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"Power-Wanderung 2016" - Marathon in Welver

veröffentlicht um 19.10.2016, 11:20 von SGV Abteilung Welver   [ aktualisiert: 19.10.2016, 11:25 ]

Einige Veranstaltungen des SGV haben seit unserer Vereinsgründung eine alljährliche Wiederkehr erfahren, so dass man aufgrund der Regelmäßigkeit irgendwann berechtigt von einem Brauch oder einer Tradition sprechen kann. Auch die Powerwanderung findet sich nun schon zum 3. Mal im Jahresprogramm wieder. Diese von Reinhold Großelohmann organisierten Power-Touren zeichnen sich dadurch aus, dass sie die sonst übliche Streckenlänge überschreiten und die Wandergeschwindigkeit etwas erhöht ist. Also eine durchaus sportliche Aktivität, die eine größere Grundkondition erfordert und erfahrungsgemäß mit einer geringeren Teilnehmerstärke an den Start geht.

 

In den letzten beiden Jahren standen Wanderungen von Welver über Soest bis zur Möhne bzw. mit umgekehrtem Streckenverlauf auf dem Programm, wobei immer so um die 30 km Laufleistung zurückgelegt wurden. Dieses Jahr sollte die Kilometerleistung noch eine Steigerung erfahren. Reinhold hatte die Marathonroute Welver ins Visier genommen. Bekanntermaßen besteht diese längste olympische Laufdisziplin aus einer Länge von 42,195 km. Eine über diese Distanz permanent ausgeschilderte Strecke befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Welver. Dabei erfolgte die Streckenfestlegung so, dass alle Ortsteile der Gemeinde berücksichtigt wurden und man deshalb auch von der „20-Dörfer-Tour“ spricht.

Foto: Routen-Schilder entlang der Strecke

Das Komfortable ist, dass in regelmäßigen Abständen Routen-Schilder in der Örtlichkeit über die bereits zurückgelegte Entfernung informieren. Kleiner Wermutstropfen für Wanderer, es handelt sich überwiegend um asphaltierten Untergrund. Aber ansonsten ist die Marathonroute eine landschaftlich reizvolle und abwechslungsreiche Strecke mit teilweise schönen Ausblicken über die Kulturlandschaft bis zum Haarstrang.

Foto: am Start

Am Samstag, den 15.10.2016, trafen sich immerhin neun Wanderer am Start, um sich am frühen Morgen auf den (Marathon-) Weg zu machen. Das Wetter präsentierte sich mit wolkenverhangenem Himmel und angenehmen Wander-Temperaturen. Später waren zwar auch Schauer angesagt, aber größtenteils sollte es trocken bleiben…. also von oben, ansonsten sorgte ein zügiges Anfangstempo durchaus für eine ausgiebige Schweißbildung (zumindest beim Verfasser dieser Zeilen!). Gut, wer sich über 42 km als Tageswerk vorgenommen hat, sollte nicht trödeln, denn Mitte Oktober sind die Tage schon etwas kürzer und eine Nachtwanderung war nicht geplant.

 

Es würde sicher den Leser ermüden, den Verlauf der 42 km im Detail zu beschreiben. Insofern beschränken sich die weiteren Ausführen mehr auf die wesentlichen Fakten. So wurde, nachdem die Dörfer Illingen, Scheidingen und Flerke bewältigt waren, im Ortsteil Klotingen nach etwa 10 km die erste größere Pause eingelegt. „Verluste“ waren noch nicht zu verzeichnen, so dass es mit unveränderter Gruppenstärke auf den nächsten Abschnitt ging.

Foto: auf der Strecke kurz vor Schwefe

Ungefähr nach der Hälfte der Strecke reduzierte sich die Teilnehmerzahl dann auf sieben, nachdem im Ortsteil Borgeln zwei Wanderer (planmäßig) am dortigen Bahnhof den Schienenersatzverkehr (Züge fuhren an diesem Wochenende wegen Gleisbauarbeiten nicht) zurück nach Welver in Anspruch nahmen. Das Team reduzierte sich dann nach 28 km im Ortsteil Nateln auf sechs und nach 33 km in Eilmsen schließlich auf fünf.

Neun Stunden nach dem Start erreichten diese Fünf dann letztendlich nach respektablen 42 km das Ziel Welver. Der jeweilige Erschöpfungszustand ist dem Verfasser dieser Zeilen nicht bekannt, auf dem Finisher-Foto zumindest sehen alle noch recht frisch aus.

Lob und Anerkennung!

Finisher-Foto: v.l. Reinhold Großelohmann, Karl Heinz Hoppe, Andrea Niggemann, Georg Lutter und Franz Stenzel

Es bleibt nun ein Jahr Zeit sich auf die nächste Powerwanderung vorzubereiten, denn so viel kann schon verraten werden, die Tradition soll auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden, zumindest hat Reinhold durchsickern lassen, dass diesbezüglich Planungen laufen.

 

Wdf.: Reinhold Großelohmann

Text und Fotos: Dirk Große

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