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Radeln im Ammerland

veröffentlicht um 29.05.2018, 10:26 von SGV Abteilung Welver   [ aktualisiert: 29.05.2018, 10:27 ]

Zu einem viertägigen Fahrradurlaub starteten am Montag, den 14.05.2018 acht sportliche Radwanderfreunde des SGV-Welver.


Die Fahrt führt Richtung Norden. Ziel unserer Reise ist Bad Zwischenahn. Bei strahlendem Sonnenschein erreichen wir mittags unser Hotel im Ortsteil Specken. Eine gute Wahl für ein gemütliches Zuhause auf Zeit. Unsere Räder dürfen in einer Garage übernachten. Bahnhof und Zentrum sind fußläufig in wenigen Minuten zu erreichen. 

Für den Anreisetag ist am Nachmittag eine Draisinenfahrt von Westerstede nach Ocholt geplant. Da die Strecke nur eingleisig verläuft, muss ein Zeitfenster von 14.00 bis 16.00 Uhr für die Hinfahrt laut Werbebroschüre eingehalten werden. Als wir gegen 14.45 mit unseren Rädern am Draisinenbahnhof eintreffen, ist dieser leider geschlossen. Schade, aber leider nicht zu ändern. 

Unser nächstes Ziel ist die Stadtmitte von Westerstede, auf der Suche nach einer Einkehrmöglichkeit. Ist nicht so einfach, da die Stadt wegen der RHODO 2018 mit Touristen gut besucht ist. Mit etwas Geduld und Glück finden wir in einem Café noch freie Plätze. 


Nach der Kaffeepause verlassen wir Westerstede gestärkt in Richtung Südost und erreichen nach 8 Kilometern Rostrup und somit das Zwischenahner Meer. Auf bewaldeten Uferwegen umrunden wir den See. Bei einem Zwischenstopp am Nordufer in Dreibergen entdecken wir Segelschiffe und Surfer, die uns bei herrlichem Wetter ein Stück begleiten. Nach 42 Kilometern ist unser Hotel in Sicht.  Der Tag endet mit einem gemeinsamen Abendessen in gemütlicher Runde.

Nach dem Frühstück starten wir am Dienstag, den 15.05.2018 zur geplanten Rundfahrt „Mühlen Route“ bei besten Wetterbedingungen. Unsere Wegstrecke führt uns zu sehenswerten Mühlen im Ammerland. Hier jetzt alle Mühlen aufzuzählen, die uns auf dem Weg begegnet sind, würde diesen Bericht sprengen. Zu erwähnen sind die Kokerwindmühle in Edewecht und die Mühle in Hengstforde-Apen. Die restlichen 12 Mühlen üben sicherlich auch eine Faszination als technische Kulturdenkmäler auf den Betrachter aus.  Unser Weg führt uns Richtung Apen. Im Industriegebiet von Apen ist eine Trinkpause eingeplant. Auf dem Gelände der Firma HOKLARTHERM besuchen wir die Ausstellung Gartenideen aus Metall und Glas. Eine wirklich beeindruckende Ausstellung für höchste Ansprüche.


Nach einer längeren Besichtigung schwingen wir uns wieder auf‘s Rad und erreichen nach einigen hundert Metern die „Hengstforder Mühle“ im Ortsteil Augustfehn. Nach einem Fotostopp rollen wir nach kurzer Fahrstrecke auf den Hof der Firma Gardeur. Im Outlet der Firma ist Shoppen angesagt. Blusen, Shirts und Jeans sind hier gefragt. Mit Einkaufstüten in den Satteltaschen fahren wir zurück durch das Zentrum von Apen. Vorbei an dem bekannten Schinkenmuseum. Die Schinkenräucherei besteht seit 1748 und kann besichtigt werden. Wir verlassen Apen durch das Aperfeld Richtung Norden. In der Gegend um Lindern begleiten uns Moorlandschaften, Weiden und gepflegte Bauernhöfe.

 

Von Lindern nach Torsholt verläuft die Fahrstrecke auf einem der schönsten Waldrandwege des Ammerlandes, die wir bei herrlichem Wetter genießen. Und immer wieder gepflegte Höfe und Wohnhäuser, wo blühende Rhododendron Hecken und Büsche naturnahe Grenzen bilden. In südöstlicher Richtung radeln wir nun direkt nach Bad Zwischenahn. Im Zentrum lädt uns der beliebte Biergarten vom Spieker zu einem Hopfengetränk ein. Als der Flüssigkeitsverlust wieder ausgeglichen ist, starten wir zur letzten und kürzesten Etappe dieses Tages. Nach 53 Kilometer Fahrstrecke ist unser Hotel erreicht. Den Tag beenden wir im Hotelrestaurant bei Ammerländer Spezialitäten. 

 

Es ist Mittwoch 8.00 Uhr morgens. Lange Gesichter beim Frühstück, es regnet. Die Wettervorhersage vom Vorabend hatte uns leichte Bewölkung und ab Mittag Sonne pur versprochen. Diese Regenwolken haben die Wetterfrösche wohl übersehen. Doch pünktlich zur vereinbarten Abfahrt waren die Straßen wieder trocken. Bei leichter Bewölkung startet die Rhododendron-Tour am Zwischenahner Meer.

 

Auf der Ammerland Route Nr. 9 verläuft unser Weg in nordöstlicher Richtung am See. Im Griesteder Wald an der Straße Bad Zwischenahn nach Wiefelstede liegt der Rhododendron Park der Baumschule Bruns. Eintausend verschiedene Rhododendron Sorten und Freilandazaleen blühen prächtig im Schutz hoher Kiefern.  Einige Büsche sind bis zu 9 Meter hoch. Nach einem Rundgang durch ein farbenprächtiges Blütenmeer verlassen wir den Park in Richtung Wiefelstede. Wir fahren nicht in den Ortskern, sondern rollen Richtung Westerstede. Die Sonne kommt zwischen den Wolken hervor. Nach einigen Kilometern erreichen wir die Ortschaft Linswege. Hier ist der über die Landesgrenzen hinaus bekannte Rhododendron Park der Familie Hobbie. Dieser Park mit seinen 70 Hektar ist der größte und schönste in Europa. Ein Besuch ist aus organisatorischen Gründen nicht vorgesehen.  Nach einiger Zeit begrüßt uns das Ortseingangsschild von Westerstede bei wolkenlosem Himmel. Nur noch wenige Meter bis zum Eingang der RHODO 2018. Unser Ziel für den letzten Tourentag.



Im Herzen der Stadt auf 20.000 Quadratmeter stellen Baumschulen an 12 Tagen die gezüchteten Rhododendron- und Azaleen Sorten aus. Eine blühende Farbenpracht, soweit das Auge blickt. Neben den genannten Büschen werden auch viele andere Blumensorten vorgestellt. Praktisches für Haus und Garten ist eine weitere Bereicherung bei dieser Ausstellung. 


Nach einem langen, erlebnisreichen Tag erfolgt die Rückfahrt nach Bad Zwischenahn.

Am Willbrok, wenige Kilometer hinter Westerstede, liegt der Schaugarten der Baumschule „von Ehren“. Ein Stopp ist auch hier zu empfehlen. Mit einigen Anregungen für die eigene Gartengestaltung fahren wir über bekannte Wegstrecken wieder Richtung Bad Zwischenahn. Immer wieder kommen wir an Baumschulen und Großgärtnereien vorbei. Kein Wunder, gibt es doch in dieser Region 350 Baumschulbetriebe, von denen einige weltweit im Exportgeschäft tätig sind. Nach fast 60 Kilometer ist unser Hotel erreicht. Für den Abend hat Thomas im Restaurant La Cucina 8 Plätze reserviert. Eine gute Wahl. Das Essen aus einem Mix der ital. und griech. Küche ist einfach toll. Noch ein Absacker und die langsam aufkommende Müdigkeit veranlasst uns zur Rückkehr in unser Hotel.

 

Am Donnerstag heißt es Abschied nehmen. Nach dem Frühstück gehen wir zum See und besuchen anschließend die Geschäftswelt in Bad Zwischenahn. Für 12.30 Uhr ist die Rückfahrt angedacht. Nach zweieinhalb Stunden ist der schöne Kurzurlaub beendet.


Organisation, Text und Fotos: Theresia und Hans Rottmann

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