Der Wannenkopf erhebt sich in den Allgäuer Voralpen beim Riedbergpass.
Der Wannenkopf gehört zu den sogenannten Flyschbergen. Er befindet sich nördlich des Riedbergpasses, der das Illertal mit dem Tal der Bolgenach und Balderschwang verbindet. Das Flyschgestein ist ein wasserstauendes Gestein. Das führt dazu, dass es im Bereich der Flyschberge und somit auch des Wannenkopfs ausgedehnte vermoorte Bereiche gibt. Ein Besuch des Gebiets im Sommer, wenn das Wollgras auf diesen Mooren blüht, ist ein besonderes Erlebnis. Beliebt sind die Flyschberge jedoch auch im Herbst, wenn das Gebiet in den Herbstfarben leuchtet und eine klare Sicht besteht.
Tourensteckbrief
Gebirgsgruppe: Allgäuer Alpen
Staat: Deutschland, Bundesland Bayern
Ausgangspunkt: Parkplatz auf dem Riedbergpass, 1.406 m ü NN, oder bei der Grasgehren-Alpe, 1.447 m ü NN
Endpunkt: Wannenkopf, 1.712 m ü NN
Höhenunterschied: ca. 340 Meter (einfache Wegstrecke)
Charakter: Bergwanderung
An der Riedbergpasshöhe befinden sich bei der Abzweigung der Stichstraße zur Grasgehren-Alpe Parkplätze. Alternativ kann man auch bis zur Grasgehren-Alpe fahren und hat damit einen etwas höhergelegenen Ausgangspunkt.
Vom Parkplatz an der Riedbergpasshöhe geht man auf der asphaltierten Stichstraße hoch zur Grasgehren-Alpe. Die Grasgehren-Alpe ist vor allem in Bezug auf den Wintersport bekannt. Denn von dort starten drei Skilifte auf die umliegenden Höhen. Bei der Bergwanderung zum Wannenkopf wird man mit diesen Liften kaum in Berührung kommen.
Grasgehren-Alpe oberhalb des Riedbergpasses mit Großparkplatz und Liften
Von der Grasgehrenalpe folgt man dem beschilderten Weg in Richtung Osten, der bald als Pfad durch vermoorte Gebiete in Richtung Bolgen ansteigt. Der Bolgen ist der westliche Nachbarberg des Wannenkopfs.
Beim Anstieg von der Grasgehren-Alpe zum Wannenkopf kommt man an zahlreichen Mooren vorbei.
Die Moore und die Bergfichten am Wannenkopf machen einen skandinavischen Eindruck.
Blick vom Anstieg zum Wannenkopf in Richtung Süden auf den Beslerkopf: Dieser Bergrücken besteht aus Kalksteinen der Kreidezeit (Helvetische Kreide).
Blick vom Anstieg zum Wannenkopf in Richtung Westnordwesten zum Riedberger Horn, dem höchsten Flyschberg in der Umgebung
Schließlich erreicht man den Grat beim Bolgen. Dieser Berg bildet keinen markanten Gipfel aus.
Blick vom Grat beim Bolgen in Richtung Osten zum Wannenkopf
Blick vom Grat beim Bolgen in Richtung Norden über das Tal der Bolgenach hinweg auf den Großen Ochsenkopf (links) und den Weiherkopf (rechts): Im Hintergrund erstreckt sich die Nagelfluhkette.
Blick vom Grat beim Bolgen in Richtung Nordwesten: Rechts im Mittelgrund erhebt sich das Gipfelpaar von Grauenstein und Dreifahnenkopf, im Hintergrund erstreckt sich die Nagelfluhkette mit dem Rindalphorn (links).
Man folgt dem Grat nun in Richtung Osten bzw. Ostnordosten und erreicht schließlich den Gipfel des Wannenkopfs.
Moorseelein am Grat vom Bolgen zum Wannenkopf
Unterhalb des Gipfels des Wannenkopfs befindet sich ein Seelein.
Vom Gipfel des Wannenkopfs ist ein Abstieg in Richtung Norden ins Tal der Bolgenach (nicht zu verwechseln mit der Bolgenach bei Balderschwang) nicht möglich. Es gibt einen Abstiegsweg in Richtung Osten nach Obermaiselstein. Ansonsten muss man auf dem Herweg zum Bolgen zurückgehen. Dort hat man die Wahl, wieder zur Grasgehren-Alpe abzusteigen, oder man kann auf dem Grat oder in der Nähe des Grats in Richtung Riedberger Horn gehen. Oder man kann nördlich unterhalb des Grats in das oberste Tal der Bolgenach absteigen.
Diese Seite wurde zuletzt geändert am 30.08.2013.