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"Himmelpforten - Kellerberg" oder auch "Vom Himmel in den Keller"

veröffentlicht um 12.06.2016, 10:31 von SGV Abteilung Welver   [ aktualisiert: 12.06.2016, 10:36 ]

Des Öfteren waren wir schon im Arnsberger Wald unterwegs. Auf vielen Wanderpisten haben wir bereits  unsere Schuhabdrücke hinterlassen.   Wir kennen alle Wege, oder?

Dass dies nicht so ist, haben uns Andrea und Wolfgang Junker auf der Wanderung am 29.05.2016 bewiesen. Durch die Kombination bekannter Strecken und neuer Pfade entwickelte sich die Tagestour zu einer abwechslungsreichen Veranstaltung. Ohnehin sieht es auf den Wanderwegen je nach Jahreszeit im Hinblick auf die Vegetation und Bodenbeschaffenheit immer anders aus. Also, der Arnsberger Wald ist immer ein lohnendes Ziel.

Foto 1: das obligatorsiche Gruppenfoto für die Geschichtsbücher an der Möhnesperrmauer

Gestartet waren wir am Parkplatz „Himmelpforten“ unweit der Klosterruine, die hier an die Bombardierung der Möhnetalsperre im Jahre 1943 erinnert, bei der viele Menschen in den Fluten umgekommen sind. Vom Parkplatz aus folgten wir zunächst dem Möhnefluss entgegen seiner Fließrichtung, der hier von Brilon kommend unterwegs ist, um nach rund 65 km in die Ruhr zu münden.

Der Worte zwischen den 14 Teilnehmern wurden am Anfang noch viele gewechselt, ging es doch zunächst überwiegend ohne nennenswerte Höhenmeter recht horizontal durch das langgezogene Möhnetal. Aber wer unser Programmheft aufmerksam gelesen hatte, konnte damit rechnen, dass dies nicht so bleibt, denn immerhin wurde der Schwierigkeitsgrad mit 3+ angegeben, was noch den einen oder anderen Anstieg erwarten ließ.

Und so steuerten uns die Wanderführer dann mehr oder minder abrupt vom Möhnefluss weg. Über einen breiten Forstweg wurden die ersten Höhenmeter zurückgelegt. Der „Puls“ hatte nun etwas mehr zu tun. Letztendlich ging es auf den nächsten Kilometern schlangenlinienförmig bei einem stetigen Auf und Ab durch die bewaldete Gegend.

Foto 2: SGV-Frauenpower beim ersten Anstieg

Wir näherten uns langsam Brüningsen. Der Ortskundige hatte vielleicht die Hoffnung, dass in Kürze die „Bude“ (Schnellimbiss) an der Günner Hude angesteuert wird, von der uns nur wenige 100 hundert Meter trennten. Aber zu früh gefreut, die Wanderleitung hatte noch eine kleine Schleife eingeplant. Eine Schleife mit Anstieg. Es ging auf den Kellerberg, der mit seinen 291 m schon eine nennenswerte Erhebung in der Region darstellt. In der lokalen Presse wurde unsere Tagestour mit der Überschrift „Vom Himmel in den Keller“ angekündigt. So erklärt sich nun der Titel, wobei es eigentlich „Vom Himmel rauf zum Keller“ heißen müsste.Nachdem wir den „Gipfel“ unmerklich erklommen hatten, bogen wir ostwärts ab. Über einen schmalen Pfad folgte die Gruppe wie auf einer Kette aufgereiht dem „A4“ bis zum Möhnesee. 

Foto 3: Die "Wanderkette"

Der Uferrandweg führte uns schließlich Richtung Brüningsen, kurz noch einen Blick über die Sperrmauer mit einem kleinen Stopp für ein Gruppenfoto (siehe oben Foto 1), bevor es dann doch zu der Einkehr in die „Bude an der Günner Hude“ kam. Hier wurden wir bereits erwartet. Das emsige Team empfing uns mit Kaffee und Kuchen. Nach rund zwei Drittel der insgesamt 16 km langen Strecke genossen wir die Rast in dem „Biergarten“ der kleinen „Gastronomie“. 

Foto 4: Start zum letzten Teilabschnitt nach der Stärkung an der Günner Hude

Auf dem letzten Teilabschnitt ging es dann ab Brüningsen im weiten Bogen durch das schöne Möhnetal zurück zum Ausgangsort. Im Wanderprotokoll war zu vermerken:

14 Wanderer

16 km Länge

300 Höhenmeter

trockenes Wanderwetter

abwechslungsreiche Strecke.

Vielen Dank den Wanderführern.

Bis zum nächsten Mal, auch gerne wieder im Arnsberger Wald.


Text und Fotos: D. Große

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