Was ist schön an dieser Welt?
Etwa dass die Menschen fressen, saufen,
sich danach die Haare raufen,
gegenseitig sich ihre Übel schaffen,
sich erheben über die Affen,
indem sie diese Welt zerstören,
sich dabei noch über Unrecht empören,
Rechtes selbst erschaffen müssen,
und die Frau des Nachbarn küssen,
morden, weil der Sinn verworren ist,
und die eigenen Seelenkräfte dorren,
weil Unheil stets von den Anderen kommt,
man selbst sich selbst dabei so unschuldig vorkommt,
und Sorge unbekannt ist hier?
Man sorgt sich nur auf dem Papier.
Man frisst und schlemmt und raubt,
nimmt es dem, der kein Recht darauf hat.
Es passt aber nicht alles auf dieses Blatt.
Nun was ist schön an dieser Welt?
Die Müllberge, das liebe Geld?
Etwa der Autowahn, die Autobahn,
das Internet, die Kinder (fett),
die Rikschafahrer, der evangelische Pfarrer?
Das Krokodil, der gestaute Nil,
das verhungerte Reh, dass ich hier kein Licht mehr sehe?
Was ist schön an dieser Welt?
Etwa dass der Mensch allein nichts mehr zählt?
Oder dass niemand weiß, was er sich erwählt?
Auch dass all unsere Freiheit zu nichts mehr taugt, nicht mehr nützt allhier?
Was ist Schönes an der Welt?
Ich weiß nichts, auch wenn sie mir noch immer so gut gefällt.
Ob es morgen anders wird, nun ja,
nicht ewig irren sich die Propheten.
Aber eines weiß ich:
Irgendwann hilft nicht einmal mehr das Beten.
Selbst wenn wir es könnten, würde es dann nichts mehr helfen.
Mit jedem tatenlosen Blick ein Grausen im Genick,
mit jedem Handgriff Ungeschick.
Erklären wir auch friedlich unseren Willen,
bald ist es zerstört, es wird Armut geben.
Nicht aufhören werden wir da zu leben.
Wird diese finstre Zeit denn nicht bald beendet sein?
Wird der Mensch wieder zum Affen oder doch endlich zum Schwein?