Gedicht
Der Lebensweg ist angebrochen. Mein Heim habe ich verlassen.
Ich gehe durch dunkle Gassen. Habe ein gewöhnliches Schicksal:
Der Grat zwischen gut oder böse, der ist hier schmal.
Ich suche Arbeit und ich finde nichts, was ich brauchen kann.
Manchmal muss ich mich überwinden. Manchmal muss ich mich auch wehren.
Jeder möchte mich zu etwas anderem bekehren.
Der eine sagt mir, was ich machen soll. Der andere findet gewisse Ideen toll.
Jeder zeigt mir seinen Weg, auf dem es für mich gar nicht weitergeht.
Ich suche schon seit Anbeginn meiner Lebenszeit nach meinem Glück.
Nichts hat bisher dazu ausgereicht, dass ich es gefunden habe.
So ist meine Zeit ungenutzt verstrichen. Ziellos gehe ich meinen Weg weiter.
Am Ende ist der Weg nur mehr wie ein schmaler Steg und hat mich nicht getragen.
Man hat mich schon in die Irre geführt.
Man weiß mir Steine in den Weg zu legen.
Zur Begründung führt man an: So geht es jedem.
Ach wie gut es ist, dass ich nicht jedem alles geglaubt habe.
An mir zerren des Lebens unstetige Gestalten und wirken wie Gewalten.
Ich erlebe da ein Trauerspiel. Vieles geschieht, was ich nicht will.
Wenig wird mir gelassen, einsam bin ich schon mein ganzes Leben.
Was ist davon der Sinn?
Ich weiß nicht mehr, warum ich so geworden bin.
Mein Geist ist von einer Angst durchdrungen.
Ich werde beherrscht, vom Kopf her, ein großes Leid ist über mich gekommen.
Was sollte ich dafür tun? Was ist es, was ich will?
Wer hört mein Wimmern? Wer hört meine Klagen?
Welche Macht hat das Recht, mir so mächtig zu schaden?
Letztendlich gehe ich dabei baden.
Voll Ungemach ist mein Lebensweg.
Niemand hat mir geholfen, nichts ist bei mir noch gut.
Die Zuversicht ist schon verloren gegangen
Niemand ist da, der mir einen Weg aufzeigt.
Mein Leben habe ich vergeigt.
Da bin ich ruhig gewesen, trage aber an mir die Wut.
Ich habe so ein bitteres Verlangen.
Wolkenverhangen ist da der Himmel gewesen.
Kein Licht dringt von dort zu mir.