Shimano HG-61



Eine Kassette wie fuer 29er gemacht. Statt 11-32 oder 11-34 wie ueblich jetzt 12-36. 
Damit hat man am Berg endlich mal die richtige Uebersetzung. 
Vor allem, wenn es etwas laenger steil bergan geht, ist das ein echter Vorteil, weil man hoehere Trittfrequenzen fahren kann. 
Das Gewicht (423 g) liegt etwas hoeher als z.B. bei einer XT (ab 260 g) oder SLX 11-34 Kassette, aber das holt man ueber den besseren Uebersetzungsbereich wieder rein. 
Ich werde in meinen 29ern nichts anderes mehr verbauen.

Nachteil:
Laut Shimano darf diese Kassette nur mit speziellen Naben verbaut werden, weil die auftretenden Drehmomente eine herkoemmliche Nabe beschaedigen koennten. Die dafuer vorgesehenen Naben sind die FH-M 529 oder FH-M 629.

Preis:
Bei CRC gibt es die Kassette mit der 12-36 Abstufung fuer 34 Euro.

Nachtrag vom 03.09.2010:

Ich fahre die Kassette auf meinem Access XCL 9r jetzt schon seit 5 Monaten, habe seitdem viele Kilometer/Hoehenmeter, eine Transalp Vorbereitungswoche am Lago Maggiore und einen Transalp hinter mich gebracht. Alles in Allem bin ich sehr zufrieden. Gerade auf langen Anstiegen mit Gepaeck wie sie z.B. beim Transalp die Regel waren, hat sich die Kassette sehr bewaehrt.
Der entscheidende Unterschied zu anderen Kassetten z.B. mit einer 11-34 Abstufung, liegt in der Trittfrequenz. Man faehrt nicht wirklich schneller mit einer 12-36, aber kann hoehere Trittfrequenzen fahren, und die Beine ermueden nicht so.
Die langsamste Geschwindigkeit, die ich damit noch sinnvoll fahren konnte, lag bei 3.8 km/h. Das klingt natuerlich erstmal so, als ob man da auch gleich haette laufen koennen. Nur sollte man nicht vergessen, dass die Anstiege teilweise auch saftig steil waren, so dass Schieben eher noch langsamer war. Auf einer Tagestour waere das vielleicht auch anders gewesen, aber auf einem Alpencross tendiere ich nach ein paar Tagen sehr dazu, meine Kraefte zu konservieren. Wenn die Anstiege noch steiler wurden, habe ich mich trotzdem aufs Schieben verlegt, und bin damit immerhin noch 3.2 km/h schnell gewesen. Jetzt ueberlege ich mir ernsthaft, mir noch ein 20er Kettenblatt zuzulegen, das wuerde die Trittfrequenz in langen Anstiegen weiter erhoehen.
Auf normalen Touren verwende ich uebrigens das kleinste Kettenblatt eher selten, sondern fahre lieber etwas schneller oder im Wiegetritt. Das ist aber bei einem Transalp zumindest fuer mich keine Option mehr, die Erschoepfung waechst mit jedem Tag, und ich bin froh, wenn ich in einem moeglichst kleinen Gang den Berg hinaufkurbeln kann. Das mag bei anderen Fahrern anders sein, fuer mich trifft es auf jeden Fall zu. Und deswegen war ich ueber die 36 Zaehne sehr froh, die mir die Kassette zur Verfuegung stellte. 
Die Kehrseite ist, dass das kleinste Ritzel jetzt nicht mehr 11 sondern 12 Zaehne gross ist, so dass man auf langen, relativ flachen Abfahrten nicht mehr ganz so schnell fahren kann. In der Ebene spielt das allerdings im Regelfall keine grosse Rolle.

Fazit:
Die optimale Kassette fuer 29er Bikes.



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