Neulich fand ich in meiner Tasche
Geld, das ich verloren hatte.
Ich steckte es in eine Glasflasche,
um zu sparen klug und fein.
Da ich das Geld ja eigentlich nicht mehr hatte,
sollte es dafür geeignet sein sein.
Nun mehrte sich stets dieses Geld.
Ich verlor nun ziemlich viel.
Und fütterte die Flasche mit jedem Fund.
Sie schluckte gierig und vor allem viel.
Sie nahm mein Geld aus aller Welt,
und es füllte sich ihr Rund.
Ei der Daus, bald war sie voll.
Ich machte mir darauf keinen Reim.
Ich dachte nicht nach, nein.
Fand es wirklich toll, sie war so voll.
Ich ging zu einem Laden,
in dem sie noch weitere solcher Flaschen hatten.
Mein Reichtum mehrte sich.
Ich sparte ihn mir vom Munde ab.
Ich gab alles was ich hatte
und es war doch nicht genug.
Ich gierte geradezu nach Selbstbetrug.
Vor lauter „wollen“ ging bald nichts mehr gut.
Ich füllte, was zu füllen war.
Mir wurde dabei nicht sonderbar.
Es machte mir Spaß zuzuschauen,
welche Mengen Geld solche Flaschen können verdauen.
Ich steckte immer mehr hinein.
Es kam darum wie es sollte, wie es musste sein.
Als armer Mann kam ich irgendwann
nach Hause, hatte kaum etwas zum Essen.
Ich wusste mir nicht mehr zu helfen dann.
Meinen Reichtum im Glase hatte ich dabei nicht vergessen.
Ich ging nicht aus dem Haus,
ehe mir die wirkliche Erleuchtung kam.
Der Hunger im Bauch schaffte es.
Ich wurde auf mich selber böse.
Ich ging in die Kammer,
und holte einen Hammer.
Ich zerschlug eine Flasche,
das Geld kam zurück in meine Tasche.
So endete der ach so fromme Wille.
Das Leben hat ihn heim geführt.
Mit leerem Magen
habe ich mich im Recht gespürt.
Habe mein Schicksal erkannt,
und den Geiz aus meinem Leben verbannt.