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Kategorie: Hauptspeise, Hackfleisch, Fleisch
Zeitaufwand: 30min + Ruhezeit
Schwierigkeitsgrad: leicht, aber mit etwas Arbeit und mehreren Schritten verbunden
Tags: extrem lecker, saftig, ungewöhnlich
Zunächst eine Anmerkung: Im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit von YouTube-Hobbyköchen, wo jeden Monat ein neues Länder-Motto gewählt wird, hatte ich mich für Chapli Kabab beim Thema "Pakistan" entschieden. Die ganzen Gewürze hatte ich soweit im Haus, außer dem Königskümmel. Es war mir nicht möglich, den im Laden zu besorgen. Also mußte ich das über das Internet bestellen. Natürlich kann man das weglassen. Es ist aber wohl offensichtlich so, daß diese Kümmel-Art in der pakistanisch-afghanischen Küche weit verbreitet ist, deshalb wollte ich das unbedingt mit drin haben. Der Geschmack geht tatsächlich in Richtung Thymian.
Vorgehensweise: Zwiebel, Koriander frisch, Ingwer, Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Pepperoni "brunoise" schneiden oder hacken, das kommt alles in die Hackfleischmasse und sollte möglichst klein geschnitten sein. Bei der Tomate unbedingt die Kerne und das wässrige Innere entfernen. Das Tomatenfleisch dann auch in sehr kleine Stücke schneiden, siehe Video. Die Tomatenstücke bringen Saftigkeit in das Hackfleisch, das darf nicht fehlen. Alles in eine Schüssel geben.
In einer Pfanne das Mehl kurz anrösten, keinesfalls verbrennen. Anschließend die Samen anrösten, auch hier darauf achten, daß nichts verbrennt. Mehl in die Schüssel, die Samen dann in einem Mörser zerkleinern und zur Schüssel hinzugeben.
Jetzt das Ei verquirlen und dazu geben, das Hackfleisch dazu, nach Geschmack salzen und pfeffern und je nach Schärfewunsch Chiliflocken hinzugeben (ich habe mich zurückgehalten).
Jetzt gilt es die ganze Masse unheimlich gut zu verkneten, wirklich 2-3 Minuten ordentlich durchkneten, man sollte dann merken, daß die Zutaten sich gewissermaßen miteinander verbinden. Dann abdecken, und für 2-3 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Das kann man zwar weglassen und die Masse sofort verarbeiten, aber die Ruhezeit tut der Hackfleischmasse gut.
Das Hackfleisch kann gerne gegrillt werden, allerdings müsste es dann eine Platte oder Plancha sein, denn das Hackfleisch sollte dünn gepresst werden "smash", das geht natürlich nicht auf einem Rost. Ich habe es in einer Pfanne gemacht. Hitze im oberen Bereich, und dann eher Butterschmalz nehmen oder Pflanzenöl, Olivenöl hier eher nicht. Das Hackfleisch in gleichgroße Bällchen formen und dann nacheinander und ggf. in mehreren "Runden" in die Pfanne geben, und mit einem geeigneten Gegenstand (Spatel, "Burger-Smash-Eisen" oder so was, ich habe einen Pfannenwender genommen, suboptimal, hat aber geklappt) flach drücken, auf 1-1,5cm Dicke. Jede Seite dann ziemlich genau 2 Minuten braten, maximal 3 Minuten. Herausnehmen, warm halten (ich habe es auf einen vorgewärmten Teller gelegt und mit Alufolie abgedeckt) bis alle Kabab gebraten sind.
Das Ergebnis ist der Hammer. Richtig scharf angebratene Außenseite, das Hackfleisch durchgegart aber innen unheimlich saftig und der Geschmack ist einzigartig durch die ganzen Zutaten und Gewürze.
Ich habe als Beilage ein Pfannenbrot gemacht (siehe Video), einen Joghurt-Dipp (siehe Video) und einen frischen Gurkensalat dazu (siehe Video), das passte alles sehr gut zusammen.
Generelle Anmerkung:
Wenn hier Photos gezeigt werden, dann stammen die grundsätzlich von mir und geben entsprechend mein Kochergebnis und die von mir genutzten Utensilien wieder.