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Im Wald, da sind die Köhler

veröffentlicht um 19.07.2017, 04:47 von SGV Abteilung Welver

16.07.2017

Es ist ein besonderes Ereignis. Alle vier Jahre rauchen im Arnsberger Wald die Kohlenmeiler. In Hirschberg sind die Köhlerwochen. Die Köhler sind eine Gruppe im SGV-Hirschberg. Die Einladung zu einem Besuch haben wir gerne angenommen.

Vom Treffpunkt Kirchwelver führen wir zum Bilsteintal in Warstein.


Vom Parkplatz an der „Waldwirtschaft“, ging es über den Waldlehrpfad Richtung Hirschberg. Der Waldlehrpfad hat schon bessere Tage gesehen. Die Wegeschilder sind teilweise zugewachsen. Aber mit ortskundiger Führung war das kein Problem. Der Weg war ebenfalls fast zugewachsen. Ein schmaler Pfad auf feuchtem Waldboden und eng bewachsen, führte uns auf den Kahlenbergskopf. 

Eine Waldkuppe, die durch Kyrill schwer getroffen wurde. Die Stadt Warstein, als drittgrößter, kommunaler Waldbesitzer, betreibt seit Jahren naturnahe Forstwirtschaft. So überließ man der „Naturverjüngung“ die Wiederaufforstung der Kyrillschäden. Auf diese Weise ist ein sehr schöner Wald entstanden.


Wir genossen den schönen Weg zu den Köhlerwochen. Dort erwartete uns Joachim Schulte, der stellvertretende Vorsitzende des SGV Hirschberg und aktiver Köhler. Er erklärte uns ausführlich und anschaulich die Geschichte und Geschichten des Köhlerhandwerks, im Sauerland und weltweit.


Auch in diesem Jahr gibt es wieder „Lehrlinge“, die ihre Prüfung, als Köhler, ablegen. Nachwuchssorgen kennen die Köhler nicht.

Ein hochinteressanter Vortrag mit vielen Details zur Herstellung und Qualität von Holzkohle.




Der Meiler verliert, während des Prozesses, ca. 1/3 seines Volumens.

Fazit: An Kohle sparen, um „Kohle“ zu sparen, ist am falschen Ende sparen. So rät er von Billigkohle ab, die z. B. bei Discountern angeboten wird. Die Qualität einer Holzkohle kann man mit einem einfachen Färbetest feststellen. Qualitätskohle erkennt man daran, dass sie die Haut nicht färbt. Billigkohle färbt die Haut schwarz. Außerdem wird nicht so heiß und hält die Hitze nicht so lange. Wieder etwas gelernt. Danke!

     

Joachim Schulte bei seiner Führung, durch die Welt des Köhlerhandwerks

Die Ausführungen zur Qualität, der Hirschberger Holzkohle, kann ich aus persönlicher Erfahrung nur unterstreichen. Wer Hirschberger Holzkohle kaufen möchte, muss am 23.07.2017 pünktlich um 10:00 Uhr vor Ort sein. Bei den letzten Köhlerwochen war die Holzkohle innerhalb zwei Stunden verkauft!!! Qualität spricht sich herum. Hirschberger Holzkohle ist begehrt!


Seltenes Bild der Ruhe. Die Kohle im Ofen wird gewechselt.

Beim Vortrag auf den Geschmack gekommen, hatten wir Gelegenheit, auch die kulinarischen Angebote der Köhlerwochen zu genießen. Bei Wildgulasch und den leckeren Backwaren aus dem „Backes“ (Backhaus am Kohlenmeiler) machten wir ausgedehnt Rast. Das Backhaus wurde vor vier Jahren in Betrieb genommen. Hier wird mit Holzkohle gebacken.

Die obligatorischen Speisen gab es natürlich auch. Ob Bratwurst, Pommes Frites, Waffeln, Torten und natürlich reichlich Getränke. Pausenzeit!


Nach der Führung kam der „kleine Hunger“   


und Musik gab es auch dazu.

Stockbrot! Ahh! Für Jung und Alt, lecker!


Nachdem wir die Hirschberger Gastfreundschaft ausgiebig genossen hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Über die Waldroute ging es zurück, zum Bilsteintal. Auch dieser Weg war wieder etwas für den Genusswanderer. Schöne Waldwege, ohne große Herausforderungen. Einfach ein Weg zum Genießen.

        

                  Die Gruppe auf dem Rückweg, meistens in langer Reihe


Zurück am Parkplatz, wartete die „Waldwirtschaft im Bilsteintal“ auf uns. Zum Abschluss noch ein Kaffee oder Kakao. Für Kuchen war kein Platz mehr. Schnell noch ein Foto und dann ging es nach Hause.


Wanderung mit Gästen aus Werl, Lippborg und Lippstadt


Wdf., Text und Fotos: Karl Heinz Hoppe

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