Mathematik macht mir alles klar.
Ich begreife, warum ich vorher dumm war.
Alles das ist eine Frage der Relation.
Die Formel dafür, die kenne ich schon.
Zum Glück kann ich studieren.
So kann ich viel kapieren.
Weiß, warum die Welt sich dreht:
weil es im Buche geschrieben steht.
Erkenne Maß und Zahl.
Meine Haut wird fahl.
Aber da ich innerlich reife,
weiß ich, dass ich Wichtigeres begreife.
Ich löse Logarithmen und übe Algebra.
Niemals gab es etwas das schöner, reiner war.
Fühle mich dabei gut aufgehoben.
Meine Sprache wird gehoben.
Kein schlimmes Wort mehr.
Denn dem Verstand
wird Schwächliches bald unbekannt.
Nur das Große lass ich zu.
So erkenne ich mein Genie,
mein Geschick in den Gedanken.
Die Sprüche, die einst große Geister erfanden,
ja, die hätte ich auch zu sagen gekonnt.
Moses und die Propheten,
die mochten lieber beten.
Was ich aber weiß:
nichts gibt sich der Mathe nicht preis.
Nein, vor der Mathe verneigt sich Gott.
Kürzt und erweitert er, berechnet er Algorithmen,
dann ist er nicht tot,
sondern kann sich selbst ermitteln.
Diese Welt!
In Wahrheit ist sie aus Zahlen geschaffen.
Nur die Dummen, die da gaffen.
Heilig, wem die Zahl gefällt.
Schon zu pythagoreischen Zeiten
wusste man um die Zahl zu streiten.
Heute bestimmt sie die Welt,
auch weil ohne Zahl kein Maß, kein Geld.
So bin ich der Mathematik verschworen,
Integrale in den Ohren,
Vektoren in der Einsamkeit.
Immer Spaß und Heiterkeit.
Der Mathematik hab ich es entnommen.
Sehen meine Augen dabei auch verschwommen,
mir wird endlich auch eines klar:
Dass die alte Wahrheit der Antike
mehr als nur eine einfache Nummer war.