Unsere Exkursion am 19.06.2026 bei 30 Grad Hitze führte uns in die Anfangszeit des Elektromobiles - heute „E-Auto“ genannt.
Tief in den kühlen Kellergewölben der Veste Coburg ist etwas ganz Besonderes zu bewundern – ein naturgetreuer Nachbau des vermutlich ersten Elektro Wagens der Welt. Andreas Flocken, ein Coburger Fabrikant, hatte im Jahr 1888 einen Batteriebetriebenen 4-rädrigen Wagen mit einer Reichweite von etwa 12 Km konstruiert und gebaut. Bei dieser Gelegenheit erfand er auch die Spurstange, die das Lenken mit 2 Rädern ermöglichte. Bisherige Fahrzeuge hatten nur 3 Räder. Aber genug der Vorworte, ich empfehle jedem, der sich dafür interessiert, im Netz unter „Andreas Flocken“ oder „Flocken Elektrowagen“ zu stöbern. Auch bei Wikipedia gibt es viele Fotos und Videofilme zu diesem Thema.
10 CDO´ler nahmen an der Führung teil. Die Herrn Sander, Kampe und Langendorf vom Team „futureum Coburg“ führten uns durch die Entstehungsgeschichte des Flocken Wagens, sowie die Entstehung des Nachbaues von der Idee bis zu fertigen Wagen. Es war nicht leicht, da nur 2 Fotos, aber keine Baupläne vorhanden waren. So mussten erst einmal die Dimensionen der Teile wie z. Bsp. der Durchmesser der Räder errechnet werden. Die Übersetzung des Motors auf die Antriebswelle war ja auch nicht bekannt. Spannend war die Beschaffung der historischen Teile. In diversen Museen und im Internet gelang es jedoch
z. Bsp. die originalen Kohlefadenlampen mit 38 V aus den USA zu bekommen. Der Gleichstrom-Motor stammt aus einem Technikmuseum in Erfurt. Die historischen Stromkabel hatte man sogar aufgetrieben. Von Wachs und Schmutz befreit, eine zeitraubende Angelegenheit, sahen sie aus wie neu. Es sollte eben soweit wie möglich alles dem Original entsprechen. Lediglich der Akku war eine moderne Version, verbaut unter den Attrappen von Blei-Akkus. Ohne großzügige Unterstützung mehrerer namhafter Coburger Unternehmen sowie Privatpersonen wäre so ein Nachbau unmöglich gewesen. Rolf hat spontan eine Geldspende des CDO überreicht. Bemerkenswert war die Nachbildung vom Büro des Herrn Flocken. Mit einer Rufmaschine zum telefonischen Anruf im Büro werden auf einem Bildschirm Herr Flocken, seine Frau und der Werkmeister im historischen Aussehen angezeigt und berichteten über das Fahrzeug usw. - sehr eindrucksvoll dargestellt.
Ich könnte hier noch viel mehr berichten, empfehle daher jedem sich die Ausstellung einmal selbst anzusehen. Leider ist die Führung mit den drei Herren nur für Gruppen möglich.
Info für Gruppenführungen: https://veste.kunstsammlungen-coburg.de/flocken-2026/
Die Ausstellung auf der Veste wurde bis zum Frühjahr 2027 verlängert.
Zwei besondere Termine stehen im November an: „Kultur zum Frühstück“.
Näheres auf der WebSite der Kunstsammlungen:
https://veste.kunstsammlungen-coburg.de/flocken-2026/
Anschließend war dann unsere Hauptversammlung mit 16 CDO-lern in der Fliegerklause. Auf Grund der hohen Außentemperaturen von 33 Grad habe wir die Versammlung kurzerhand in den Biergarten verlegt. Rolf verlas den von Paul geprüften Kassenbericht. Nach einer Gedenkminute für unseren verstorbenen Präsidenten Horst Seufert, wurde über die weitere Zukunft des CDO beraten. Wir haben beschlossen, keinen Präsidenten mehr zu wählen und Vorschläge der Mitglieder, soweit als möglich, umzusetzen. Lydia und Heinz halten den Bürodienst als Ansprechpartner weiterhin aufrecht. Die Verköstigung in der Fliegerklause war hervorragend, wenn auch die Wirtin mit ihrer etwas ruppigen Art gewöhnungsbedürftig ist. Rolf hat wie üblich, bei Hauptversammlungen, die Zeche bezahlt. So waren alle sehr zufrieden. Das war ein toller Nachmittag. Gegen 19 Uhr hat sich die Versammlung aufgelöst. Die Mittwochsstammtische um 12:00 Uhr im Mediterrane sind für alle da,