Jürgen hatte sich für die heutige Exkursion am 28.07.2015 etwas Besonderes einfallen lassen: eine kombinierte Bus-Schiffsreise nach Mainfranken. 23 CDO`ler incl. Gäste starteten um 12:15 in Niederfüllbach mit dem bewährten Hügle Bus. Das Wetter war durchwachsen. Heftige Windböen und gefühlte 12 Grad waren nicht gerade sehr einladend. Über die B303, an Scheinfurt und dem stillgelegten AKW Grafenrheinfeld vorbei, fuhren wir nach Volkach. Jürgen begrüßte die Teilnehmer und gab eine kurze Einführung über den Ablauf der Veranstaltung. Als kleine Stärkung hatte Renate unterwegs Laugenbrezen mit Butter angeboten. In Volkach wartete bereits der „Passagierdampfer“ „Undine“. Im gemütlichen Unterdeck hatten alle genügend Platz. Vorbei an bekannten Weinorten wie z.B. Obereisenheim sind wir nach etwa 1 Stunde gemächlicher Flussfahrt in Stammheim von einer kräftigen Brise empfangen worden. Ein Teil der CDO`ler wurde vom Bus abgeholt, der Rest wanderte durch den Ort. Stammheim selbst, mit seine sauberen Höfen und Häusern, bietet keine Besonderheiten. Nach etwa 2 Km sind wir am Ortsende beim Museum für Militär- und Zeitgeschichte eingetroffen. Es waren wenige andere Besucher anwesend, so konnten wir uns alles in aller Ruhe ansehen. Unser Museumsführer führte uns durch die verschiedenen Hallen. Seine Erläuterungen bezogen sich hauptsächlich auf die menschlichen Probleme und Schicksale in den schrecklichen Kriegsjahren. Auch zu den jeweiligen Exponaten selbst gab es immer eine interessante Geschichte zu erzählen. Für ein intensives Betrachten braucht man sicherlich mehr Zeit, aber das kann man ja bei einem weiteren Besuch nachholen. Die gewaltige Waffentechnik des 2.Weltkrieges ließ doch den einen oder anderen erschaudern, waren doch etliche unter uns, die sich noch gut an die letzten Kriegsjahre erinnern konnten. Selbst ich, der den Krieg nicht mehr bewusst erlebt hat, frage mich, wie bescheuert ist doch die Menschheit, solche furchtbaren Waffen zu ersinnen, herzustellen und einzusetzen – letztendlich alles nur für den Schrottplatz – oder fürs Museum. Aber wie dem auch sei, es ist eine absolut interessante und informative Ausstellung mit guten und ausführlichen Beschreibungen der gezeigten Ausstellungsstücke. Man fragt sich, wo haben die das nur alles herbekommen? Beindruckend war der naturgetreu nachgebaute Schützengraben mit Kanonen- und MG-Feuer, das wirklichkeitsnah aus Lautsprechern übertragen wurde. Da lief es einem doch kalt dem Rücken runter. Im Außenbereich waren diverse Panzerfahrzeuge und ein einmotoriger Doppeldecker von Antonow zu bestaunen. Nach so viel Technik gingen wir nun zum gemütlicheren Teil über. Im Gasthaus“ Zur Schmiede“, gleich nebenan, hatten wir uns im überdachten Bier- (Wein) Garten niedergelassen. Das Essen hatte zwar eine Weile gedauert, aber verhungert ist, meines Wissens niemand. Die Schnitzel mit leckeren Bratkartoffeln sahen jedenfalls gut aus und die Teller wurden alle ratziputz geleert. Der Wein war gut eingeschenkt, preiswert und gut. Gegen 19 Uhr sind wir zurück gefahren. Das sicherlich nicht alltägliche Museum ist unbedingt sehenswert. Vielen Dank an Jürgen und Renate für die Ausarbeitung der Fahrt.
Mit dem Mauszeiger in das Foto klicken, dann gelangt man zu weiteren Fotos.