Gedicht
Da kommt er geritten.
Halb vom Pferd hängt er herab.
Das fettige Haar! Der ausgetrocknete Leib!
Man sieht den Schmerz, den die Welt ihm auferlegt hat.
Man sieht ihn ihm an.
Er reitet kaum. Das Pferd findet den Weg zu mir von allein.
Es trägt ihn.
Ein treuer Diener, der keinen Lohn verlangt hat.
Er erkennt mich nicht, so trüb ist sein Auge geworden.
Mir ist klar gewesen: Er ist verloren.
Sein Geist wird kaum zurückfinden können.
Wir pflegen ihn für lange Zeit.
Der Körper erstarkt langsam wieder,
aber die helle Leuchte ist stumpf geblieben.
Der Glanz alter Tage ist nicht wiedergekehrt.
Mein Herz füllt sich mit Tränen.
Ich weiß nicht, in welcher Schlacht, bei welchem Kampf
er diese Wunden erhalten hat.
Aber scheinbar reichen sie so tief.