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Dreilandschaftswanderung - 25.07.2020 -

veröffentlicht um 02.08.2020, 07:43 von SGV Abteilung Welver

Der Dreilandschaftswanderweg ist ein LEADER-Projekt: „Die Landschaftserlebniswelten im Möhnetal vermitteln landschafts- und heimatkundliches Basiswissen zur Acker-, Möhne- und Waldlandschaft, die zwischen Allagen und Niederbergheim kleinräumig und kontrastreich aufeinandertreffen.“ Soweit die offizielle Sprachregelung.

Mit anderen Worten: rauf – runter – rauf – runter – rauf – runter – rauf und noch einmal runter. So kann man auch im Möhnetal über 300 Höhenmeter an einem Tag wandern. Aus den geplanten 16 km wurden dann auch 20 km. Es war ein warmer Tag (> 22°C), was die Strecke nicht leichter machte. Ein erlebnisreicher Tag mit guter Stimmung und Stimmungen, viel Sonne, Geschichte und Geschichten lag vor uns.

Samstagmorgen 10:30 Uhr auf dem Parkplatz „Niederbergheimer Hof“ im Möhnetal. Treffpunkt für 10 Wanderer aus Welver. Hier wurden zunächst die Corona-Kriterien erledigt. Weil an der Möhnestraße reger Verkehr herrschte, bat Reinhold uns zunächst zum „Ölmannsberg“ über die Kreuzung Möhnestraße - Sauerlandstraße. „Ölmannsberg“ ist ein Straßenname, Nomen est Omen. Hier erklärte Reinhold, auf was wir uns freuen dürfen.

So wanderten wir zunächst durch Oberbergheim. Ein beschauliches kleines Örtchen oberhalb des Möhnetales. Bevor wir zum Skywalk, eine neue Attraktion im Möhnetal, wanderten, war das „Merpketal“ unser Ziel. Die „Merpke“ ist ein Zufluss der Möhne. Sie entspringt in einem wunderschönen, versteckten Tal zwischen Niederbergheim und den Haarhöfen.



Wir wanderten auf Feldwegen vorbei an teilweise abgeernteten Feldern zum Skywalk. Der Skywalk ist eine Aussichtsplattform, die in 80 Metern Höhe 20 Meter in das Möhnetal hineinragt.



Von hier hat der Wanderer einen herrlichen Ausblick in das Möhnetal und das Sauerland.

 


 

Eines hatte uns der Blick von dort oben schon verraten: ganz schön hoch!

Doch sollten wir nicht auf dieser Höhe bleiben. Die Mittagsrast war im Dasselpark am „Haus Dassel“ direkt an der Möhne geplant. In dieser alten Industriellen-Villa befindet sich das Kulturzentrum des Ortes Allagen. Der Name geht auf Georg Dassel zurück. Er war ein einflussreicher Unternehmer im Möhnetal. Das Natursteinwerk Dassel existiert noch heute. Das Haus dient heute als Amtsstube für Hochzeiten, Museum, Vereinsräume und vieles mehr. Im Park des Hauses findet jedes Jahr im September ein Parkfest und zu Pfingsten ein Musikfest statt. Zu sehen sind eine alte Wasserkraftanlage und Skulpturen. Selbstverständlich auch Spielgeräte und Ruhebänke. Ein beliebter Halt am Möhne - Radweg.

Nach der Rast ging es frisch gestärkt weiter. Das Motto des SGV „frisch auf“ wurde mit Leben erfüllt. Es ging aufwärts zum Allagener Höhenweg. Der Höhenweg verbindet die Ortschaften Allagen und Sichtigvor. Vorbei am Haus Bockholt, eine alte Herrschaftsvilla, führte uns der Weg nach Sichtigvor. Sichtigvor verdankt seinen Namen den Mönchen des Klosters Mühlheim. In der Blütezeit des Klosters siedelten Bauern und Dienstgewerbe des Klosters auf der anderen Seite der Möhne. Diese Siedlung lag also in Sichtweite vor dem Kloster. (Sichtig-vor)

Im Ort am „Gasthof Schmidt“ angekommen saßen dort einige Musiker des Spielmannszuges Sichtigvor. Sie warteten auf die Kollegen der Kapelle. An diesem Wochenende wäre in Sichtigvor Schützenfest gewesen. Die Musikkapelle zog spielend durch das Dorf auch ohne Schützen. Corona geht auch an den Schützenvereinen nicht spurlos vorüber. Wir genossen die Gastlichkeit des Hauses. Eine kleine Getränkepause tat allen gut.

Von hier ging es hinauf zur Kreuzbergkapelle. Wie der Name schon sagt, es geht aufwärts. Von der Möhne führt ein Kreuzweg in Serpentinen hinauf zur Kapelle. Diese wurde von Kriegsheimkehrern des ersten Weltkrieges als Dank für ihr Überleben gebaut. Die Kapelle überragt das Möhnetal und von dort ist der Ausblick nicht minder schön wie vom Skywalk.

 



Die Kapelle wird neben Gottesdiensten verschiedener Vereine auch zu besonderen Anläsen - z.B. für Hochzeiten - genutzt. Wie die Braut mit ihrem Brautkleid und den passenden Schuhen dort hinaufkommt? Der einzige Weg dorthin ist der Kreuzweg. Dieser Weg ist eine Schotterpiste. Und die gingen wir nun wieder hinunter.

 

Wir folgten dem Möhne-Radweg. Dieser Weg wurde über die alte Bahntrasse von Brilon nach Neheim gebaut. Eine schöne Radstrecke, die gut genutzt wird. Wir folgten dem Weg bis zur „Mühlheimer Schlacht“. Woher der Name Schlacht kommt, war nicht zu klären. Es ist ein wild-romantischer Ort direkt am Radweg. Eine Brücke führt an dieser Stelle über die Möhne.

 

 

An dieser Möhne-Staustufe wurde ein Mühlengraben angelegt, der die Mühle (Biomühle Eiling) in Sichtigvor mit Wasserkraft versorgt. Felsblöcke im Flusslauf, sorgen für ordentlich Verwirbelung, die den Sauerstoffgehalt der Möhne erhöht, wild-romantisch eben. Entlang des Mühlengrabens führte uns der Weg in den Ort zurück. Wir besuchten die St. Margaretha Kirche und die Lourdes Grotte daneben. Reinhold machte uns auf die Besonderheit der Nutzung dieser Kirche aufmerksam. Den südlichen Eingang benutzen die Mülheimer und den nördlichen Eingang die Sichtigvorer Kirchgänger. Ob diese Tradition auch heute noch gepflegt wird? Schließlich ist Sichtigvor inzwischen auch südlich der Möhne „gewachsen“.

Mit der Lourdes Grotte bedankte sich eine wohlhabende Pilgerin, die durch das Wasser in Lourdes geheilt wurde. So steht es in Stein gemeißelt auf einer Tafel in der Grotte. 

In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit sparten wir uns den Aufstieg nach Taubeneiche. Taubeneiche ist eine Siedlung zwischen Sichtigvor und Waldhausen. Die Häuser erstrecken sich entlang der einzigen Straße. Woher der Name stammt, konnte ich nicht klären.

Wir machten uns auf den Rückweg Richtung Skywalk. Noch einmal hieß es „frisch auf“ den Haarstrang hinauf. Dort oben empfing uns ein angenehmer Gegenwind. Es war eher eine leichte Brise. Die Sonne begleitete uns schon den ganzen Weg. So brachte diese Brise Erfrischung. Einige Wanderer hatten noch Termine für den späteren Nachmittag und Abend. Das Tempo nahm Fahrt auf. Den Skywalk ließen wir diesmal links liegen. Zügig gingen wir dem Parkplatz entgegen.

Fazit: eine schöne, lohnenswerte Wanderung mit tollen Aussichtspunkten und Geschichte und Geschichten. Ein Erlebnis!

 

Wdf.: Reinhold Großelohmann

Text und Fotos: Karl Heinz Hoppe


2 x Jägerbänke Arnsberg

veröffentlicht um 25.06.2020, 21:02 von SGV Abteilung Welver

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Wegen der Corona-Vorschriften dürfen nur 10 SGV – Mitglieder an einer Wanderung teilnehmen. Zudem ist eine Selbstauskunft zu möglichen Corona – Risiken auszufüllen. Deshalb ist auch eine Anmeldung notwendig.

Damit alle Wanderwilligen teilnehmen konnten, wurde die planmäßige Wanderung vom Samstag, 20.06.2020,  am Sonntag, 21.06.2020, wiederholt. Das Wetter spielte an beiden Tagen mit. Die Strecke war gut wanderbar.

Treffpunkt war der Parkplatz am Waldfriedhof in Arnsberg. Wir starteten mit dem Jägerpfad.



Ein wahrlich schöner Waldpfad. Wobei der Wald durch den Borkenkäfer stark gelitten hat. Das bietet zwar neue Aussichten, aber…


Über „Stock und Stein“ im wahrsten Sinn des Wortes ging es aufwärts zu den Jägerbänken. Zahlreiche Wurzeln, Rinnsale und einige Brücken machten den Jägerpfad zum Erlebnis. Dieser Pfad führt etwa 2 Kilometer aufwärts zu den Jägerbänken. Die Steigung war nicht zu steil. Trotzdem, der Anstieg ließ den Puls ebenso steigen, wie die Körpertemperatur. Nein, es war keine schweißtreibende Angelegenheit, aber gut, dass es nicht wärmer war. Nach einer Stunde kamen wir an den Jägerbänken an. Zeit für eine Pause.



Weiter ging es über die Waldroute Richtung „Ochsenkopf“ und „Hubertushöhe“. Mit 335 Höhenmetern auf 4 km war die Strecke schon eine anspruchsvolle Strecke. Vor allem nach der langen Coronapause. Auf der Waldroute änderte sich das „Gesicht des Waldes“. Jetzt bestimmten Buchen den Wald. Zahlreiche Fingerhutflächen - mit ihren leuchtenden Blüten - erfreuten uns.

Die Stürme der letzten Jahre und die Borkenkäferplage haben für völlig neue Aussichtspunkte gesorgt. Keine Frage, der Klimawandel verändert die Landschaft.

Auf der „Hubertushöhe“ hatten Waldbauern mit dem Kahlschlag begonnen. Nächstes Jahr wird es hier anders aussehen. Wir hatten den höchsten Punkt der Wanderung erreicht. Zum „Hubertuspöstchen“ war es nur ein kurzer Abstecher. Eine Freiluftkapelle, ein Bildstock und eine „Wolfsgrube“, das ist das Hubertuspöstchen. Hier feiern der Arnsberger Heimatbund und Jagdgesellschaften gelegentlich Freiluft – Gottesdienste. Eine schattige Sitzgruppe lud zur Rast.

Die Hälfte des Weges lag hinter uns. Jetzt ging es wieder hinunter nach Arnsberg. Auf diesem Teil des Weges standen die Buchen besonders hoch. Wie „Himmelssäulen“, ragten sie empor. Ihre Kronen ließen viel Licht durch. Deshalb gab es auch hier üppigen Bodenbewuchs. Zahlreiche Birken hatten die Flächen, die durch die Stürme der letzten Jahre gerodet wurden, besiedelt. Teilweise erschien es, als wanderten wir durch einen grünen Blättertunnel. Erst auf dem letzten Kilometer war der Buchenwald dichter und zeigte das Bild eines Nutzwaldes. Ein Buchenwald, ohne große Unterholzbestände. Hier war auch der Schotterweg breit und befestigt. Ein Forstbetriebsweg eben.

Der Weg zum Parkplatz führte uns über den Waldfriedhof. Dieser Waldfriedhof gleicht eher einer Parklandschaft. Alte Bäume und großzügige Rasenflächen prägen sein Bild.

Das waren die ersten beiden Wanderungen im Corona – Modus. Hoffentlich ist die Pandemie bald vorbei und wir können die Wanderungen des Wanderkalenders 2020 endlich genießen.


Wdf., Text und Fotos: Karl Heinz Hoppe

Der "Kleiberg" ruft (schon wieder)!

veröffentlicht um 03.03.2020, 09:40 von SGV Abteilung Welver

Ausweichwanderung am 01.03.2020.

Die Stürme und der Regen der letzten Wochen machten eine Änderung des Wanderplanes notwendig. Die Wege im Möhnetal sind auch durch die Forstarbeiten teilweise unpassierbar. Wieder eine Wanderung ausfallen lassen? Dann erfüllen wir lieber einen „Wanderwunsch“.

Am 17.11.2019 hatten wir bei der Kleibergrunde keine Fernsicht. Die Teilnehmer wünschten sich: „Die Tour sollten wir noch einmal bei guter Fernsicht wiederholen.“ Diese Gelegenheit ergab sich jetzt. Es sollte eine „windige Angelegenheit“ werden. Windgeschwindigkeiten von 40 km/h in Böen 70 km/h waren angesagt.

Wieder starteten wir an der „alten Windmühle“ in Soest. Aufwärts ging es zunächst nach Hiddingsen. Als wir aus dem Schutz der Häuser herauskamen, empfing uns ein heftiger Wind. Es sind nur ca. 400 Meter bis zur Autobahnbrücke aber die reichten. Sämtliche Frisuren wurden neu geföhnt. Doch konnten wir schon hier sehen, was uns erwartet: beste Fernsicht.


Weiter ging es jedoch windgeschützt durch das gepflegte Haardorf Hiddingsen Richtung Steinkiste. Im Schutz der Häuser und Bäume erreichten wir den Aussichtspunkt im NSG Kleiberg. Einige Wildpferde und der Blick über die Börde begrüßten uns. Die Bänke waren trocken und windgeschützt. Gute Voraussetzungen für eine Verpflegungspause mit Aussicht.

Danach machten wir uns auf. Noch einmal 100 Meter gegen den Wind, dann waren wir wieder im Windschatten der Bäume. Entlang des Zaunes am ehemaligen Übungsgelände der belgischen Streitkräfte wanderten wir Richtung Lendringsen. Besonders angenehm, auch die große Freifläche lag im Windschatten. „Ist das ein herrliches Plätzchen“, stellten wir fest.

Im Sonnenlicht Blick auf den Teutoburger Wald, bei angenehmen Temperaturen ließ es sich gut wandern. Als wir Richtung „Lendringser Schweiz“ abbogen, verabschiedete uns wieder eine Gruppe Wildpferde.

Jetzt ging es über die ungeschützte Freifläche des Haarstranges. An einer Wegmarke angekommen, gab es Gelegenheit für eine kurze Pause und ein Gruppenfoto.


Der Wind ermunterte uns zügig weiterzugehen. Immer wieder ein kurzer Blick auf das „Bördepanorama“, bis wir den Abzweig zum R 26 und eine schützende Baumhecke erreichten. Hier ließ es sich aushalten. Jetzt war auch das Kraftwerk Datteln noch zu sehen. Dieser Ausblick schmückt die Kleibergrunde.

Genug gesehen! Es ging weiter zur „Lendrigser Schweiz“, dem Schleddetal. Der Weg führt am Waldrand entlang. Ein schönes Tal im Sonnenlicht.

Im Wald waren viele Äste durch die letzten Stürme abgebrochen. Aber die Bäume standen fest. Zeit für eine kurze Rast. „Was, jetzt schon?“ Ein Blick auf die Uhr verriet, wir waren gut unterwegs.

Etwas getrunken, gegessen und weiter ging es Richtung Müllingsen. Wieder erwartete uns eine freie Fläche. Es ist müßig, die Aussicht zu erwähnen. Aber erwähnenswert ist wieder einmal der Wind. Jetzt aber positiv, er kam von hinten und machte den Weg leicht. Müllingsen wurde passiert, unter der Autobahn hindurch, jetzt war der Stadtrand von Soest nicht mehr weit. Durch die Kleingartenanlage Soest Süd und ein kleines Wäldchen kamen wir wieder am Parkplatz an. 

Eine kurzweilige und schöne Wanderung fand im Café Vielhaber ihren Abschluss. 


Wdf., Text und Fotos: Karl Heinz Hoppe


"Geierabend" 02.02.2020

veröffentlicht um 14.02.2020, 06:16 von SGV Abteilung Welver   [ aktualisiert: 14.02.2020, 06:20 ]

„Watt’ne schöne Ecke“, hätte Kumpel Emil wohl gesagt, wenn er so wie wir, zu seiner Zeit an einem Sonntagnachmittag - möglicherweise bei etwas schönerem Wetter - unsere kleine Wanderung vom "Schloss der Arbeit“ Zeche Zollern (erbaut 1898 -1904) bis zur Burganlage Haus Dellwig, dessen Ursprünge aus dem 13. Jh. stammen, gemacht hätte. Dieser kurze Spaziergang von 4 km vorbei an villenartigen Bergarbeiterwohnungen über eine Haldenanlage, die sich ohne Fremdeinwirkung zurück zur Natur entwickelt, bis hin zur bewohnten Burganlage, hatte uns mit ausreichender Frischluft für das anstehende Programm versorgt.

 



Es blieb auch noch Zeit für das Museum, wo vor allem die Maschinenhalle mit dem berühmten Jugendstileingang und der aufwendigen Bau-Konstruktion bewundert werden konnten. Schnell wurde noch ein Pilsken und ne Currywurst konsumiert, bevor wir dann in der ebenfalls sehenswerten Lohnhalle eine fast 3-stündige „Sitzung“ genossen, in der uns einmal mehr das Weltgeschehen aus Sicht des Ruhris erklärt wurde.



Den Geierabend gibt es jetzt seit fast 30 Jahren und die Ensemble-Mitglieder haben inzwischen Kultstatus - bis auf „Obel Obering“ - der ist neu und kommt aus Welver-Vellinghausen-Eilmsen!!! 

Mit der Gewissheit, wieder mal ein eine Ruhrgebietsspezialität genossen zu haben, freuten wir uns dennoch auf unsere etwas bequemeren Autositze auf der Fahrt nach Hause.

Organisation, Wanderführerin und Text: Bärbel Grösgen

 

Winterwanderung am 26.01.2020

veröffentlicht um 30.01.2020, 09:52 von SGV Abteilung Welver

Eine 12 km Winterwanderung war angekündigt. Der Tag begann noch trübe. Der nächtliche Frost hatte kleine Eiskugeln an die Bäume gezaubert. „Wenn wir aus dem Wald heraus sind, scheint die Sonne“, mit diesem Versprechen begrüßte Bärbel Rosenhöfel, die 20 Wanderer. Sie sollte Recht behalten. Dann hieß es „schöne Grüße, an die Füße“.



Das Thema der Wanderung begleitete uns in den Buchenwald. Der Frost der Nacht hatte die Tropfen des Regens gefrieren lassen. Auch der Boden war noch leicht gefroren. So blieben die Schuhe sauber. Und tatsächlich, als wir aus dem Wald herauskamen, begannen sich die Wolken zu lockern. Schon auf dem Weg nach Süddinker kam die Sonne heraus.



In diesem Jahr war es keine „Schnitzeljagd“. Eine Einkehr im „Landgasthaus Splietker“ war in diesem Jahr nicht vorgesehen. Also wanderten wir um den Gasthof herum Richtung Scheidingen.

Obwohl das Tempo recht zügig war, blieb die Gruppe noch gut zusammen. „Eine Tour auf Forst- und Feldwegen“, war angekündigt. Wer es noch nicht wusste, stellte nun fest, dass die Feldwege auch um Welver zumeist asphaltiert sind. Das ist nicht für jeden Wanderer angenehm. Waldwege und -pfade sind schon angenehmer zu gehen. An einem Wegekreuz mit Sitzgelegenheiten legen wir eine kurze Pause ein.



Inzwischen hatte die Sonne das Thermometer klettern lassen. Die ersten Wanderer zogen die Handschuhe aus und öffneten die Jacken.



Jetzt wurde die Wandergruppe auch länger. Es wurden öfter kleine Stopps eingelegt, um die Gruppe zusammenzuhalten. Lag es an der Strecke und den Temperaturen, oder wurden einige Wanderer, die Einkehr vor Augen, immer schneller? Das kann nicht abschließend geklärt werden. Auf jeden Fall legten wir bei diesem herrlichen Sonnenschein noch eine kleine Verlängerung ein. Nach 3 Stunden waren 15 km gewandert und wir kehrten in das „Café Dördelmann“ ein. Tische waren reserviert, der Kuchen mundete köstlich und Kaffee, Kakao und Tee bildeten einen gelungenen Abschluss der Wanderung.



Text und Fotos: Karl Heinz Hoppe

Wdf.: Bärbel Rosenhöfel


Wandern in Welver: Der A 4 Rundweg nach Eilmsen

veröffentlicht um 30.11.2019, 03:23 von SGV Abteilung Welver   [ aktualisiert: 09.12.2019, 09:08 ]

Der Nebel hatte sich gelichtet, die Sonne noch vom Hochnebel verschleiert, die Wetterprognose versprach Sonne, im Laufe des Tages. Beste Bedingungen für die Jokerwanderung. Neun Wanderinnen und Wanderer waren früh am 24.11.2019 aufgestanden, um mit Bernhard Weber den A 4 in Welver zu erwandern.


Foto 1: Gruppenfoto


Es war noch frisch, als wir starteten. Das sollte sich aber im Laufe der Wanderung noch ändern. Zum Schluss wanderten wir mit geöffneten Jacken. Pünktlich 09:30 Uhr starteten wir in Kirchwelver.



Vorbei am Friedhof durch die Buchenwälder erreichten wir die Feldflur. Mit zügigem Tempo erreichten wir schnell den „Sängerhof“ bei Dinker. Hier bot sich eine Überraschung. Zwei Hängebauchschweine hatten den Hof verlassen und ließen sich die Feldfrüchte schmecken.


 


Die Frage, wo ist das Loch im Zaun, fand keine Antwort. Die Schweine wollten es uns nicht zeigen. Also machten wir uns auf den Weg nach Eilmsen. Die weite Feldflur lag vor uns. Hier zeigte sich, dass die Welveraner Feldflur nicht nur Asphaltweg bereithält. So erreichten wir Eilmsen und den Gasthof Schlotmann. „Heute geschlossen“, das Schild begrüßte uns an der Tür. So war das nicht geplant. War hier doch ein „technischer Halt“, für die Damen geplant.



So durften unsere Damen die sanitären Anlagen des Sportplatzes Eilmsen kennen lernen. Erleichtert wanderten wir weiter.



Durch den Eilmser Wald ging es zurück Richtung Dinker. Jetzt hatte auch die Sonne den Kampf gegen den Nebel gewonnen.



Die Jacken wurden flux geöffnet. Der Sonne entgegen ging es nach Dinker. Hier sollte es doch eine Einkehrmöglichkeit bei Anges Gasthof Witteborg oder im Haus Wipker geben. Aber es zeigte sich, dass diese Annahme optimistisch war. Für 9 Personen war nicht einmal eine Tasse Kaffee drin. Es war Mittagszeit und ohne Reservierung ging an diesem Sonntag gar nichts. Was soll's? Also zurück nach Welver. Die Buchenwälder hatten uns wieder.



Es war eine sehr schöne Wanderung, trotz „ungeplanter Fastenzeit“. 😊

Schnell noch ein Gruppenfoto (siehe Foto 1 oben im Bericht!) und dann ins Café Rosenkranz. Aber dieser Tag hatte es gastronomisch in sich. Vorsicht Kunde droht mit Umsatz! „Wir öffnen erst um 13:00 Uhr“, war die ernüchternde Auskunft. „Sie müssen sich noch 15 Minuten gedulden“. Wie heißt noch das Buch, von Edgar K. Geffroy? „Das einzige was stört ist der Kunde!“ 

So war schnell der Entschluss gefasst, ins Café Dördelmann zu fahren. Na also, geht doch! Hier waren wir willkommen und genossen bei leckerem Kuchen und Kaffee einen gemütlichen Ausklang.

Fazit: Warum in die Ferne schweifen? Auch Welver hat schöne Wanderwege.


Wdf.: Bernhard Weber

Fotos und Text: Karl Heinz Hoppe


"Kleibergrunde" ab Stadtrand Soest

veröffentlicht um 18.11.2019, 09:56 von SGV Abteilung Welver

Warum in die Ferne schweifen, wenn der Kleiberg liegt so nah?

Anfahrt: Soest, Windmühle 1

 


Die Strecke ist gut befestigt, auch nach längerem Regen gut zu gehen.

27 Wanderinnen und Wanderer nutzten die kurze Anreise am 17.11.2019 an den Stadtrand von Soest. Die Kleibergrunde zeigte auch an diesem trüben Novembertag, dass Wandern Spaß macht.

Gut begehbare Wege, abwechslungsreiche Landschaft, Wildpferde und nur 3 Stunden Gehzeit, das war die Kleiberbergrunde in diesem Jahr. Die Strecke führt in welligem Profil auf den Haarstrang. Um das NSG Kleiberg herum, an der „Steinkiste“ vorbei, über Hiddingsen zurück nach Soest.

Wäre dieser Novembertag nicht so trübe gewesen, hätten wir einen schönen Blick über die Soester Börde gehabt. Aber leider: Fernsicht? Fehlanzeige!

 

„Diese Wanderung sollten wir noch einmal bei guter Sicht, wiederholen!“ Dieser Wunsch wurde mehrfach geäußert. An mir soll es nicht liegen.

Aber der Reihe nach:

Die Fahrt zum Parkplatz dauerte nur 20 Minuten. Zunächst folgten wir dem „Hanseweg (X 13)“ Richtung Möhnesee. Durch ein kleines Wäldchen und die Kleingartenanlage „Soest Süd“, ging es Richtung Müllingsen. Unter der Autobahn A 44 hindurch war Müllingsen schnell erreicht.

 (Bild Müllingsen Eingang)

 In Müllingsen führte der Weg über den Sportplatz. Die Mannschaften des TUS Ampen und der Spielgemeinschaft Soest Süd – Müllingsen wärmten sich gerade auf. Wir waren also nicht die Einzigen, die die frische Luft suchten.

(Bild Müllingsen Ausgang)

 Durch die Feldflur zwischen Müllingsen und Hiddingsen ging es zum „Schleddetal“ in Lendringsen auch „Lendringser Schweiz“ genannt. Eine ambitionierte Bezeichnung, die sicher eher zum Schmunzeln anregt. Am Ende des Tales legten wir eine Rast ein.

Wir verließen den Hanseweg, der Richtung Stockum abzweigt und folgten dem R 26 Richtung Büecke. Ein wirklich kleiner Anstieg und wir hatten den Haarstrang erreicht. Bei klarer Sicht, sind die Beckumer Zementwerke, Hamm Uentrop, das Gersteinwerk, das Kraftwerk Lünen und manchmal auch der Florianturm im Westfalenpark zu sehen. Aber wie schon erwähnt: es war ein trüber Novembertag! An diesem Tag waren selbst die Kirchtürme von Soest nur schlecht zu sehen.

Über die Kreisstraße von Lendringsen nach Berlingsen, erreichten wir das Naturschutzgebiet „Kleiberg“. Der ehemalige Truppenübungsplatz bei Büecke ist heute das Naturschutzgebiet (NSG) Kleiberg. Hier wurden Wildpferde und Rinder angesiedelt, die das ganze Jahr in freier Natur leben.


Einige Wildpferde bekamen wir auch zu sehen. Die Rinder hatten sich in das Wäldchen zurückgezogen. Aber nicht nur freie Fläche bietet diese Runde.


Durch ein kleines Wäldchen führte uns der Weg zum Aussichtspunkt im NSG.

Vom Aussichtspunkt bot sich uns leider auch nur ein trübes Bild.

 

 

Seit kurzem hat das Restaurant „Zur Steinkiste“ geänderte Öffnungszeiten. Deshalb konnten wir hier nicht einkehren. Durch den gepflegten Ort Hiddingsen ging es zurück. Diesmal überquerten wir die Autobahn. Das Sonnenblumenfeld am Wegesrand bot einen erbarmenswürdigen Anblick.

Am Parkplatz wieder angekommen wurde mehrfach der Wunsch geäußert, die Strecke noch einmal bei guter Sicht zu wandern. Ein Vorschlag, den ich bei Gelegenheit gerne aufgreife. Die Information wird dann kurzfristig erfolgen.

Bei der Abschlusseinkehr im Café Vielhaber wurde es schwierig, unter all den tollen Torten und Kuchen zu wählen. So fand dieser Wandertag einen gelungenen Abschluss. 

Das Fazit: Die Kleibergrunde ist aus mehrfacher Sicht lohnenswert.


Wdf., Text und Fotos: Karl Heinz Hoppe

 

Durch die "Wälder um Welver"

veröffentlicht um 02.11.2019, 06:55 von SGV Abteilung Welver

Schloss Schwarzenraben stand eigentlich auf dem Wander-Programm für den 27.10.2019. Aber, wie das so ist, wir planen unsere Wanderungen ja schon weit im Voraus, so dass hier und da schon mal etwas die Pläne durchkreuzen kann. Das letzte Oktober-Wochenende drohte nämlich krankheitsbedingt ein wanderfreies Wochenende zu werden. Aber hier kommt Wolfgang Hüwelmeyer ins Spiel, der sich bereit erklärte, kurzfristig eine Runde durch die heimischen Wälder auszuarbeiten.

Unter dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“ starteten schließlich 15 Wanderer ohne große Anreise direkt vor den Toren von Kirchwelver zu einer Tour, die auch „Durch die Wälder um Welver“ betitelt werden kann.

Seit dem Jahre 2003 sind ca. 298 ha Wald rund um den Zentralort Welver als Naturschutzgebiet festgesetzt. Die „Wälder um Welver“ zeichnen sich durch einen hohen Anteil artenreicher Eichen-, Hainbuchen- und Buchenwälder sowie durch schutzwürdige Grünland- und Gewässerbiotope aus. Schon oft haben wir diesen Bereich erwandert, aber heute waren wir gespannt, wie Wolfgang seine Strecke ausgearbeitet hat, denn immerhin hatte er uns zwischen 12 und 14 Kilometer Länge angekündigt.

Zunächst ging es vorbei am Hundeteich ins „Klosterholz“ und anschließend zum Sport- und Freizeitzentrum. Die Bepflanzung, die eigentlich das Sportzentrum von der benachbarten Wohnbebauung abschirmen sollte, hat sich hier im Laufe der Jahre zu einem stattlichen Wald entwickelt, so dass auch dieser Abschnitt unter Schutz gestellt wurde. Da, wo sich die Straßen „Zur Grünen Aue“ und die „Erlenstraße“ treffen, tauchen wir wieder ganz in die Baumkulisse ein. 

In Gespräche vertieft bleibt ein kleiner recht idyllischer „See“ inmitten des „Baumgartens“ recht unbeachtet. Das zur rechten Hand liegende scheinbar natürliche Biotop wurde von Menschenhand geschaffen und dient der nicht weit entfernten Wohnbebauung als Regenrückhaltung. Über die Regenkanalisation werden dem Erdbecken bei Starkregen bis zu rd. 2.600 Liter pro Sekunde zugeleitet. Das Regenwasser wird dann in dem 2.430 m³ großen Becken gesammelt und in gedrosselten Mengen in Gräben eingeleitet.

Auf der weiteren Strecke wechseln sich breite Forstwege und schmale Pfade ab und wer nicht auf den Wegeverlauf achtet, kann schon mal die Orientierung verlieren. Einen Anhaltspunkt bieten die unvermittelt am Wegesrand auftauchenden steinernen Zeitzeugen einer letztendlich nicht durchgeführten Straßenplanung. 


Hier im Klosterholz, an den Brückenresten der in den 1930er Jahren geplanten Reichsautobahn, machen wir eine erste Trinkpause. Geplant war damals an dieser Stelle eine Autobahn zwischen dem Ruhrgebiet und Kassel. Ein rd. 8 km langes Teilstück hätte sich auf dem heutigen Gebiet der Gemeinde Welver befunden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde diese Planung aufgegeben und stattdessen die A 44 südlich von Welver gebaut. Damals waren immerhin schon einige Brückenpfeiler fertig gestellt. Die Natur hat sich die alte Streckenführung zurückgeholt, so dass diese Bauwerke nun mitten im Wald liegen.


Wenig später führt uns Wolfgang dann vom Klosterholz in den Reiherwald. Ein Teilabschnitt, der mehr östlich des Siedlungsbereiches liegt und in früheren Jahren mit einem „Trimm-Dich-Pfad“ aufwarten konnte. Eine in den 1970er Jahren beliebte Freizeiteinrichtung mit verschiedenen Übungsstationen. Heute ist davon jedoch nichts mehr zu erkennen.

In dieser Waldpassage wären noch die „Liebesbäume“ erwähnenswert. Auf diese "Naturattraktion" macht uns Andrea Junker aufmerksam. Hier haben zwei Bäume auf interessante Weise einen „Weg“ zueinander gefunden. Auf dem folgenden Gruppenfoto sollte man sich daher nicht nur auf die abgebildeten Wanderer konzentrieren, sondern seinen Blick auch nach etwas oberhalb richten.

 

Von hier aus geht es wieder zurück bis nach Kirchwelver. Am Ende liegt eine schöne Tour durch den herbstlichen Welveraner Wald hinter uns. Nach rd. 14-Forst-Kilometer lassen wir den Wandertag bei Kaffee und Kuchen in der waldfreien Ortsmitte im Café Dördelmann ausklingen.

Abschließend der Dank an Wolfgang Hüwelmeyer für die spontane schöne Ersatzwanderung.

 

Wdf.: Wolfgang Hüwelmeyer

Text und Fotos: Dirk Große

 

 

 

6. Powerwanderung: Klimaneutral nach Drensteinfurt

veröffentlicht um 20.10.2019, 08:40 von SGV Abteilung Welver

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur …  Der Rest ist bekannt. 

Der Wetterprognose trotzend fanden sich am 19.10.2019 acht Wanderer zur diesjährigen Powerwanderung ein. Diese Wanderung machte ihrem Namen alle Ehre. Die 38 Kilometer verlangten den Teilnehmern einiges ab. Nach 8 Stunden war Drensteinfurt erreicht. Die Beine waren zwar schwer, aber die Stimmung immer noch gut.

Wie ist es gelaufen?

Herrschte zunächst noch das Prinzip Hoffnung, wurde bald klar, die dunkle Wolke über uns bot nicht nur Sonnenschutz. Nach anfänglich leichtem Nieselregen begleiteten uns immer wieder leichte Schauer.

Schon zu Beginn war das Tempo zügig, wollten wir doch im Hellen zurück sein. Über den Welveraner Wanderweg A4 ging es zunächst zum Datteln – Hamm – Kanal. Diesem folgten wir bis zum Werse - Radweg. Er sollte uns nach Drensteinfurt führen.

Östlich von Dolberg gab es eine Überraschung! Eine kleine Baustelle versperrte den Weg. Die Umgehung war aber kein Problem. Jetzt ging es zügig weiter. Nach vier Stunden und 20 km erreichten wir das Parkbad Café in Ahlen. Eine gute Gelegenheit zur Einkehr.


Frisch gestärkt mit Kuchen und Kaffee ging es (ausnahmsweise) im Sonnenschein weiter.

Das war aber nur eine knappe Stunde. Dann hatte uns die dunkle Regenwolke wiedergefunden. Sie sollte uns noch bis Drensteinfurt begleiten.

Wir nutzen aber die Sonne um der „Einladung“ dieses netten Paares, 

Folge zu leisten und uns zur Verpflegungspause niederzulassen. Andrea und Jessica hatten wieder reichlich sehr gute Verpflegung dabei. Wir ließen uns nicht lange Bitten und sorgten dafür, dass ihr Rucksack leichter wurde. An dieser Stelle: Ganz herzlichen Dank der Powerwanderer!

Es war so gemütlich. Aber wie schon geschrieben, zog die dunkle Regenwolke wieder heran und wir wollten ja auch noch im Hellen in Welver ankommen.

Der Regen sollte nicht die einzige Abwechslung sein, denn es ist Jagdsaison. Stand die erste Jägergruppe nur locker im Feld und wartete darauf, dass die Hunde die Fasane auftrieben, war die zweite Jägergruppe sehr aktiv und lautstark damit beschäftig, die Fasane selbst aufzuscheuchen. Für uns legten sie jedoch eine kurze Pause ein. Kaum waren wir vorbei, bekamen wir wieder einen kleinen Vorgeschmack auf Silvester. Wie heißt es so schön, bei Reinhard Mey? „Es knallen die Büchsen, es prasselt das Schrot…“

Wir folgten der Landstraße, nach Drensteinfurt. „Wann fährt eigentlich der Zug?“ „Auf jeden Fall im 30-minütigen-Zeittakt!“ Auch wenn sich die letzten Kilometer in Erwartung des Zieles hinziehen, „frisch auf“! So brachte uns jeder Schritt dem Ziel näher. Blieb nur die Frage, „wann wir endlich den Kirchturm von Drensteinfurt sehen? Endlich schaute er zwischen zwei Bäumen hervor. Und dann kam das Ortseingangsschild.

Drensteinfurt ist ja nicht so groß. Vorbei am Schloss und einigen schönen Ecken der Stadt, erreichten wir zügig den Bahnhof. Nach fünt Minuten kam auch schon unser Zug. So erreichten wir den Bahnhof in Welver. Oh, die Treppen! Die Muskeln unserer Beine waren während der Fahrt abgekühlt. Der „Kaltstart“ fiel entsprechend schwer. Aber nach einigen Meter fühlten sie sich schon wieder geschmeidiger an. Der Wanderparkplatz Kirchwelver ist ja nicht so weit.

Rückschauend betrachtet: Es war anstrengend, was der Stimmung keinen Abbruch tat. Auch der Regen war erträglich. Kurzweilig und schön war es.

So freuen sich die Teilnehmer auf die 7. Powerwanderung im kommenden Jahr.

Wdf.: Reinhold Großelohmann

Text und Fotos: Karl Heinz Hoppe


Rund um die Luisenhütte

veröffentlicht um 20.10.2019, 07:38 von SGV Abteilung Welver   [ aktualisiert: 20.10.2019, 07:59 ]

Auf der Suche nach einer Wanderung mit kulturellen Sehenswürdigkeiten ist für den heutigen Sonntag, 06.10.2019, Balve-Wocklum vorgesehen. Ausgang dieser naturnahen und abwechslungsreichen Tour ist der Wanderparkplatz an der Luisenhütte. Die Hütte ist die älteste in ihrer ursprünglichen Ausstattung erhaltene Hochofenanlage Europas und als Technikmuseum zu besichtigen. Ein Besuch war aus zeitlichen Gründen nicht vorgesehen, da am frühen Nachmittag eine Regenfront für diese Region gemeldet ist.

 

Neun Wanderfreunde starten an der Luisenhütte den Rundweg in südlicher Richtung. Auf einem Forstweg laufen wir am Fuße des Burgberges das Borkebachtal hinauf. Nach ca. 1,5 km steigen wir über einen schmalen, steilen Pfad den Berg rauf. Hier oben wird man mit einem schönen Panorama auf die Gemeinde Mellen und das Umland belohnt.

Wir folgen der Beschilderung in östlicher Richtung bergab nach Mellen. Am Ortsrand wandern wir durch ein landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Später gelangt die Gruppe über einen schmalen Wiesenpfad in westlicher Richtung in das Waldgebiet des Orlebachtales. 


Das Schloss Wocklum ist zum Greifen nah. Liegt es doch etwa zwei Kilometer nordöstlich der Stadt Balve in einem landschaftlich fast unberührten Naturschutzgebiet. Den Freunden des Reitsports ist dieser Ort ein Begriff. Hausherr auf dem Schloss ist Jacob Graf von Landsberg-Velen. Am Reitzentrum sind alle freien Plätze zu Parkplätzen umgestaltet. Heute ist der letzte Tag der Ausstellung „Landpartie Schloss Wocklum- Balve“. Eine Verbrauchermesse für Haus, Garten, Freizeit und Lebensart. In einem exklusiven Ambiente entdeckt der Besucher hier hochwertige, moderne Produkte. Musikbeiträge, handwerkliche und sportliche Aktionsprogramme runden das Angebot ab. Aufgrund der Veranstaltung ist uns der Weg über das Schlossgelände versperrt. Eine Umgehung im Außenbereich ist notwendig und schnell gefunden.

Immer wieder der bange Blick zum Himmel. Von Westen nimmt die Bewölkung zu. Noch ist es aber trocken. Über einen Fußweg erreichen wir am Ortsrand von Balve die Balver Höhle. Die größte Kulturhöhle Europas. Weiter ein Stück entlang der Hönne bis zu einem Abzweig. Der Wegweiser gibt uns die Richtung vor. Nach ca. 20 Minuten ist die Luisenhütte erreicht. Eine kurze Pause in der Hüttenschänke haben wir uns verdient. Pünktlich um 14 Uhr setzt der vorhergesagte Regen ein. Ein Glück, dass wir in der warmen Stube der Hüttenschänke zu Gast sind. Der geplante Besuch auf Schoss Wocklum fällt buchstäblich ins Wasser. Bei einer Tasse Kaffee diskutieren wir über eine mögliche alternative Ersatzveranstaltung. Die ist schnell gefunden. Die Modenschau auf der Herbstkirmes in Scheidingen. Also auf nach Scheidingen.

In Scheidingen werden bekanntlich die neusten Modetrends präsentiert. Wir freuen uns schon auf Naomi, Kate und Lena. Punkt 16.00 Uhr geht es im Laufschritt zum Auftritt. Talentierte, modebewusste Damen, zeigen im Scheinwerferlicht zu flotten Beats in ihrer fröhlichen, flotten Art Hosen, Shirts, Pullis und Jacken. 


OK. Naomi und Co. waren heute nicht in Scheidingen. Trotzdem eine gelungene Show von talentierten einheimischen Damen. Zum Abschluss noch ein Gang über die Partymeile. Auf der Suche nach Nahrung nutzt der ein oder andere die gastronomischen Angebote, bevor wir die traditionsreiche Veranstaltung Richtung Welver verlassen. Kultur und Tradition gepaart mit Gastlichkeit haben wir heute erlebt. 

Wdf., Text und Fotos: Theresia und Hans Rottmann


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