Wenn heute einer mit dem Auto fährt,
wenn sich sein Lachen stets bewährt,
wenn alles Gold wird, was er greift,
wenn alter Essig zu Wein noch reift,
dann frage ich: Was macht’s?
Wenn die ganze Welt schwitzt und schafft,
wenn ein jeder mit geballter Kraft,
wenn wir alle gleich und gleich,
ein jeder in seinem eignen Reich,
dann frage ich: Was macht’s?
Wenn jeder seinen Bruder kennt,
wenn keiner wegen Unheil flennt,
wenn alle sicher sind,
auch das Nachbarskind,
dann frage ich: Was macht’s?
Wenn die Frau den Mann gerne mag,
der Mann ihr das große Päckchen tragt,
wenn neben all der Plackerei
ein jeder schätzt die Liebelei,
dann frage ich: Was macht’s?
Wenn Ohnmacht stets die Menschen eint,
wenn böses Blut entgiftet wird,
wenn jeder etwas Eigenes meint,
wenn die Sache dann verstanden wird,
dann Frage ich: Was macht’s?
Wenn jeder krumm nimmt, was ihn schmerzt,
wenn jeder schützt und stärkt beherzt,
wenn alle gut zusammenhalten,
müssen sie auch nur noch ihr Gut verwalten,
dann frage ich: Was macht’s?
Wenn keiner um des Reichtums willen
zerstört was Gutes ist gesät,
wenn keiner aufgibt wegen bittrer Pillen,
wenn jeder kämpft fürs Recht bis spät,
dann frage ich: Was macht’s?
Ein jeder sollte sich zusammenreißen,
ein jeder mit seinem Bruder speisen.
Alles Elend kommt von einem falschem Willen.
Alles Gute wird so zerrinnen.
Wenn nicht doch endlich eine Umkehr geschieht,
dann fällt aus der Reihe stetig noch ein weiteres Glied.
Und wer weiß jetzt schon, was uns dann noch blüht.
Die Reihen sind schon dezimiert.
Die Lügen haben die Glut geschürt.
Das Herz haben sie schon angezündet.
Man fühlt nicht mehr.
Es kühlt nicht mehr.
Und das, wo das Leben doch auf dem Herzen gründet.
Es ist zulange schon nichts geschehen.
Wer will kann das Unglück kommen sehen.
Die Augen sind mit dem Herz verwand.
Spürt das Herz nicht mehr,
fühlt das Herz nicht mehr,
dann fehlt dem Auge die Verbindung zum Verstand.