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Continental Race King 29x2.2

Ueberblick:
Der Race King ist ein ganz anderer Reifen als das, was ich sonst so fahre. Das Profil ist eher klein, im Querschnitt ist der Reifen recht rund, und die Profilbreite liegt noch unter der der Karkasse. Nicht besonders vertrauenerweckend also...

Vorteile:
Auf der Habenseite steht ein sehr niedriger Rollwiderstand. Das Fahrrad faehrt sich viel leichtfuessiger, agiler, beschleunigt besser, rollt besser, laesst sich bergauf besser treten. Alles in allem habe ich mich viel weniger angestrengt als ich das erwartet haette, mein Puls war deutlich niedriger. Auf ebener Teerstrecke konnte ich bei moderatem Puls ca. 1-2 km/h schneller fahren als z.B. mit dem Dissent. 
Die Bremstraktion des Race King war ganz brauchbar sowohl auf Schotter als auch auf Waldwegen.
Auf meiner Teststrecke (20 km, 300 hm, 50% Teer, 45% Schotter, 5% Trails) war ich mit dem Reifen etwa 4 Minuten schneller als mit dem Dissent (48 zu 52 Minuten), und das bei aehnlichem Puls.

Nachteile:
Die Seitenfuehrung des Race King war gelinde gesagt bescheiden. Auch kleinere Wurzeln oder seitlich abschuessiges Terrain fuehrten wiederholt zum Versetzen des Hinterrads. In einem nur leicht seitlich abschuessigen Schlammloch bin ich fast vom Fahrrad geflogen, weil das Hinterrad ploetzlich seitlich versetzt hat. 




Einsatzbereich:
Fuer Trails reicht mir die Seitenfuehrung des Race King so nicht. In technischerem Gelaende bei Naesse ist der Reifen haeufig ueberfordert. Dort wuerde ich eher zu Rampage, Stout oder Ardent greifen. Aber auf Teer, Schotter und nicht allzu steilen, trockenen Strecken ist man ein ganzes Stueck schneller unterwegs. Eine gute Alternative zum Race King koennte der Ignitor sein. Er hat etwas weniger Volumen, wiegt aber aehnlich viel, und greift deutlich besser. Dafuer rollt er auf Teer etwas schwerer.

Bezugsquelle:

Update 30.05.11 nach > 3500 km


Der Race King laeuft und laeuft und laeuft. Bis jetzt hatte ich damit KEINE Panne. Und der Verschleiss ist wirklich minimal. Ich fahre ihn nur am Hinterrad, und da ist er wirklich unglaublich. Bei Naesse im Gelaende ist er wirklich nicht das Gelbe vom Ei, im Schlamm oder Lehm dreht er inzwischen sogar bei fast ebener Strecke durch. Aber wenn es trocken ist, und schnell vorwaerts gehen soll, glaenzt der Reifen mit minimalem Rollwiderstand, guter Daempfung, geringem Gewicht etc. 
So langsam habe ich ihn richtig ins Herz geschlossen. Dementsprechend habe ich jetzt auch die Schulnoten angepasst.


Schulnoten (1-6):

Rollwiderstand: 1
Daempfung: 2
Gewicht: 1
Verschleiss: 1
Pannenschutz: 1

 GripTrocken:
  
Nass:
 Teer
 Schotter               3
 Steine 5
 Wurzeln3 5
 Gras4
 Schlamm  5

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