Am Fest der Hl. Louise de Marillac, 9. Mai 2026
Foto: Fa. Augendübler - Brillen für Köln,
Breite Straße 1, 50667 Köln
www.augenduebler.de
1. Zunächst ein paar Angaben zu deiner Person. Name, Alter, Herkunftsort etc.
Ich, Sr. Ursula Ackermann, Jahrgang 1964, bin Vinzentinerin und wohnhaft in Köln, gebürtig aus Küllstedt im Eichsfeld.
2. Wie verlief dein beruflicher Werdegang?
Nach der Mittleren Reife lernte ich 3 Jahre Kindergärtnerin im kirchlichen Dienst und arbeitete zwei Jahre in diesem Beruf, bevor ich in meine Gemeinschaft eintrat. Nach dem Noviziat wurde ich zur Altenpflegerin und Facharbeiterin für Krankenpflege ausgebildet, um im ordenseigenen Altenheim Dienst zu tun. Heute bin ich in unserem Haus der Vinzentinerinnen Köln in Nippes an der Pforte tätig.
Ab wann war dir klar, dass du Ordensschwester werden möchtest?
Mit 15 Jahren war mir erstmalig klar, dass ich Vinzentinerin werden wollte. Danach gab es aber auch immer wieder Phasen, wo ich meine Zweifel oder Abneigungen hegte.
Mit 20 habe ich mich dann konkret und endgültig entschieden.
Gab es eventuell Stationen oder Personen in deinem Leben, die besonders wichtig für dich waren und dich in deiner Entscheidung beeinflussten?
Der Kontakt mit den Schwestern in meinem Heimatort, mit denen ich quasi aufwuchs, prägte mich ganz entscheidend mit. Aber auch Schwestern anderer Gemeinschaften wie auch Priesterpersönlichkeiten in meinem Umfeld trugen viel dazu bei. Besonders wichtig sehe ich aber den Glaubensvollzug und das kirchliche Engagement innerhalb der Familie an, durch welche mein persönliches Leben unterstützt und getragen wurde.
3. Was war bzw. ist deine persönliche Motivation für diesen Beruf?
Ich wollte für die Menschen da sein und so ein Zeichen für die Liebe und Nähe Gottes setzen.
Warum hast du dich dafür entschieden, ins Kloster zu gehen?
Ich habe mich für den Eintritt entschieden, weil Gott es wert ist, für ihn alles auf eine Karte zu setzen. Es war die mir gemäße Art, zu zeigen, dass ich Gott und die Menschen liebe.
Würdest du dich heute wieder dafür entscheiden?
Ja!!!
4. Wie sieht deine Tätigkeit als Ordensschwester aus und wie beurteilst du sie selber?
Neben persönlichem und gemeinschaftlichem Gebet habe ich ein vielfältiges Aufgabenfeld wie Dienst an der Pforte, Telefonzentrale, unterschiedliche Arbeit am PC usw. Meine Tätigkeit hat sich über Jahre hinweg zu dem entwickelt, was zu mir passt.
Was gefällt dir besonders gut und gibt es vielleicht auch Dinge, die du nicht so magst?
Ich lebe in einer Gemeinschaft von Menschen, die wie ich berufen sind, in der ich beheimatet bin. Manchmal können allerdings die gleichen Leute auch nerven. Das ist wie in der Familie auch…
Hast du dir deinen Beruf so vorgestellt?
Ja, ich hatte bereits vor meinem Eintritt guten Kontakt zur Gemeinschaft, sodass ich eine recht klare Vorstellung von dem hatte, was mich erwartet.
5. Würdest du den Beruf der Ordensschwester jungen Frauen empfehlen, die diesen Beruf erwägen?
Das kommt darauf an: Wenn ich spüre, dass sie berufen sind, würde ich ihnen auf jeden Fall Mut machen. Wenn aber Beweggründe vorliegen, die mich an einer Berufung zweifeln lassen, würde ich ihnen raten, die Sache ehrlich zu prüfen.
Gibt es besondere Eignungen oder Charakterzüge, die man 'mitbringen' sollte?
Es gibt viele Früchte und Früchtchen in Gottes Obstkorb. Worauf es ankommt, ist, wie eben schon angesprochen, die Berufung. Vieles lässt sich lernen, aber Berufung kann ich nicht machen, sie ist ein freies Geschenk Gottes, zu dem ich nur Ja sagen kann.
Sr. Ursula Ackermann
Hier gibt es auch eine kurze Biografie.