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Auf der Golddorf-Route bei Wenholthausen

veröffentlicht um 23.06.2018, 08:47 von SGV Abteilung Welver   [ aktualisiert: 31.08.2018, 23:58 ]

„Diese Wanderung wiederhole ich noch einmal mit Freunden!“ Gibt es ein schöneres Kompliment, für einen Wanderführer? Gleich zweimal habe ich diesen Satz, bei dieser Wanderung gehört.

Von den 12 Golddorf - Routen im Sauerland ist Wenholthausen die am nächsten gelegene. Die 60 km Anreise (von Welver) lohnen sich aber. Wenholthausen wurde 1985 im Wettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft” zum Bundesgolddorf gekürt. Daher der Name Golddorf – Route.

Die Golddorfroute Wenholthausen, bietet dem Wanderer schöne Aussichten, idyllische Wegstrecken, einen See und die „Erdenklang – Hecke“. Mit ihren 11,3 km ist sie Eine sehr schöne Wanderstrecke mittleren Schwierigkeitsgrades. Die 249 m Höhenunterschied sind kein Spaziergang.

Bei bestem Wanderwetter machten wir uns am 17.06.2018 auf den Weg. Der Einstieg von Golddorf-Route und Wennepfad befindet sich am Wanderparkplatz “Wenneplatz” in Wenholthausen. Die Strecke ist gut ausgeschildert


Dank der guten Wegmarkierung benötigt man keine Wanderkarte.


Über die historische Wennebrücke gelangten wir, vorbei an der Alten Mühle und dem alten Pumpenhaus, zum “Wennepfad“.


Der Wennepfad ist ein Waldlehrpfad und führt zwischen dem kleinen Fluss „Wenne“ und dem Sauerland – Radring, am Flussufer entlang.

Der Sauerland Radring ist eine stillgelegte Bahnlinie. Auf naturbelassenen Pfaden, weichen Feld- und teilweise „wilden Waldwegen ging es Richtung Gut Blessenohl.

Impressionen dieses Abschnittes:






Obwohl der Weg gut ausgeschildert ist, kamen doch manchmal Zweifel auf: habe ich vielleicht einen Abzweig verpasst.







Dann aber war die Welt wieder in Ordnung. So kamen wir schließlich zum Gut Blessenohl. Das Gut ist ein Haus mit bewegter Geschichte und heute im Privatbesitz. Dort erwartete uns eine eindrucksvolle, alte Tanne, die wir bewunderten.



Nach einer kurzen Trinkpause wanderten wir weiter zum Esmecke – Stausee. Der erste, kurze Anstieg sollte sich lohnen. Nach ca. 1 km kamen wir an. Der Kiosk lud zum Verweilen. Wir wurden mit Kaffee, Waffeln, Eis und Bratwurst verwöhnt. Das Preis – Leistungsverhältnis überraschte und erfreute uns. Dazu dieser idyllische Ort.



Wir hätten es auch länger genossen, aber es war erst ein Drittel der Wanderung geschafft. Der schwierigere, aber nicht minder schöne Teil lag noch vor uns. Und dann war da auch noch das WM – Eröffnungsspiel, der deutschen Fußball – Nationalmannschaft, gegen Mexiko. Wir wanderten weiter, denn es sollten noch schöne Ausblicke und die „Erdenklang – Hecke“ bevorstehen. Frisch gestärkt, gingen wir zunächst am See entlang.


Wie das so bei schönen Ausblicken ist, sie liegen meistens etwas höher. Das wurde schnell klar. Es ging bergauf.

Ja und dann wurden wir auch nicht enttäuscht. Wenholthausen liegt im idyllisch Wennetal. Auch aus der Entfernung ein sehenswerter Ort.


Wir hatten wirklich Glück. Die Sonne schien, ein leichter, kühlender Wind und dann diese Aussichten. Es gab immer wieder einen Grund kurz inne zu halten und den Ausblick zu genießen.

Dann ging es wieder bergab. Gut das es länger trocken gewesen ist. Der Waldweg hinunter war, obwohl, stellenweise sehr steil und unwegsam noch gut zu gehen. Wäre der Boden nass und rutschig gewesen, wären Stöcke und eine gute Profilsohle, empfehlenswert gewesen. So aber, ging alles problemlos.

Das letzte Drittel der Wanderung führte wieder über befestigte Wald- und Feldwege. „Erdenklang“, stand auf den Wegeschildern. Was würde uns erwarten? Alle, im gleichen Tempo gingen wir, dem Rätsel, entgegen.

Dann erreichten wir die „Erdenklang – Hecke“. Erst schien nichts ungewöhnlich zu sein. Als wir um die Ecke gingen hörten wir es. Sphärische Klänge beschallten die Ruhebänke, vor der Hecke. Einige Skulpturen, am Weg geben diesem Ort einen zusätzlichen Reiz. Die Vögel zwitscherten, das Laub der Bäume raschelte und aus der Hecke, diese beruhigenden Klänge.


Das lud zur Pause und auch zur Meditation.



Hier hätten wir es länger aushalten können. Die Zeiger der Uhr tickten weiter und das Fußballspiel rückte immer näher. Da war ja noch die Fahrt und duschen wollten wir, vor dem Spiel, auch noch. Also machten wir uns auf die letzten 1,5 km. Vorbei an einem kleinen Rotwildgehege, wo wir zwei Hirschkühe aufschreckten, zur Wenne zurück.


So erreichten wir den Wanderparkplatz noch rechtzeitig. Jetzt aber schnell zurück nach 

Welver. Es sollte doch ein toller WM – Auftakt werden?


Wanderführer, Text und Fotos: Karl Heinz Hoppe

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