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RS Revelation RCT3

Ich habe mir nach langem Überlegen die bislang wohl beste Gabel geleistet, die ich gefahren bin. Eine RS Revelation RCT3 im 29er Format. 110-140 mm Federweg, 20 mm Steckachse und ein Tapered Steuerrohr sorgen für viel Spass im Gelände. 


Einbau:

Der Einbau in den Access XCL 9r Rahmen war nicht ganz unproblematisch, aber dank eines Hope Steuersatzes für "normale" semiintegrierte Steuerrohre, der den Einbau von Tapered Gabeln in Steuerrohren, die noch nicht auf tapered Gabeln ausgelegt sind, erlaubt, hat es dann geklappt. 
Wegen der 20 mm Steckachse musste ich einen Adapter an meinen Halo Freedom 29er Rädern verbauen, was kein grosses Problem war. Etwas kniffelig ist nur, dass ich die beiden Adapter jetzt beim Einbau des Vorderrades festhalten muss, damit sie nicht aus dem Laufrad fallen. Dieses Problem lässt sich aber nicht der Gabel anlasten, sondern liegt am Laufradaufbau. Trotzdem ist es vergleichsweise schnell machbar (ca. 1 Minute für den Radeinbau, mit Übung wohl nur einige Sekunden)
Nachdem ich mit der Gabel so zufrieden war, habe ich sie jetzt auch für mein neues Fully, das Salsa Horsethief verbaut. In Kombination mit einem Kore Torsion Laufradsatz leistet die Gabel wieder gute Dienste.



Reifenfreiheit:

In die Gabel passt ein WTB Dissent 29x2.5 problemlos. Das ist der fetteste Reifen, den ich momentan verfügbar habe, ausser einem WTB Kodiak sollte es nichts grösseres mehr geben, und sowohl der Dissent als auch der Kodiak sind bei WTB aus dem Programm genommen, daher mache ich mir diesbezüglich keine Sorgen.



Setup:

Die Gabel lässt sich per Änderung des Luftdruckes am linken Federbein einfach auf das Fahrergewicht abstimmen. Die Dämpfung lässt sich oben und unten am rechten Federbein einstellen. Ich habe das bislang per Sag gemacht, so ganz zufrieden bin ich noch nicht.

Steifigkeit:

Mit der Steifigkeit bin ich sehr zufrieden, obwohl immer noch ein gewisser Flex spürbar ist. Sie ist nicht ganz so steif wie die Suntour Raidon, dafür aber deutlich leichter. Die Herstellerangabe liegt bei 1800 g, bei mir waren es ein paar Gramm mehr. Eine Verwindung beim Bremsen, so wie ich das mit der Manitou Minute hatte, ist dafür nicht mehr bemerkbar. Geräusche macht die Gabel beim Bremsen auch keine mehr, so wie ich das an der Minute beobachten konnte. 

Fahreindruck:

Das im Vergleich zur Suntour niedrigere Gewicht ist beim Antritt deutlich spürbar. Das Bike fährt sich viel spritziger. In Kombination mit meinen neuen Continental X-King Reifen in 29x2.4 bin ich jetzt auf Feldwegen und Strassen deutlich schneller unterwegs, im Gelände durch die schlechtere Traktion bedingt etwas langsamer. Trotzdem eine klare Verbesserung.


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