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Zweit Tage auf dem Viadukt-Wanderweg (21. und 22.04.2018)

veröffentlicht um 24.04.2018, 02:55 von SGV Abteilung Welver   [ aktualisiert: 22.06.2018, 07:44 ]

Der Viadukt Wanderweg ist ein Qualitätswanderweg des Egge-Gebirgsvereins. Dieses Prädikat hat dieser Weg verdient! In dieser Einschätzung waren wir uns nach 2 tollen Wandertagen einig. 

Für dieses Wochenende stimmte die Wettervorhersage, zum Glück, 100%ig. Temperaturen knapp über 20°C und strahlend, blauer Himmel über Altenbeken. Wenn Engel reisen …

Bei der Ankunft begrüßte uns die Inhaberin des Hotels Café Mertens. Schon der erste Eindruck machte klar, dass Kundenorientierung hier, gelebte Unternehmensphilosophie ist. Dieser Eindruck bestätigte sich während des gesamten Aufenthaltes. Hier waren wir wirklich Gäste!

Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten, hieß es Schuhe an, Rucksack auf und den Sonnenschutz nicht vergessen. Die Stanzkarten, für die Urkunde, zum Nachweis der Wanderung über den gesamten Viadukt Wanderweg, eingesteckt und los. Bei strahlend, blauem Himmel starteten wir unsere erste Tageetappe, an der Museums- Dampflok. Eine Erinnerung an große Zeiten, als Eisenbahn – Knotenpunkt und Umsteigebahnhof. Die Bahngeschichte ist immer noch gegenwärtig.

Gleich zu Beginn ging es bergauf. Die 985 Gesamthöhenmeter begrüßten uns, mit dem Aufstieg zur Aussichtsplattform oberhalb des großen Viaduktes. Auf 432 m Länge überspannt er das Beketal, auf 30 m Höhe, mit 24 Bögen. Die größte, steinerne Eisenbahnbrücke Europas.

 

Und schon ging es weiter, über Wiesenwege, vorbei an blühenden Büschen und Bäumen, mit herrlichem Blick auf Altenbeken und seinen Bahnhof, bergauf, zum „Sommerberg“, dem höchsten Punkt (330 m) der Strecke.

 

Der Ausblick entschädigte für die Anstrengung. Wie immer, wenn es bergauf geht, geht es auch irgendwann wieder bergab. Hinab zur Straße nach Bad Meinberg und dann wieder hinauf zum Rehberg. Über die Einfahrt zum Rehbergtunnel (1640 m lang) gelangten wir auf den Höhenweg mit der ersten „Stanzstation“.

Und wieder ging es hinab, zur „Bollerbornquelle“. Eine Tafel informierte uns, dass der „Bollerborn“ eine rhythmisch intermittierende Quelle ist. Diese Quelle führen in regelmäßigen Abständen Wasser. Der Name „Bollerborn“ leitet sich vom „bollern“ her, weil die Wassermassen, bei seinem „Ausbruch“ mit polterndem Geräusch zu Tage treten.

 

Langsam wurde es Zeit, für die Mittagsrast. Die Freizeitanlage „Driburger Grund“ war nicht weit entfernt. Wir erreichten sie über einen Waldweg, der kurz vor dem Ziel durch Sturmschäden (Friederike) versperrt wurde. Eine Umleitung war aber hervorragend ausgeschildert. Im „Driburger Grund“ stärkten wir uns. Wir hatten erst die Hälfte des Weges geschafft.

Frisch gestärkt ging es weiter. Der Weg zur „Max und Moritz Quelle“ war noch durch Windbruch versperrt. Auch auf dem Weg, nach Buke, mussten wir einige Male die Hinterlassen des Sturms Friederike umgehen. Die Forstarbeiter waren wohl noch nicht dazu gekommen, den Weg frei zu räumen.

 

So war der Weg zur 2. Stanzstation ein Abenteuerweg. Der Klimawandel macht es möglich.

Nachdem wir unsere Stanzkarten zum 2. Mal markiert hatten, ging es weiter nach Buke. Der Name geht auf die großen Buchenwälder entlang einer alten Heerstraße. Buke war die älteste Poststation an der Strecke von Paderborn nach Hannover, der heutigen Bundesstraße 64. Der Weg am Waldrand ermöglichte einen weiten Blick über die Paderborner Hochebene. Landwirtschaftlich genutzte Flächen und Windparks prägten die Landschaft.

 

Zugegeben, an diesem Anblick scheiden sich die Geister. Die Energiewende hat ihren Preis. Das ist die „Abkürzung“, nach Altenbeken, für diejenigen, die den Weg in zwei Etappen wandern.

Unser Weg, durch Buke, führte am alten Dorfbrunnen vorbei zur Mariengrotte.


Hier belohnte uns die 3. Stanzstation und die Aussicht auf eine Einkehr in „Richt´s Deele“, eine (wie der Name ahnen lässt) urige Möglichkeit, Kaffee und Kuchen zu genießen.

Der erste Teil des Viadukt Wanderweges war geschafft und es ging zurück nach Altenbeken. Der Tag bot zahlreiche Eindrücke und Aussichten. Etwas erschöpft, aber zufrieden freuten wir uns auf die Dusche und das Abendessen.


In der Pizzeria „Da Gloria“ ließen wir es uns schmecken. Die Pizza war ebenso lecker, wie der Salat. Einen gemütlichen Ausklang gönnten wir uns noch in „Ruth´s Knotenpunkt“. Lasst Bilder sprechen:

 

Gemütlich war´s! Aber die Aussicht auf das Bett, ließ den Abend nicht zu lang werden. Schließlich wartete der 2. Teil des Weges, am nächsten Morgen.

Der 2. Tag startete mit einem ausgiebigen Frühstück. Alles, was das Wanderer Herz erfreut hatte das Hotel Café Mertens aufgetischt. Die Wetteraussichten waren wieder gut. Erst für den späteren Nachmittag waren Regenschauer und Gewitter prognostiziert. Aber das war noch lange hin.

Frisch gestärkt gingen wir zuerst wieder steil bergauf, zum westlichen Teil des Viadukt Wanderweges. Die größten Steigungen hatte wir aber am Vortag. Von der Anhöhe ging der Weg hinab ins Dunetal.

 

Der Schießstand des Landesjagdverbandes war geschlossen. So genossen wir die Sonntagsruhe, auch auf diesem Teil des Weges.

Nach ca. 2 Stunden erreichten wir den „kleinen Viadukt“ in Neuenbeken. Kleiner, aber nicht weniger imposant. Der tiefste Punkt an diesem Tag.

 (Siehe hierzu das Gruppenfoto am Beginn des Berichtes!)

Vom kleinen Viadukt führte uns der Weg, über den „Paderborner Höhenweg“, zum Beke Tal. Nomen est Omen, es ging wieder bergauf, bevor es bergab zur Beke ging.

 

Licht am Ende des Tunnels. Eine Flachetappe durch das Beke Tal.

 

Und dann kommt der letzte Anstieg zur fünften und letzten Stanzstation. Eine letzte Rast, mit Ausblick. Dann ging es wieder zur Aussichtsplattform, am großen Viadukt.

Geschafft! Altenbeken in Sichtweite. Jetzt war es nicht mehr weit, bis zum Ausgangspunkt, der Wanderung. Die alte 044 Dampflok wartete auf uns, für ein Erinnerungsfoto.


Nachdem wir die Rucksäcke, in den Autos, verstaut hatten, lockte das Eis-Café Molin, mit seinen Spezialitäten. Ein gelungener Abschluss, für ein gelungenes Wanderwochenende.

 

Organisation, Text und Fotos: Karl Heinz Hoppe

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