Gedicht
Vor dir verneige ich mich. Du bist ein großer Lehrer.
Du schweigst. Ich lerne, selbst zu denken.
Alle meine Fragen habe ich erkannt. Du gibst keine Antwort.
Ich lerne, Antworten zu finden. Das macht mich reicher.
Ich stelle Thesen auf. Du hast sie nicht verworfen.
Das lässt mich glauben. So gewinne ich Mut.
Ich finde zu mir bei dir. Du spiegelst mir die Wirklichkeit wieder.
Machst sie für mich sichtbar, so dass ich sie endlich begreife.
Ich finde durch dich alles Bedeutsame.
Du achtest darauf, was man dir entgegenbringt.
Das kümmert und sorgt Dich.
Du fragst mich, warum ich etwas geben möchte.
Du lässt mich kommen. Du lässt mich wieder gehen.
So kann ich meine ersten eigenen Schritte machen.
Immer wieder möchte ich zu mir kommen, will die Dinge so unvermittelt ansehen.
Ich brauche nicht alles zu verstehen, meine Augen genügen mir.
Dabei lerne ich die Augen zu verschließen.
Welches eigene Denken tut sich dabei auf.
Unmittelbar erspüre ich, was ich sehe und höre.
Unmittelbar bemerke ich, was ich erspüren kann.
Durch mich selbst habe ich jetzt zum ersten Mal etwas verstanden.
Das heißt, mit mir im Reinen zu sein.
Das ist kein leichtfertiges Gerede.
Ich glühe.
Lange, sehr lange ist diese gute Zeit nun schon vorbei.
Ich sehne mich noch immer nach dem Guten.
Ich kenne es noch gut, viel davon ist verloren gegangen.
Immer wieder aufs Neue habe ich das erkannt.
Wiederholungen davon haben nicht das Gleiche bedeutet.
Das Leben soll im Grunde ein Zyklus sein.
Dennoch: Alles ist auch wieder neu zu erfahren.
Die Sinne haben sich unaufhörlich getäuscht.
Der Geist strengt sich an. Langsam fühle ich mich aufgehoben.
Ich habe die Augen wieder geöffnet.
Versuche es, mich zu erklären, ohne dabei unverständlich zu sein.
Klar und deutlich soll das eigene Wort erklingen.
Mir schmerzt derweil mein Rücken, mein Nacken ist verspannt.
Trotzdem habe ich hierher gefunden und habe etwas erreicht.
Was ich so lange schon gesucht habe, ist nun vollzogen.
Ich harre aus. Der Moment ist vergangen.
Dreht sich die Welt auch weiter, die Sache besteht fort.
Die Musik, die hier zu hören ist, lässt mich etwas fühlen.
In meinen Ohren ist eine große Leere.
Meinen Gedanken halte ich unterdessen aufrecht.
Richte ich meinen Geist aus, dann erkenne ich das aufgestiegene Empfinden.
Das Gespürte tanzt mit mir einen Reigen.
Eine Regung taucht da bei mir auf, um sich mir kurz zu zeigen.
Während ich dasitze und verharre, erblickt mein Ich das Licht der Welt.
Endlich erfüllt mich das Erleben. So möchte ich erstarken.
Ich möchte Schutz erhalten gegen einen Schaden.
Jetzt wird mein Schreiben auch noch rhythmisch. Ich steigere mich fast bis zur Ekstase.
Was ist das, was ich in Händen halte, wozu ist es zu gebrauchen?
Das ist meine einfache Frage.
Meine Bewegung wird ekstatisch.
Ich greife mit der Hand passend zur Musik, bewege die Tasten.
Kann dabei in mir rasten.
Eine Melodie hat mich fortgetragen. Ich nicke dazu mit meinem Kopf.
Es wackelt dabei mein Zopf. Bin ich solch ein armer Tropf?
Es erschließt sich mir mein Leib. Ich erfahre einen Traum.
Meine Imagination führt mich auf Reisen.
Ich komme an einen Ort, an dem Glück niemals vergehen kann.
Ich komme zu einem Land, in dem ich fliegen kann.
Ein Land, wo die Menschen von selbst getragen werden.
Es enden dabei all meine Beschwerden.
Ich komme zu einem Land, in dem ich mich frei bewegen kann.
Ordentlich bemühe ich mich, ein Mensch zu sein, mich selbst dabei zu erfahren.
Ich bin wie ein glückseliger Mann. Es durchfährt jetzt ein Gedanke meinen Geist.
Langsam und anhaltend ist da die Wärme meines Feuers. Sie dringt in mich ein.
Ich bewahre mir, was ich habe. Es ist einfach so schön, da zu sein.
Da danke ich dir, mein Freund. Es hat sich für mich sehr gelohnt.
Niemals hätte ich so etwas erwartet.
Ich errichte Dir nun einen neuen Sitz.
Auch wenn ich das alles lediglich aufgeschrieben habe und es darum nichts gelten müsste,
denke ich doch daran, dass man so etwas glauben kann.
Es wird die Kraft mit Macht alles Leben erneuern.
Die Dinge würden nicht besser sein, wenn man sie bewahrt hat.
Es soll immer wieder eine gute Erfahrung bringen, etwas Wahres zu lesen.
Jedesmal wird es etwas mehr vergangen sein.
Genau diese Situation könnte nicht wiederkehren, welche jetzt gewesen ist.
Alles wirkt einfach. Diese Erfahrung habe ich gemacht.
Beim Lesen habe ich mich vom Blatt Papier gelöst.
Habe nicht länger vor mich hin gedöst.
Die Rutsche habe ich, energetisch gesehen, endlich akzeptiert.
Wer hat sich das angehört und wer hat es kapiert?
In Erinnerung an etwas Gutes gilt es zu leben.
Das hat uns zuweilen einen Ruck gegeben.
Es gilt aufzustehen und aufzupassen.
Niemand soll sich an der Nase fassen.
Den Hauch des Windes habe ich eingefangen.
Ich habe ihn zu mir genommen.
Da hat er mich erholt, er ist mir beigekommen.
Ich möchte mich darin üben, rechtzeitig aufzuwachen.
Es gilt mir etwas, mich zu erheben und zu bestehen.
Da gibt es dunkle Tage, die einfach so an uns vorüberziehen.
Da gibt es innere Welten, die vor uns erscheinen.
Möchten wir das nicht verneinen.
Da solltest Du Deine Dinge zu etwas Ganzem vereinen.
Es gilt einzutauchen in das Sein der eigenen Dinge.
Es gilt dort zur Gänze aufzugehen.
Habe den Willen zu erkennen, wer Du bist.
Halte Dich in Einklang mit Deinem Umfeld.
Es gilt, sich zurechtzufinden.
Jeder hat sich mal gequält und von seinen Gedanken gesprochen.
Da ist der Faden gerissen, eine Säule des Himmels ist zerbrochen.
Arbeite ohne Hast an deinem Werk. Vertraue Deinen Augen.
Fühlst Du es mit dem Herzen, will es Dir auch einmal schmerzen.
Es gibt einen Moment, an dem Du kaum noch Luft bekommen hast.
Da möchte man nicht mehr lachen. Das Leben ist so schwierig.
Es gibt eine Zeit, zu der man fast nichts mehr essen möchte.
Das Leben zeigt es Dir manchmal auf.
Was man alles dabei vergessen hat, ist erheblich gewesen.
Es gibt eine Zeit, zu der man gedacht hat, dass man nicht mehr existieren wird.
Nichts Gutes passiert da mit uns und man vegetiert nur noch.
Es hat aber auch eine Zeit gegeben, zu der alles Gute wieder möglich geworden ist.
Genau das sollte uns jetzt geschehen, ist das Erlebte auch noch so trist.
Es gibt einen Ort, an dem man zurecht ein Recht zugesprochen bekommt.
Das ist ein Ort, an dem man selbst dem Feind willkommen sein wird.
Ein neutraler Flecken.
Es gibt eine Vorstellung davon, wie es sein könnte.
Da entsteht eine Kraft durch die Imagination.
Es gibt einen innerlichen Weg. Dorthin möchte ich gelangen.
Bewahre Dir Deine Ausrichtung auf das Leben.
Lass Dich nicht hängen oder vertreiben. Greife nach dem festen Halt.
Gewinne bei Deinen Lebenskampf. Gewinne zurück, was von Dir geraubt worden ist.
Leiste Dir den Mut, Deiner Begabung gerecht zu werden.
Bleibe innerhalb des Wirkungskreises.
Sei wie eine Biene, emsig und rein, aber sei auch so klein.
Erlöse Dich von allem verdorbenen Sein.
Lebe mit Deinen Mitmenschen geeint. Erlerne es, tauglich zu sein.
Übe, stets Dich richtig und gut zu verhalten. Notfalls musst Du Dich halt schämen.
Gehe die weiten Wege durchs dunkle und tiefe Tal und erkunde das Land.
Sei dein Weg dabei auch noch so schmal, gehe auch hinauf zum hohen Berg.
Du selbst hast dort nicht mehr Wert als ein kleiner Zwerg.
Eine Größe sei Dir auch innerlich zu eigen. Wo sie ist, es wird sich Dir zeigen.
Erkenne Deine Gaben. Setze sie ein, ohne jemandem damit zu schaden.
Erkenne Dein Menschendasein und auch seinen wahren Wert.
So sitzt Du auf dem richtigen Pferd.
Ist ein gutes Leben erst einmal für Dich gewonnen, dann kommt das andere von selbst.
Was Du Dir bewahrt hast, hast Du im Nu erhalten.
Gehört es erst einmal zu Dir, dann ist es Dir auch sicher.
Lerne es, loszulassen. Übe Du Dich darin. Dich anlehnen sollst Du können.
Ja, lehne Dich zurück.
Hütest Du pfleglich, was Du schon für Dich hast, dann findest Du Dein Glück.
Das ist, was ich Dir sagen möchte. Bewahre es Dir gut.