigentlich wusste ich es eh schon auf grund der app, aber ich wollte seine hilfsbereitschaft nicht unterbrechen ;)

der besitzer verabschiedet sich wieder, ich packe alles zam, mach meine dehnungsübungen und schwing mich wieder auf's rad.
wie schon erklärt, nach einer später folgenden links-rechts-kombination reite ich neudorf entgegen. aber will ich durch neudorf durch und dann die eeendlos langen geraden mit gegenwind nach parndorf fahren? NEIN.
also nochmals meine app befragt und ich fahre entlang der bahn richtung parndorf. naja, viel besser is hier auch nicht :( ebenfalls eine eeeendlos laaange gerade bis zur großen schottergrube und eine weitere bis zur b-10 in parndorf. aber immerhin neunland wurde befahren :) is ja auch was.

meine kräfte schwinden und schwinden, denn eigentlich wollte ich so um die 60 km fahren und jetzt sinds in parndorf schon über 67. die unnötige strecke bis gattendorf hat mir viel zeit und kraft gekostet. egal, ist ja eine trainingsfahrt und nur wenn's weh tut, dann bringst auch was (so wie ein mir seeehhhr gut bekannter das immer zum besten gibt :-)).

durch parndorf durch und auf sehr alt bekanntem wege (eigentlich müsste der weg schon furchen aufweisen) nach bruck zurück.
gegen halb 7 bin ich zu hause. völlig ausgelaugt, da zu wenig gegessen und vorallen zuuuu wenig getrunken quäle ich mich die stiegen hinan.
mein furunkel auf der innenseite hat die fahrt gut überstanden. hat zwar weh getan, eh klor, aber es war aushaltbar.
jetzt fragt man sich natürlich warum fährt er, wenn ein großes furunkel seinen innenschenkel ziert? 
na was glaubst, stimmt, die radtour in genau 2,5 wochen. ich muss trainieren!!!

spruch des tages:
im dunkln siachst kane furunkln (was mir aber nix nutzt denn weh tut's trotzdem :() 

Bilder des Tages.  Strecke/Statistik des Tages.
Tages-Statistik:
  • Start: 13:19
  • Ende: 18:32
  • 04:05 h netto 
  • 74,0 km
  • 18,1 km/h Ø
  • 266 Höhenmeter ↑
  • 266 Höhenmete
  • max. Höhe: 182 m