Deshalb mehr Direkte Demokratie statt Parlamentarische Demokratie
Auch als überzeugter Demokrat zeigt die Abstimmung für mich, dass das Wahlvolk nicht geeignet ist, Entscheidungen dieser Tragweite zu treffen. Dafür sind die Menschen ganz einfach zu dämlich, mit Verlaub! Ich habe einfach keine Lust darauf, dass Mitbürger/innen mit Hauptschulabschluss, wenn überhaupt, über die Zukunft der Welt entscheiden, geschweige denn, über meine! Ich bin ein Verfechter der repräsentativen, parlamentarischen Demokratie. Mir reicht es vollkommen, wenn wir alle 4 Jahre über die Arbeit unserer Volkvertreter befinden. Auch weil den meisten Wählern das nötige Wissen, Interesse und Überblick fehlen – sie haben oft auch schlicht nicht die Zeit sich so ausführlich wie die Politprofis mit Gesetzestexten zu befassen. Politik ist ein viel zu ernstes und komplexes Geschäft, um sie von Amateuren ausüben zu lassen. Aber sei‘s drum – das ist eben Demokratie.http://juedischerundschau.de/brexit-dank-deutschland-135910630/
Alle geborenen Menschen sind Teil der Erdenbevölkerung. - Diese dann nach Schulnoten bewerten zu wollen, ist unangemessen und eine Einmischung in den Lebensraum eines Menschen. - Mit welchem Recht würde das geschehen? Es existiert nicht. Aber es wird sich von so manchem einfach genommen.
Das Problem ist, dass die Entscheidungen, die die Bürger treffen, von vielen Zeitgenossen nicht akzeptiert werden. In ihren übergriffigen Vorstellungen würden sie am liebsten das Selbstbestimmungsrecht der Mitmenschen einschränken.
Und tatsächlich. Wurden nicht genau so die Sklaven behandelt, in den USA?
Wenn nur 70, 60, 50 oder vielleicht sogar unter 50% der Stimmberechtigten an Abstimmungen teilnehmen, dann kann das bedeuten, ihnen ist das Thema nicht so wichtig. - Sollen halt diejenigen abstimmen, denen es wichtig ist. - Was soll daran schlecht oder verkehrt sein?
Aber es wäre machbar, den Menschen das Abstimmen zu erleichtern. Indem Online-Abstimmungen ermöglicht werden. Jeder kann von zuhause aus seine »Kreuzchen« machen. - Dann würden wahrscheinlich einige mehr Wahlbürger ihr Urteil fällen.
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Bei Bevölkerungsabstimmungen wird es immer Menschen geben, denen das Abstimmungsergebnis nicht passt. - Aber müssen wir das nicht aushalten?
Die Parlamentarische Demokratie hatte die letzten Jahrzehnte Gelegenheit genug, sich zu profilieren. Und herausgekommen ist, dass wir in katastrophalen Verhältnissen heute leben. - Ist das nicht Grund genug, mehr Direkte Demokratie zu fordern?
Wir sollten die EU tatsächlich als ein Kind betrachten. Ein Kind mit jetzt nur noch 27 Müttern und Vätern. Wann oder wo hat es das denn vorher einmal auf der Welt gegeben, dass sich 27 Staaten freiwillig zusammenschließen?Diese Familie hätte zeigen müssen, dass sie sich um alle ihre Familienmitglieder kümmert. Zum Beispiel durch die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens in der EU. Und diese Familie hat gezeigt, dass sie das nicht kann, will und ungerecht ist. Vielleicht auch, weil es nicht die Familie der Bürger, sondern die der Parteien und Lobbygruppen ist. - Deshalb haben viele Menschen sich gesagt, mit diesen »Verwandten« wollen wir nicht weiter unter einem Dach leben. - Der Autor, Attila Teri, spricht von der »Vergangenheit« und das darum die EU uns etwas wert sein sollte. Aber er sagt kein Wort zur Gegenwart der Jobcenter-Zwangsarbeit, die es auch in England gibt, welche die Bewohner bedroht, die sich nicht bedingungslos dem Arbeitszwang unterwerfen.
Ich erwarte jedoch ebenfalls von den angeblich ach so mündigen Bürgern, dass sie nicht mehr jedem dahergelaufenen Rattenfänger folgen, der ihnen verspricht, ohne eigene Arbeit, Einsatz und Opfer, über Wasser gehen zu können! Einmal stellt sich die Frage, ob eine so schwerwiegende Entscheidung wie der Austritt aus der EU, nicht mit anderen Regeln bei einer Abstimmung hätte ausgestattet werden müssen. - Also die Regel, dass mindestens 60% oder gar 70% Zustimmung notwendig seien. - Das aber hätten doch die Politiker in der Parlamentarische Demokratie vorbereiten müssen. - Somit zeigt sich auch hier wieder das Versagen dieser Demokratieform.
Aber wir Menschen können Lehren aus den Ereignissen ziehen, für die nächsten Schritte. - Die 52% der Engländer, die für den Brexit gestimmt haben, sind nicht irgendwelchen »Fängern« gefolgt. - Sie waren enttäuscht und unzufrieden mit der Politik der etablierten Parteien.
Und sicher ist es die Aufgabe der Bürgerinnen und Bürger, sich verantwortlich zu verhalten. Sie müssen Schritt halten, und die zunehmende Dekadenz der politischen Klasse ausgleichen. Auch deshalb brauchen wir möglichst schnell mehr Bürgerentscheide und Bevölkerungsabstimmungen in den Ländern.