Ich bin mir wichtig.
Das braucht keinen zu wundern.
Das geht keinen etwas an,
egal was der meint.
Auch wenn ich nur das Beste will,
wenn ich nicht mit Halbem zufrieden bin,
selbst dann wenn ich alles will,
ist das nicht zuviel verlangt.
Wer weiß schon was mir zusteht?
Wer kann dies besser wissen als ich?
Wer ahnt mehr als nur seines?
Wer spricht schon mit Hass von sich?
Auch wenn ich alles will,
das ist nicht zuviel.
Bescheidenheit ist nicht das ganze Leben.
Was ich verprasse, das muss ich selbst bezahlen.
Wer neidisch auf meinen Lohn ist,
der ist noch lange nicht neidisch auf meine Arbeit.
Mein Einsatz, die Entbehrung, will er nicht.
Er will auch nicht den Schmerz.
Wie viel Herzblut ich gebe,
wie sehr es mich quält,
all das lehrt mich nicht bescheiden zu sein.
Ich will den vollen Krug, den ganzen Laib!
Des Bauern Glück ist nicht vom Geiste.
Er strebt nicht nach Vollkommenheit.
Ich teile nicht was ich mir leiste.
Ich arbeite dafür seit langer Zeit.
Unentgeltlich gebe ich mit viel Mühe dabei.
Es schmeckt mir oft selbst das trockene Brot.
Der Jugend Liebe beschwert eine Kühle des Herzens.
Die Angst um einen frühen Tod hat mich gejagt.
Warum soll ich jetzt noch verzichten?
Nein, ich will das ganze Mahl einnehmen.
Nicht nur die Hälfte,
auch wenn man über mich deshalb richtet.