bGE-Diskussion

http://goo.gl/mVHG3J

Viele Jobs, die bereits heute schwer zu besetzen sind z.B. im Gesundheits- und Pflegebereich werden noch schwächer finanziert sein, weil größere Teile des Staatsbudgets ins BGE fließen.


»Schwer zu besetzen« sind heute Jobs im Gesundheits- und Pflegebereich wegen der schlechten Arbeitsbedingungen. Diese müssten sofort korrigiert werden. Warum passiert das nicht? - Mit einem bGE hätten die Arbeitnehmer ein größeres Druckmittel in der Hand.

Wer Nahrung, Kleidung, Wohnen und Energie sicher hat, ist erstmal die größten Sorgen los. Nichts anderes meint das bGE. Im Gesundheits- und Pflegebereich arbeiten die Menschen nicht, weil sie reich werden wollen, sondern weil sie die Arbeit wichtig finden, sie gerne machen oder zumindest Interesse zeigen. Und auch nur solche Menschen sollten sinnvollerweise Zugang zu diesen Arbeitsfeldern haben. Während es heute so ist, dass Arbeitsstellen im Gesundheitsbereich und in der Personenarbeit über die Jobcenter angeboten werden. Also als Zwangsarbeit. Heute hast du Leute in diesen Bereichen, die da freiwillig gar nicht arbeiten wollen. - Das ist eine Schande und haben wir der regierenden Politik zu verdanken.

Es kann natürlich überlegt werden, warum die Mitarbeiter in der Energiewirtschaft sich eine »goldene Nase« verdienen (oder die im Öffentlichen Rundfunk), aber für den Altenpfleger ist nur ganz wenig Geld da. Dann sollte es geändert werden. Und das hat sehr viel mit einem bGE zu tun, denn mit einem bGE können alle potentiellen Arbeitnehmer auf solche Ungerechtigkeiten aufmerksam machen und Druck auf Arbeitgeber ausüben. Solchen Druck kann heute kaum jemand ausüben, weil wir von diesen Arbeitgebern existentiell abhängig sind. Solche Abhängigkeiten würden mit einem bGE aufhören.

»Finanziert« werden muss da nichts. Erst recht keine Jobs. - Wenn deine Miete bezahlt ist, dein Strom, deine Nahrung, deine Kleidung, dann kannst du morgens zur Arbeit gehen, selbst wenn dir der Arbeitgeber keinen Cent geben würde, du aber die Arbeit total wichtig findest und sie deshalb ohne Lohn machst.

Das »Staatsbudget« ist niemals zu begrenzt, um allen Menschen die notwendigen Güter zur Verfügung zu stellen. Denn es geht nicht ums »Budget« (Geld), sondern um die Wertschöpfung (Güter). Und die wird geteilt. - Das, was die Menschen existentiell brauchen, müssen wir uns immer leisten, denn sonst würden die Menschen sterben (oder elend in Armut leben und zugrunde gehen, was heute durch Hartz4 der Fall ist).

Die Wirtschaftsleistung gemessen am BSP sinkt, was an sich nicht schlecht wäre.


Wenn alle Menschen »aus dem Stand« arbeiten können, ohne »finanziert« werden zu müssen, wird die Wertschöpfung sogar rapide zunehmen. Nur halt in den Bereichen die die Menschen selbst für wichtig halten, und nicht, wie es heute ist, in allen möglichen Unfugsbereichen, nur weil diese Leute Geld haben, um Mitarbeiter für ihre halbseidenen Unternehmungen anzuheuern. -  Mit einem bGE würden die Bürgerinnen und Bürger selbst sich die Arbeit aussuchen, die es ihnen Wert ist, aktiv zu werden.

Hier spielt natürlich das Menschenbild eine große Rolle. Wenn man annimmt, die Menschen würden keinen Finger rühren, wenn sie nicht genügend »Anreize« (sprich: Geld) bekommen, dann ist das doch ein recht negatives Menschenbild. Ein Grundeinkommen wird da viel mehr Klarheit bringen. Dann hören endlich die »unnatürlichen« Beziehungen auf. Alle die, die doch nur »wegen des Geldes« am Arbeitsplatz herumhängen, könnten dann das Weite suchen. Und diejenigen, die die Arbeit wichtig finden, werden auch dann bleiben, wenn der Lohn nicht sehr hoch sein kann. - Der »Lohn« käme in einer Grundeinkommens-Gesellschaft immer »oben drauf«, auf das Grundeinkommen, und wäre dann ein Kombieinkommen.

Aus diesem wird aber über dann sinkende Steuern ein Großteil des Staatshaushalts direkt und indirekt finanziert.


Sich das Grundeinkommen allein über »Geld« vorzustellen, ist eine Sackgasse. Wir Menschen leben von den »Gütern und Dienstleistungen«, die wir alle schaffen und erbringen, und nicht vom Geld. Wenn das einmal ganz durchdacht ist, verliert die Gelddiskussion rapide an Bedeutung.