Die Ruine Isenburg im Steiner Wald

DIE EISENBURG BEI WILLBACH

Banger Ernst umdunkelt dies Gemäuer,

Einst ein fester Sitz der Tapferkeit,

Wilder, raubbegier`ger Ungeheuer,

Jetzt die Beute der allmächtigen Zeit.

Eulen wimmern hier um Mitternacht ihr Schauerlied,

Sturmwind beugt die Distel, die aus der Ruine blüht.


Wildes Moos grünt an den öden Wänden,

Wo mit ihrem Haus die Schnecke schleicht

Frech Gestrüpp verstrickt mit seinen Enden

Jene Treppe, die dem Fuße weicht.

Aus dem feuchten Schutte schlüpft der Molche Brut hervor,

Hagedorn blüht aus des Fensters lockerm Sims empor.


Auf des Turmes tief gespaltner Mauer

Dehnet sich ein junger Fichtenwald

Dies war sie, die einst geträumte Dauer,

Dies der Trotz, der oft Belagerten und ihre Macht,

Dies der Turm, der oft Belagerten und ihre Macht,

Und nun steht zerborsten er, bemoost und unbewacht.


Geschrieben von Pfarrer Christian Gottlob Wild anno 1805

"Isenburg" - HandaufsERZ und Luftbild Airzgebirge - Ein Stück Heimatkunde in Bild, Text und Ton

"Stark in Glauben und Vertrauen von der Burg mit festen Türmen

kannst du dreist herniederschauen, keiner wird sie je erstürmen."

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