Gedicht
Wo stehe ich mit meiner Sache?
Wohin gehe ich auf meinem Weg?
Um mich herum ist so viel Verwirrendes.
Ich suche da nach einer Festigung für mich,
meinen Gemütszustand möchte ich begreifen.
Darum habe ich die Dinge in Worte gefasst und sie hier hervorgebracht.
Um mich ist so lange Nacht gewesen.
Tief im Dunkeln habe ich dagesessen,
vergänglich ist mein Seelenheil gewesen.
Es ist mir die Lebendigkeit entronnen,
ein unheilvolles Chaos habe ich bewirkt.
Schwach bin ich dabei geworden,
vieles Gute habe ich so verwirkt.
Mein Herz hat mich allein nur mehr selten eingenommen,
zu sehr bin ich verwirrt gewesen.
Dann habe ich mittels einer eigentlichen Schreiberei
mein Gutes wieder in die eigene Hand genommen.
Daraufhin habe ich etwas vollbracht.
Da bin ich vorangegangen und habe meine Sachen einander zugeordnet.
Manches Wahre habe ich bei mir verortet,
habe es aus mir selbst hervorgebracht.
Darum ist es wiederum für mich wahrgeworden.
Dunkle Gedanken, finserer Lebenssinn,
Gefühle, welche einmal wie abgestorben gewirkt haben,
haben mir es schmerzlich klargemacht,
was da an mir auf so schreckliche Weise schafft.
Dann bin ich in mich gegangen.
Ich fasse mich auf, ergreife meines Lebens sinnigsten Gedanken.
Meine Muskulatur scheint noch immer taub zu sein.
Es ist so vieles bei mir zu Bruch gegangen.
Manche Sache hat mich aus dem selbstgewählten Moloch errettet,
ein Raub der Sinne hat unterdessen angewährt.
Vieles bei mir ist verkehrt oder einfach unrichtig erschienen.
Das hat mir sehr viel ausgemacht,
selten habe ich herzlich lachen können.
Allein nur wenig Gutes ist mir verblieben.
Korrektur am 01.01.2022