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"Kölsche Wege und der WDR" - SGV auf Städtetour

veröffentlicht um 29.05.2016, 12:01 von SGV Abteilung Welver

Bis an den Rhein ging es diesmal für 22 Teilnehmer unter der organisatorischen Flagge des SGV Welver. Neben dem Wandern hatte der Ausflug am Samstag, den 21.05.2016, vor allem kulturelle Erlebnispunkte.

Foto: ... vor der Kölner Kathedrale


Bei der von Theresia und Hans Rottmann geführten Tagestour erfolge zunächst die Anreise von Welver über Hamm bis nach Köln mit der Bahn. Im Zug mussten wir uns mit Mangas, Pikachu und anderen Pokemons die Plätze teilen. Figuren, die dem Wanderer nicht unbedingt ein Begriff sein müssen, handelt es sich doch um kostümierte Besucher des an diesem Wochenende stattfindenden „Japan-Tages“ in Düsseldorf. Ein alljährliches Begegnungsfest mit über 700.000 Besuchern. So leerte sich dann auch der Zug nach dem Halt in Düsseldorf merklich.

Unser Ziel war der Bahnhof in Köln-Deutz, ein von Theresia und Hans mit Bedacht gewählter Ausstieg, denn ab dem rechtsrheinischen Bahnhof in Deutz ging es anschließend per pedes über die Hohenzollernbrücke auf die linksrheinische Seite. Die „Eroberung“ der Rheinmetropole erfolgte somit zu Fuß, entlang tausender sogen. „Liebesschlössern“, die wie ein Band die Rheinseiten verbinden.

Foto: Hohenzollernbrücke mit "Liebesschlössern"


Dem Kölner Dom gönnten wir nur einen kleinen Blick, denn unser Ziel hieß „WDR-Funkhaus“ am Wallrafplatz im Schatten der allgegenwärtigen Kathedrale. Auf dem Programm stand eine Besichtigung der Radio- und Fernsehstudios des Westdeutschen Rundfunks; hier erhielten wir in einer zweistündigen Führung einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der größten Sendeanstalt der ARD-Familie.

Foto: im Studio der "Lokalzeit aus Köln"

Versorgt mit vielen Informationen verließen wir anschließend die „Anstalt des öffentlichen Rechts“ Richtung Rhein, wo uns ein kleiner Spaziergang durch das pulsierende Leben der Großstadt entlang des Gewässers bis zum Schokoladenmuseum führte. Ein Besuch dieses Museums oder des direkt gegenüberliegenden Senfmuseums war möglich. Einige nutzen aber auch das sommerliche Wetter für einen Aufenthalt im angrenzenden schattigen Biergarten.

Über die Deutzer Brücke wurde dann die Stadtwanderung fortgesetzt. Über diese Brücke gelangten wir somit wieder in den Stadtteil Deutz. Auf dem Weg zur kulinarischen Abschlussveranstaltung nutzten wir die offenen Pforten des Gotteshauses „Alt St. Heribert“ für einen kurzen Blick in den Innenraum dieser griechisch-orthodoxen Kirche.

Unser anschließendes Ziel in der Siegesstraße war weniger kirchlich und besaß doch eher mehr weltlichen Charakter. Es ging in die kölsche Kult-Gaststätte „Lommerzheim“.  Eine Kneipe, deren äußere Erscheinung nicht unbedingt zum Besuch einlädt und vielmehr vermuten lässt, dass es sich um ein baufälliges Gebäude handelt. Aber gerade dieser Erscheinung verdankt die Kneipe ihren besonderen Ruf und natürlich auch der Atmosphäre und Bewirtung im inneren der Schankwirtschaft.

Foto: Gaststätte "Lommerzheim"

Theresia und Hans hatten für uns im Gewölbekeller zwei Tische reserviert und kaum Platz genommen wurden wir Zeuge der ganz eigenen Bewirtungssystematik. Hier werden keine komplizierten Bestellungen entgegengenommen, sondern der Gerstensaft unaufgefordert dort „hingebracht“, wo er gebraucht wird. Und sobald die Luft im Glas überhand nimmt, erfolgt sogleich Ersatz; dies solange, bis der Gast durch seinen Bierdeckel eine Pause signalisiert. Neben den flüssigen „Lebensmitteln“ ist aber auch die übersichtliche Speisekarte bemerkenswert, wobei vor allem die unglaublich dicken Koteletts berühmt sind.

Nach rund zwei Stunden in der vermeintlich „kölschesten aller Kölschkneipen“ ging es vollzählig und gutgelaunt zum nicht weit entfernten Bahnhof Köln-Deutz, wo die Deutsche Bahn uns mit ihren  schienengebundenen Fahrzeugen nach Hause fahren sollte. Nach einem kulturell und kulinarisch ausgefüllten Tag endete schließlich unser Ausflug an den Rhein im heimischen Welver.

Vielen Dank an das „Orga-Team Rottmann“. 


Organisation: Theresia und Hans Rottmann

Text und Fotos: D. Große

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