Gedicht
Angefüllt mit mancher Menge hat mich gar nichts ausgefüllt.
Unzufrieden bin ich deshalb gewesen, verirrt bin ich mir derweil in meines Lebens Gefilden vorgekommen.
Benommen habe ich da meine Dinge verrichtet.
Ich bin nicht gefestigt erschienen, habe keine Stabilität zu eigen.
Das Leben ist entsetzlich, manch ein Scheitern von mir kommt da bisweilen vor.
Es verdecken meine Schwächen mein wahres Wesen.
Ich bin schon so lange Zeit nicht mehr obenauf gewesen.
Keine Überlegenheit kann ich an mir verspüren,
eine Kälte windet sich um mich.
Die Jugend ist so vorübergegangen.
Jung bin ich trotzdem noch immer,
klein habe ich mich da endlich gefühlt.
Unendlich klein ist meines Lebens Kraft erschienen,
sie reicht allein nur zu Wenigem aus.
Meinen Lebensdurst kann sie kaum stillen.
Da entwickle ich manche Sehnsucht nach einer Sicherheit.
Ich habe meinen Abstand zur Spontanität vergrößert,
aber dabei meine Gesundheit eingebüßt.
Die Struktur hat mich im Griff,
meine Natur ist vergangen.
Zu dieser Not ist noch manche weitere hinzugekommen.
Das frisst mich fast schon auf.
Ich bin schon lange nicht mehr hoffnungsfroh gewesen
oder anderen Leuten so erschienen.
Meinen großen Kampf habe ich vorerst verloren.
Korrigiert am 01.01.2022