Einen Sonnentag wie heute wird es lange nicht mehr geben.
Zu schön ist dieser Tag geworden.
Zu warm sind die Sonnenstrahlen heute.
Der wolkenlose Himmel verkündet eher kommende Kälte.
Der Winter ist vor Tagen schon herbei gekommen.
Noch ist nicht Weihnachten,
aber es ist schon kalt.
Dass heute die Sonne so wunderbar wärmt,
das ist wohl ein Abschiedsgruß für lange Zeit.
Sie wird nicht mehr oft die Kraft dazu finden dieses Jahr.
Die kommenden Wintertage werden bestimmt kalt werden, wie eh und je.
Ich schaue aus dem Fenster und bewundere der Sonne Mut,
dass sie immerzu alles zu erwärmen versucht.
Ja, mit ihrem schönen Glanz stiftet sie Leben.
Anderswo verbrennt sie aber die Natur.
Dort macht sie aus fruchtbarem Land Steppe und Wüste.
Aber was kann sie schon dafür.
Sie muss beständig leuchten und wärmen, das ist ihr Sinn.
Sie ist eine echte Obrigkeit, sogar eine Dienerin des Lebens.
Sie kann nichts dafür,
wie diese Welt beschaffen ist.
Sie spendet jeden Tag all das Gute, das sie hat.
Sie verbraucht sich selbst dabei ohne sich zu beklagen
gerade so, als ob es ihr Wunsch wäre, die ganze Welt zu erleuchten.
Sie schenkt uns alles Gute, was wir haben.
Warum sollten wir ihr nicht dankbar für diese Gaben sein?
Wenn diese Welt auch irgendwann vor lauter Ordnung ausgebrannt sein wird,
so hat es doch in ihr einmal, nämlich mindestens heute, ein echtes Glück gegeben.