Niemandsland
Zwischen irgendwo und irgendwann
Verlorene Zeit
Vergessene Welt
Alles bedingend, alles durchdringend
Irgendwo im Raum
Unerkannt
Ungewiss
Verlorene Welt
Weit abgedriftet
Hinweg geweht
Vergangene Zeiten vergangener Leben
Niemand wird sich mehr daran erinnern können.
Keiner weiß darum.
Jeder schwebt im eigenen Begreifen der Dinge,
den einen Fuß in jener,
den anderen in dieser Welt.
Für beide Beine ist in keiner der beiden Welten ein Platz.
Man behält für sich die eigene Ahnung.
Tief im Urgrund bleibt die Welt
wie sie ist und was sie ist.
Das andere Bein steht unsicher da.
Es bedarf da des Haltes des Einen.
Eine Trennung beider käme
einer Amputation
gleich.
So stehen wir da,
könnten uns nicht leicht orientieren.
Wir haben Bedürfnisse,
die wir so gar nicht
verstehen können.
Tief in uns erwächst ein Keim,
ein verloren geglaubtes Gut alter Tage.
Es reift aus zur Urgewalt,
droht uns zu zerbrechen.
Alles Harte macht uns nur scheinbar stark.
Zu brüchig werden wir, bleiben wir so hart.
Unbeständig sind wir jetzt schon gewesen.
Woher sollen wir denn auch ein wahres Wissen nehmen,
um ein abschließendes Urteil fällen zu können?