Mitteilungen

Auf der "Holzfällerrunde"

veröffentlicht um 25.06.2019, 10:23 von SGV Abteilung Welver

16.06.2019

Erst kam das Orkantief „Xavier“, dann kam Sturmtief „Friederike“. Zweimal musste die Wanderung „Holzfällerrunde“ abgesagt werden. Jetzt endlich hat es geklappt. Im dritten Anlauf konnten wir die verkürzte „Holzfällerrunde“ wandern. Gekürzt, weil die Originalroute 22 km lang und damit etwas zu lang ist und mit 466 Höhenmetern eher eine sportliche Herausforderung. So sparten wir 6 km vom Rennweg zum Möhnesee und zurück. 16 km und 365 Höhenmeter reichen auch. Die Route wurde „Holzfällerrunde“ getauft, weil die beiden ehemaligen Waldarbeitersiedlungen Breitenbruch und Neuhaus auf dem Weg liegen.

Von Welver aus fuhren wir zum „Torhaus“ in Möhnesee – Delecke. Das „Torhaus“ heißt Torhaus, weil, bis in die 50er Jahre, hier ein Tierpark sein Zuhause hatte. Das alte Torhaus wurde, als der Tierpark aufgelöst wurde, zum Hotel und Restaurant ausgebaut. Seitdem ist es ein beliebtes Ausflugsziel. Sonntag nachmittags ist der Parkplatz mit 240 Stellplätzen voll. Morgens fanden wir aber schnell ein paar Schattenparkplätze. Der Startpunkt der Wanderung, war erreicht. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen starteten wir mit 12 Wanderern.

Auf der Waldroute ging es zur „Hevebrücke“. Der eigentliche Weg war immer noch von Resten der Aufräumarbeiten, nach dem Sturmtief „Friederike“, übersät. Ein „Trampelpfad“, um die Äste herum hatte sich aber schon gebildet. Die Waldroute (weißes „W“ auf grünem Spiegel) war schon angepasst worden. So folgten wir dem Pfad zur „Hevebrücke“. Auf der anderen Seite angekommen finden wir neben den Waldroute-Wegemarkierungen noch die Markierungen des Regionale-Projektes „Wald KulTour Südwestfalen“.


Das Landschaftsinformationszentrum Wasser und Wald Möhnesee e.V. (LIZ) zeichnet für diesen Teil des Projektes verantwortlich. Ziel des Projektes ist es, Landschaft- und Naturschutz mit Forstwirtschaft, Denkmalschutz und Tourismus in Einklang zu bringen. Diesem Projekt verdanken wir auch Wegesanierungen und neue Brücken, die wir sehr gelungen fanden.


Nachdem wir die Brücke über die Schmalenau passiert hatten, folgten wir dem Bach Richtung Breitenbruch. Hier wurde klar, warum diese Waldflur „Grüne Hoffnung“ heißt. Die Schmalenau ist ein idyllischer Bach, der teilweise schnell und dann wieder ruhig durch den Wald fließt. Der Waldboden ist mit Farn reichlich bewachsen. Nicht nur wenn der Wald vom Sonnenlicht durchflutet ist, ein schönes Stück Arnsberger Wald.

Auch hier zeigten sich noch die Überreste der Schäden, die „Friederike“ hinterlassen hatte.   

 

    

 

Am Ortseingang von Breitenbruch folgt die Waldroute der Landstraße. In der Ortsmitte verließen wir die Waldroute und überquerten die Straße erneut Richtung Arnsberger Wald. Vorbei am Schützenplatz und dem Feuerwehrgerätehaus erreichten wir wieder den Schatten des Waldes. Von nun an folgten wir der Wegemarkierung „X“ (Hanseweg) Richtung Neuhaus. Ein kurzer, kräftiger Anstieg auf einer Asphaltstraße führte uns auf den gut ausgebauten Schotterweg Richtung „Neuhäuser Weg“. Am Abzweig angekommen war die Zeit für eine Pause gekommen. Ein lauschiges Plätzchen mit Vogelgezwitscher, Sonnenlicht und ein lichter Buchenwald luden uns ein.


Frisch gestärkt ging es weiter hinab zum Waldparkplatz Kreuzeiche. Von hier aus folgten wir der „Forststraße“ für ca. 300m. Dann ging es hinauf zum höchsten Punkt der Wanderung, den 370 m hohen Oerberg. Oben angekommen folgten wir weiter dem „Hanseweg“. Der „X13“ ist an dieser Stelle besonders schön. Ein Waldpfad durch einen hochstämmigen Mischwald.


Nach Neuhaus hinunter, ging es über einen langen Waldwiesenweg. Die Spuren der Stürme und der Wildschweine waren auch hier unübersehbar. In Neuhaus angekommen war die Einkehr in „Fränki’s Hütte“ leider nicht möglich. Bei strahlendem Sonnenschein waren alle Tische besetzt. So beschlossen wir, weiterzuwandern.

 

Wellenförmig stieg der Weg zum Rennweg an. An der ersten von zwei Schutzhütten führt die Originalroute über den Rennweg zum Möhnesee und zurück. Diese Verlängerung ließen wir aber aus. So erreichten wir schnell die zweite Schutzhütte und damit den Rennweg. Jetzt war es nicht mehr weit zum Möhnesee-Turm. Bei dem Wetter nutzten wir die herrliche Aussicht.


Schnell noch ein Foto.  Dann war es nicht mehr weit zum Torhaus. Auf diesem Weg wurde schnell klar, dass der Möhnesee-Turm ein touristischer Magnet ist. Reger Betrieb, zu Fuß und per Fahrrad, begleitete uns. Durch den „Klangwald“ vorbei an „Windharfe“ und „Baumharfe“ erreichten wir das Torhaus.

Am Ende war leider auch hier kein Platz, für so eine große Gruppe. So wurde beschlossen, die Wanderung im Café „Dördelmann“, in Welver ausklingen zu lassen.

Wdf., Text und Fotos. Karl Heinz Hoppe

 

Naturmonument Bruchhauser Steine

veröffentlicht um 10.06.2019, 01:26 von SGV Abteilung Welver


Es ist schon ein schönes Fleckchen NRW, das wir heute am 02.06.2019 gesehen haben. Der Ort Bruchhausen ist das einzige Europa-Golddorf in NRW. Die Bruchhauser Steine sind das erste nationale Naturmonument in NRW. Damit haben sie ebensolche Bedeutung, wie zum Beispiel der „Weltenburger Donaudurchbruch“. Grund genug für einen Besuch.

 

In diesem Bereich hat das Sauerland die größten Höhenunterschiede zwischen Berg und Tal. Das haben wir bei der Wanderung ausgiebig erfahren. Etwa 500 Höhenmeter herauf und hinunter waren auf 13,5 km verteilt. Das Höhenprofil hatte es in sich.

 


Bei der Ankunft begrüßte uns ein Geleitschirmflieger mit seinen eleganten Schwüngen. Es war mit 27°C vielleicht etwas zu warm, aber fast auf der gesamten Strecke erfrischte uns eine kühle Brise. Schöne Aussichten, ein idyllischer See und ein abwechslungsreicher Wald, der Schmalahtal – Rundweg ist nicht ohne Grund ein Qualitätswanderweg. Allerdings ging es gleich bergauf. Auf den ersten drei Kilometern führte der Wanderweg „B1“ von 440 m auf 650 m Meereshöhe. Danach aber drei Kilometer auf 520 m herab. Der „Silbersee“ war erreicht und lockte zu einer gemütlichen Pause.

 


Die war auch nötig, denn die nächsten drei Kilometer führten uns auf den Feldstein, Höchstgelegenen der Steine. Aber zunächst einmal nutzten wir die Gelegenheit ein Symbol des Rothaarsteiges aufzusuchen: das Umweltmahnmal „Feuereiche“. Die Feuereiche veranschaulicht das Zusammenspiel zwischen Menschen und Feuer. Ein bronzenes Feuerband, das in einer symbolischen Flamme aus metallisch glänzenden Titanblechen endet, umschlingt die Feuereiche.

 

Hier wird die Entwicklung des Menschen im Zusammenspiel mit dem Feuer veranschaulicht. Dieser kurze Abstecher über eine viel befahrene Landstraße ist absolut lohnenswert. So jedenfalls die Kommentare der Wandergruppe.

Auf 756 m Höhe gelegen, überragt der Feldstein 45 m den Hügel. Er ist der Kleinste der Steine, aber am höchsten gelegen. Vom 9 m hohen Gipfelkreuz hat man einen fantastischen Ausblick über das umliegende Sauerland. Allerdings erfordert der Aufstieg eine gute Trittsicherheit und Balance. Zwar zeigt ein Geländer den Weg zum Gipfel, aber der Fels ist naturbelassen, mit teilweise 50 cm hohen Absätzen, zwischen den Trittmöglichkeiten. Das grenzt schon etwas an klettern. Deshalb nutzten auch nur zwei Wanderer die Möglichkeit zum Aufstieg. Die Gruppe genoss eine Pause, im Schatten.


Nun folgten wir dem Besichtigungsrundweg zum Abstieg. Die „ewige Quelle“ spendet kühles Felsquellwasser. Eine gute Gelegenheit, die Wasserflaschen mit reinem Felsquellwasser zu füllen. Davon machten wir auch reichlich Gebrauch. Nach einem Kühlen Schluck und gefüllten Wasserflaschen folgten wir dem „Graugreben´schen Jägersteig“ Richtung Rothaarsteig. Noch einmal ging es auf 600 m schon wieder bergauf zum Bornstein. Veronika bedauerte, dass man Wanderberichte, unserer Homepage, nicht kommentieren kann. Glück gehabt! Vorbei an der Beobachtungsplattform und den Infotafeln zu den dort brütenden Wanderfalken führte uns ein schmaler Pfad zum Rothaarsteig. Nun ging es aber endgültig nur noch sanft hinunter nach Bruchhausen.


Dort erwarteten uns im Café Rosengarten köstliche Waffeln und Kuchen. Diesen Genuss hatten wir uns redlich verdient. Im Schatten sitzend ließen wir es uns in gemütlicher Atmosphäre gut gehen.

Das Fazit des Tages war: anstrengend aber unbedingt lohnenswert!


Wdf., Text und Fotos: Karl Heinz Hoppe

 

Emsquellen - Furlbachtal (19.05.2019)

veröffentlicht um 20.05.2019, 10:16 von SGV Abteilung Welver

„Der Herrgott schuf in seinem Zorn, die Senne, nah bei Paderborn.“ Diesen alten Soldatenspruch wird wohl keiner der mitgewandert ist, unterschreiben. Schön war`s, das unterschreiben wir, schon eher.

Zuerst einmal, wir blieben trocken. Der Regen kam erst auf der Rückfahrt.

Die Wanderung war als leichte Wanderung ausgeschrieben. So ergab es sich, dass der „Running Gag“, der Wanderung, die 37 Höhenmeter waren, die laut Tourenplaner, zu wandern waren. Deshalb füge ich den Ausdruck diesem Bericht bei.


Nein, schwer war die Wanderung, trotz der knapp 15 km nicht. Aber 15 km benötigen eben ihre Zeit. Dafür wurden wir mit ebenso schönen wie romantischen Landschaften verwöhnt. An der Moosheide hätte auch Hermann Löns seine Freude gehabt. Die Emsquellen und das Furlbachtal sind ebenfalls etwas für Romantiker und Naturliebhaber.


Los ging es an den Ems Erlebniswelt. Neben der Ausstellung und der Außenanlage, die den Lauf der Ems wiederspiegelt, gibt es auch Toiletten. So konnte die Wanderung erleichtert, dafür mit etwas Verzögerung, starten. Die 5,2 km des Wanderweges A 5 waren gut ausgeschildert. Der Wanderweg A 5 ist fast ausschließlich ein Sandweg, oder Waldpfad. Er führte uns, ca. 1,2 km, entlang der Panzerringstraße, des Truppenübungsplatzes Senne. Die Emsquellen liegen nur ca. 200 m vom Übungsplatz entfernt. Es geht eine kleine Treppe...


...hinunter zu einem Bohlenweg.


Dieser führt über das Gebiet der Sickerquellen und ein kleines Stück entlang des jungen Flusses. Zum Ems Informationszentrum. Hier werden noch einmal vielfältige Informationen um die Ems, ihre Landschaften und die Menschen, ihre Arbeit und ihre Verbindung zum Fluss gegeben. Eine kleine Gartengastronomie lädt Besucher, an Sonn- und Feiertage zu Kaffee, hausgemachtem Kuchen und natürlich auch zu Kaltgetränken ein.

Ein Waldpfad führt durch die, mit Laubbäumen durchsetzten, Kieferwälder in die Moosheide und weiter wieder durch die Sennewälder ....


....zur Ems Erlebniswelt. Der Weg ist mit A 5 bzw. einem skizzierten Tannenbaum gekennzeichnet. Die Kennzeichnung des Weges ist sehr gut. Ein Verlaufen ist kaum möglich.

Über den „Kapellenweg“ ging es zur „Fockemühle“. Hier war unser Startpunkt für den A 3. Der Rundwanderweg im Naturschutzgebiet Furlbachtal. Wir bogen links ab, um den Furlbachweg zum Abschluss der Wanderung zu genießen.

Über einen Waldweg kamen wir an den Ortsrand des Ortsteils „Stukenbrock-Senne“. Der A 3 bog links ab und führte über gut ausgebaute Schotterweg bis zur Gemeinde Augustdorf. Hier erwarteten uns die Beutteiche.


Was der Name bedeutet, war auch den aufgestellten Informationstafeln nicht zu entnehmen. Die Beutteiche gehören zum Gebiet des Hochheide-Moores der Senne. Seltene Tier- und Pflanzenarten haben hier ihr Zuhause.

Weiter führte der Weg zur Tutgemühle. Eine ehemalige Mehlmühle, die mit der Wasserkraft des Furlbaches angetrieben wurde. Diese Mühle ist aber schon lange nicht mehr in Betrieb. Die ehemaligen Mühlteiche dienen heute der Fischzucht. Von der Brücke hat man einen schönen Blick auf das, was uns nun erwartete: dass wild-romantische Furlbachtal. Diese Bezeichnung ist wirklich nicht übertrieben. Wer dabei war, wird es bestätigen. Am Ende des Berichtes füge ich noch einige You Tube Links an, zur Erinnerung und für die Daheim gebliebenen, als kleines „Schmankerl“.

Hier, im Furlbachtal, war der Weg nur noch ein schmaler Pfad. Über Baumwurzeln, mal am Bach entlang und mal auch etwas höher gelegen, wanderten wir und genossen die Ruhe, das Gezwitscher der Vögel und die Bachlandschaft. 



Einige Stellen luden zum Wassertreten ein. Der Bach ist klar und kühl, mit sandigem Boden.

Wieder an der „Fockemühle“ angekommen, kehrten wir ein und stärkten uns bei Kaffee und Kuchen. So langsam zogen Wolken auf und die Luft wurde drückender. Zeit zum Aufbruch und zur Ems Erlebniswelt.

Trocken und voller schöner Eindrücke traten wir den Heimweg an.

 

Für Interessierte und zur Erinnerung zum Schluss ein paar You Tube Links:

https://www.youtube.com/watch?v=CVM4XQfK2NU 1:04 min

https://www.youtube.com/watch?v=RfCLR2QyYR4    2:39 min

https://www.youtube.com/watch?v=S7fLszShGyQ      4:27 min

 

Wdf., Text und Fotos: Karl Heinz Hoppe

Aussichtsreiche Rundtour ab Elpe

veröffentlicht um 11.05.2019, 10:05 von SGV Abteilung Welver   [ aktualisiert: 11.05.2019, 10:29 ]

05.05.2019

Nicht gerade frühlingshafte Temperaturen empfangen uns in Elpe, einem Stadtteil von Olsberg. Ausgangs- und Endpunkt unserer heutigen Wanderung ist der Parkplatz an der Wanderinformationstafel. Hier starten wir noch leicht fröstelnd die Tour. Wir folgen dem örtlichen Rundwanderweg E 3 nach Süden in Richtung Altenfeld. Die Länge der Tour ist mit 11 km vorgegeben. Eine mittelschwere Runde mit 369 Höhenmeter erwartet uns.

Kurz hinter dem Ortsausgang biegen wir rechts ab und erreichen bald das Ausbildungszentrum einer Drachenflugschule. Ab hier wandern wir durch ein Waldgebiet. Die Schritte werden kürzer und der Weg steiler. Höhenmeter um Höhenmeter nähern wir uns dem oberen Startplatz der Gleit- und Drachenflieger auf dem Nordenberg in ca. 644 m Höhe. Hier oben ist eine kleine Verschnauf- und Trinkpause vorgesehen. Gleichzeitig nutzen wir die Rast für ein Fotoshooting im Schnee.


Die Temperatur hier oben liegt bei knapp über 0 Grad. Vermutlich sind die Eisheiligen in diesem Jahr besonders früh aktiv. Leichter Schneefall begleitet uns vom Nordenberg weiter bis zur Ostflanke des Steinmarkkopfes (724 m Höhe) hinauf in das Bergarbeiterdorf Heinrichsdorf. Am Ortsrand empfängt uns die Dorfgemeinschaftshütte. Ideal für eine Stärkung aus dem Wanderrucksack. Bänke laden zum Verweilen und einer längeren Pause ein.


Heinrichsdorf wurde im Jahr 1854 in der Blütezeit des Blei- und Zinkbergbaus neben dem Stollen der Grube „Alte Ries“ gegründet. Heute erinnert in der Nachbargemeinde Ramsbeck ein Besucherbergwerk an die harte Arbeit der Bergleute.

Es wird Zeit, die Wanderung fortzusetzen. Gegen Kälte hilft nur Bewegung. Wir verlassen den kleinen, aber feinen Ort im Hochsauerland. 


Vorbei am Gasthof Ehls wandern wir nun durch das Naturschutzgebiet Schluchtwald. Mittlerweile zeigt sich auch die Sonne. Eine abwechslungsreiche Landschaft mit herrlichen Panoramaaussichten präsentiert sich dem Betrachter.

Über einen breiten Forstweg geht es stetig talwärts. Die ersten Häuser sind zum Greifen nah, als unser Wanderzeichen E3 uns einen Richtungswechsel anzeigt. Nochmals müssen wir eine knackige und kräftezehrende Steigung überwinden.


Nach gut weiteren 20 Minuten erreichen wir Elpe. Noch wenige Meter bis zum Parkplatz und dem örtlichen Café. In gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen lassen wir die heutige Tour ausklingen. Eine durchaus sportliche Wanderung, die Natur und Kultur vereint, ist beendet. 


Wdf. und Text: Theresia und Hans Rottmann

Fotos: Dirk Große 

Auf der "Route 72" in Oestinghausen

veröffentlicht um 08.05.2019, 09:49 von SGV Abteilung Welver

Am 07.04.2019 trafen wir uns um 10:00 Uhr am Treffpunkt, dem Parkplatz in Welver, um dann gemeinsam den Startpunkt der Wanderung in Oestinghausen anzusteuern.

Mit 13 Teilnehmern ging es bei sonnigem Wetter vom Mühlsteinbrunnen in Oestinghausen auf die „Route 72“ rund um Lippetal.

 

Bei der 72-Stunden-Aktion im Jahr 2013 (Initiiert wird diese jährlich vom Bund der Kath. Jugend) entstand in und um Oestinghausen ein ca. 16 km langer Fahrrad/Wanderweg mit verschiedenen Stationen durch Feld, Wirtschafts- und Naturschutzgebiete.

An den Stationen wurden Sitzgelegenheiten installiert sowie verschiedene interessante Einzelprojekte wie ein Schlauchtelefon, Klanghölzer und ein Insektenhotel realisiert.

 

Auch eine auf dem Weg liegende Unterführung wurde farblich mit Comics gestaltet.

Außerdem wurden Schaukästen angebracht, die als Wechselausstellung fungieren. In dem Naturschutzgebiet Ahsewiesen konnte auf dem Aussichtsturm die heimische Vogelwelt erkundet werden.

 

An einer Station wurde zum Abschluss der Route eine Schutzhütte mit Grillplatz errichtet, die uns die Möglichkeit bot, die Tour gemütlich ausklingen zu lassen.

 

Nach 4 Stunden erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt den Mühlsteinbrunnen.

 

Wdf. und Text: Thomas Rasch

Fotos: Dirk Große

Infos zur Mitgliederversammlung vom 29.03.2019

veröffentlicht um 08.04.2019, 10:48 von SGV Abteilung Welver

Hallo liebe Wanderfreunde des SGV Welver, am 29.03.2019, fand unsere diesjährige Mitgliederversammlung in „Anges Gasthof Witteborg“ in Dinker statt. Für alle, die nicht dabei sein konnten, an dieser Stelle die wichtigsten Informationen:

Vorstandswahlen standen nicht an. Unser Vorsitzender Reinhold Großelohmann dankte in diesem Zusammenhang Wolfgang Junker und Karl Heinz Hoppe, die in der letzten Jahreshauptversammlung als Verstärkung in den Vorstand gewählt wurden, so dass die anfallenden Aufgaben somit auf mehrere Personen verteilt werden konnten.

Auch durch die Bereitschaft mehrerer Mitglieder, sich als ehrenamtliche Wanderführer/innen aktiv an der Gestaltung des Vereinsprogramms zu beteiligen, können wir jedes Jahr abwechslungsreiche Unternehmungen anbieten.

Unsere „Finanzministerin“ Angelika Mückner stellte die Einnahmen und Ausgaben des Jahres 2018 vor und konnte abschließend einen positiven Kassenstand vermelden. Für die nach zweijähriger Tätigkeit ausscheidende Kassenprüferin Andrea Junker wurde Olaf Appelbaum zum neuen Kassenprüfer gewählt.

An den insgesamt 26 Wanderungen gab es 364 Teilnehmer, die zusammen 3.968 Kilometer erwanderten.

Die 26 Wanderungen ergaben zusammen eine Gesamtstrecke von 338 Kilometer.

Auf einer 2-Tages-Tour ging es auf den Viaduktweg in Altenbeken.

Beste Wanderin im Jahre 2018 war Gerhild Schütz mit 14 Teilnahmen und einer Kilometerleistung von 163.

Bester Wanderer war Wolfgang Junker mit 19 Teilnahmen und 286 Kilometer.

Neben vier Radtouren – einschließlich einer viertägigen Fahrt durchs Ammerland - gab es auch die eine oder andere Veranstaltung jenseits des Wanderns. In diesem Zusammenhang zu erwähnen ist die Kanu-Tour im Juni, der Kulturabend im Spiegelzelt in Dortmund und die Krimilesung „Mord am Hellweg“ in Wickede.

In diesem Jahr feiern wir zudem unser 10-jähriges Bestehen. Dies soll am 27.07.2019 mit einem Sommerfest gefeiert werde. Alle Mitglieder erhalten hierzu eine separate E-Mail mit allen wichtigen Informationen.

Im Jahre 2018 sowie in den ersten Monaten dieses Jahres konnten wir folgende Neumitglieder in unserer Wandergemeinschaft begrüßen:

Ursula Thülig

Norbert Kroll

Georg Breimhorst

Rosemarie Kötter

Anne Westhaus

Fritz Westhaus

Olaf Appelbaum

Beate Ohst.

Damit hat der SGV Welver aktuell 59 Mitglieder.


Soweit die Fakten zum formellen Teil, jetzt können wir uns für den Rest des Jahres wieder ganz auf's Wandern konzentrieren.

In diesem Sinne "Frisch Auf"

und beste Grüße von der Schriftführung.

"Runde von Sichtigvor"

veröffentlicht um 06.04.2019, 11:26 von SGV Abteilung Welver   [ aktualisiert: 07.04.2019, 09:39 ]

24.03.2019. Mit insgesamt 16 Wanderern machten wir uns bei durchwachsenem Wetter auf den Weg nach Sichtigvor zu unserem Ziel. Am dortigen Wanderparkplatz erwarteten uns weitere sechs Wanderteilnehmer.

 

Direkt in der Anfangsphase ging es entsprechend lange und stetig in die Höhe.

Als wir unsere erste Höhenkuppe erreicht hatten, brach auch die Sonne durch das Gewölk und begleitete uns auf dem restlichen Weg mal mit mehr mal mit weniger Kraft.

 

Bedingt durch derzeit laufende Waldarbeiten und durch den letzten Sturm „Eberhard“ waren die Wege denn auch entsprechend zerfahren oder teilweise nicht begehbar, sodass der eine oder anderer „Schlenker“ ausfallen musste.

 

Etwa auf der Hälfte unserer Etappe erreichten wir die „Kroneneiche“, wo wir eine verdiente Rast einlegen konnten.

Weiter ging es bergauf und bergab durch immer wieder abwechselnde Baumbestände.


Nach 15 km hatten wir unseren Parkplatz denn wieder erreicht und wurden dort von „Pulloverschweinen“ begrüßt.


Wdf., Text und Fotos: Andrea und Wolfgang Junker

Rekordverdächtige Tour "Rund um Wimbern"

veröffentlicht um 22.02.2019, 06:47 von SGV Abteilung Welver   [ aktualisiert: 22.02.2019, 06:50 ]

Frühlingshafte Temperaturen und Sonne pur begleiten uns am 17.02.2019 auf der 10 km langen Tour „Rund um Wimbern“. Theresia und ich haben zu Beginn der Wandersaison eine leichte Wanderung geplant. Diese Strecke ist ein Teil des Wanderweges „Rund Wickede“ und beginnt am Parkplatz des ehemaligen Krankenhauses von Wimbern. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde das Haus am 31. 12. 2011 geschlossen. Seit April 2014 werden die Gebäude für die Unterbringung von Asylbewerbern aus aller Welt genutzt.

Unser ursprünglicher Weg ist nicht begehbar, da das Areal großräumig eingezäunt ist und von Security Personal bewacht wird. Eine Alternative ist schnell gefunden. Durch ein kleines Waldgebiet starten wir in nördlicher Richtung dem Heilig-Geist-Kloster Wickede-Wimbern entgegen. Das imposante Gebäude wurde Mitte der 1950-er Jahre gebaut. Das Haus der Steyler Missionsschwestern wird heute als Alten- und Pflegeheim für kranke und ältere Schwestern, die aus ganz Europa hier betreut werden, genutzt.

Vom Gelände des Klosters verläuft der Wanderweg entlang der B 63 in Richtung Wickede. Statt die Ruhrbrücke zu überqueren, biegen wir nach rechts ab, um auf der gegenüberliegenden Straßenseite rechts in den „Schwarzen Weg“ einzubiegen. Ab hier wandern wir durch einen Mischwald im Mühlenbachtal.

Foto: 39 (!) Wanderer an der Schützenhalle in Wimbern (38 + Fotograf= 39)

Nach einer längeren Waldpassage zeigt uns ein Wanderzeichen einen Richtungswechsel an. Auf halber Strecke erreichen wir die Schützenhalle von Wimbern und legen eine Pause ein. Rucksackverpflegung ist nun angesagt.


Gut gestärkt queren wir die B 7 in südwestlicher Richtung und wandern nun durch ein landwirtschaftlich geprägtes Gebiet. In Sichtweite der Ortschaft Barge, verläuft unser Kurs nun gen Norden, der Ruhrtal-Klinik entgegen. Von hier aus hat man eine schöne Aussicht auf Fröndenberg und Wickede. 

Foto: Blick auf Wickede (rechts das Wohngebiet Nachtigall)

Vorbei an der Klinik erreichen wir über einen Feldweg das Wohngebiet Nachtigall. Ab hier trennen uns noch wenige Minuten bis zum heutigen Endpunkt unserer Tour.

Eine rekordverdächtige Wanderung ist beendet. Rekordverdächtig war das ungewöhnlich warme Wetter am 17. Februar 2019 und die 39-köpfige (!) Wandergruppe an diesem Tag. Auf der Terrasse der Cafeteria vom Seniorenzentrum St. Raphael endet in geselliger Runde bei köstlichem Kuchen und duftendem Kaffee ein schöner Wandertag. An dieser Stelle auch ein Dankeschön an die Mitarbeiter des Hauses für die freundliche Aufnahme und die perfekte Bewirtung.

 Wdf. und Text: Theresia und Hans Rottmann

Fotos: Dirk Große  

 

 

"Flurwoche" in Wanne-Eickel

veröffentlicht um 17.02.2019, 11:11 von SGV Abteilung Welver

10.02.2019

Wir sind ja überwiegend wandernd unterwegs, diesmal begab sich jedoch eine Gruppe unserer Wandergemeinschaft in Sachen „Kultur“ tief ins Ruhrgebiet. Im Volkstheater „Mondpalast“ in Wanne-Eickel wurde das Stück „Flurwoche“ aufgeführt.


Mit dem Untertitel „Zoff im Treppenhaus“ beschreibt das Volkstheater sein Stück wie folgt (Quelle: www.mondpalast.com):

>>Man nehme eine rassige Italienerin, ein Paar deutscher Ordnungsfanatiker, einen sentimentalen Schwulen, eine russlanddeutsche Domina und einen nörgelnden Einsiedler. Man gebe all diese in einen gemeinsamen Hausflur und rüttle einmal kräftig an den Vorurteilen. Heraus kommt: die „Flurwoche“, die leidenschaftlich politisch unkorrekte Mondpalastkomödie über den urkomischen Alltagswahnsinn ruhrpöttischer Hausgemeinschaften. In die Idylle des Wanne-Eickeler Hausflurs, in dem das Ehepaar Buschmann gerade seinen Pflichten der Flurwoche nachgeht und in der jeweiligen Landessprache ihre multikulturellen Nachbarn begrüßt, bricht Friedhelm Christ, der bucklige Kellerbewohner, und schafft Raum für die Realität.

Das Ruhrgebiet wie es leibt und lebt kommt zum Vorschein: Menschen unterschiedlichster Nationalitäten, Behinderte, Homosexuelle und das „ganz normale“ deutsche Ehepaar. Krasse Vorurteile machen eine harmonische Hausgemeinschaft unmöglich. Erst der drohende Verlust des Zuhauses schweißt die Bewohner zusammen und zeigt die Menschen hinter den Masken der Klischees.<<


Das Stück bescherte uns mit Witz und einer Prise Tiefgang zum Multi-Kulti-Thema einen vergnüglichen Sonntagnachmittag.

Vielen Dank an Bärbel Grösgen für die Organisation!

Zum Potsdamer Platz!

veröffentlicht um 17.02.2019, 09:24 von SGV Abteilung Welver   [ aktualisiert: 18.02.2019, 00:10 ]

Von der "Guten Stube" zum "Potsdamer Platz"….. Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin! Nein, nein, weit gefehlt, wer aufgrund der Überschrift mit einer Wanderung im Bereich unserer Bundeshauptstadt gerechnet hatte, wird an dieser Stelle enttäuscht. Denn eigentlich ist klar, bei einer Anreise von rund 35 km werden wir nicht annähernd das Umfeld von Berlin erreichen. 

Vielmehr ging es am 25.11.2018 zunächst von Welver aus mit dem Pkw nach Dreisborn. Ein Siedlungsweiler, deren räumliche Zuordnung nicht unbedingt jedem sofort präsent ist. Wir befinden uns in einem Bereich, der noch der Stadt Arnsberg zugeordnet ist. Etwas weiter nördlich liegt das vielleicht bekannte Kloster Oelinghausen.


Start und Ziel der Wanderung: „Dreisborn‘s Gute Stube“. Ein bäuerliches Anwesen, wo in gemütlichem – aus heutiger Sicht schon fast musealem - Ambiente in der guten Stube herrlich leckerer – und vor allem selbstgebackener – Kuchen serviert wird. Aber bevor wir in den Genuss dieser Leckereien kommen, steht eine rund 16 km lange Wandertour auf unserem Programm.

Wir befinden uns im November, so dass nicht unbedingt mit bestem Wanderwetter zu rechnen ist. Man kann sich ja entsprechend kleiden. Leider ist es heute nicht nur nasskalt, sondern auch nebelig, so dass die ansonsten herrschende Fernsicht nicht genossen werden kann. Wir befinden uns anfänglich auf einem Weg östlich der Ortschaft Holzen. Zum Vergleich sollen die nachfolgenden Bilder den Fernsicht-Unterschied zwischen Vortour und Tag der Wanderung verdeutlichen.


Von der leichten Anhöhe mit dem Namen Estenberg (304 m) hat man normalerweise einen schönen Ausblick auf die Anlage des oben bereits erwähnten Klosters Oelinghausen. Weiter abwärts überqueren wir am tiefsten Punkt neben einer Furt den Bieberbach und gelangen in den Luerwald. Einem historischen Wald, der kaum durch Straßen unterbrochen wird. In diesem Naturschutzgebiet liegt auch der bekannte Wildwald Voßwinkel. 

Unser Zwischenziel ist nach einer leicht ansteigenden Forstwegpassage der „Potsdamer Platz“. Auf der Hälfte unseres heutigen Tagespensums ein geeigneter Ort für eine größere Pause. Hier treffen mehrere Wanderwege mitten im Wald aufeinander, so dass ein Platzcharakter entstanden ist. Ein Schild informiert uns über die Entstehung des Namens:

Nach der Pause folgen wir dem „Werlweg“ noch ein gutes Stück westwärts durch den schönen Wald, der auch jetzt im November seinen Reiz hat. Insbesondere der Dunst zwischen den Bäumen gibt dem Weg seinen ganz eigenen Charakter.


Nachdem wir in südliche Richtung abgebogen sind, wird der Bieberbach nun westlich der Ortschaft Holzen erneut überquert. Später streifen wir noch den Siedlungsrand und den örtlichen Friedhof, bevor ein letzter Anstieg nach Dreisborn zu bewältigen ist.


Nach rund 16 km Wegstrecke und etwas über 300 Höhenmetern begeben wir uns in die gute Stube und lassen es uns bei Kaffee und Kuchen gut gehen. Der eine oder andere fühlt sich ein wenig zurückversetzt in die Zeit, als man noch am Sonntagnachmittag zum Kuchen essen bei Oma zu Besuch war.

Auch heute verleiten die selbstgebackenen Kalorienträume dazu, durchaus ein zweites Stück zu ordern. Wir haben es uns verdient!!!


Text und Fotos: Dirk Große

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