Gedicht
Ich habe nicht über die Menschen gespottet
und ich habe den Tag heute nicht verachtet.
Dennoch bin ich nicht glücklich gewesen.
Ich habe mich nicht gefreut,
weil ich traurig gewesen bin.
Ich bin früher voller Lust gewesen
und habe mich gänzlich ungestüm verhalten können.
Dabei bin ich gewesen, wie ich bin.
Das ist mir möglich gewesen
und ich habe das gerne erfahren.
Inzwischen bin ich jedoch um diesen Spaß gebracht worden.
Ein Leben lang währt mein Glück an,
so habe ich einmal gedacht.
Doch ein Leben lang traurig zu sein,
habe ich nicht gesucht.
Dabei ist es mir schon einmal schön vorgekommen, traurig zu sein.
Manches Gute ist vergangen.
Das hat nicht am Wetter gelegen,
noch hat es meine Gesundheit mit sich gebracht.
Einzig die Menschen haben es vollbracht.
Da bin ich verbittert gewesen in der Nacht,
habe dagelegen und nachgedacht.
Mein Glück ist mir entrissen worden.
Mir geht es dabei keineswegs gut.
Ich sehne mich nach meinem Frieden bei solcher Wut.
Sie tut mir selten gut. Nein, sie hat mir gar nicht gutgetan.
Dann stehe ich auf und mache es mir klar,
was ich für mich erhalten habe.
Die Wahrheit dabei ist wunderbar,
ich bin mir keineswegs für sie zu schade.
Korrigiert am 01.01.2022