Die Toelle-Brücke am Fuße der Isenburg

Auf der Headerfotografie sieht man links und rechts die alten Fundamente der 1945 zerstörten Fußgängerbrücke. Diese Brücke, welche von Gustav TOELLE um 1890 gebaut wurde, diente eigentlich ausschließlich dafür, dass die Arbeiter aus Wildbach auf schnellem Wege in die von TOELLE erbaute "Holzschleiferei Prinzenhöhle" gelangen konnten.

TOELLE fuhr einen kleinen Steinbruch auf, welcher sich gleich in der Nähe befand. Dort sprengte er die Steine aus dem Felsen, welche er für das Wehr, die Fundamente und den Wassergraben zu seiner Schleiferei auf der anderen Seite der Mulde benötigte. Etwas weiter aufwärts der Mulde befand sich schon jeher eine Furt und ein sehr alter Hohlweg, welcher im Volksmund "Stollweg" genannt wird, reicht von dort bis hinauf zum BISMARCK-Gedenkstein. Nach Kriegsende wurde der Steinbruch als Asche- & Schuttplatz benutzt, was man (leider) heute noch sieht. Vielleicht wäre das einmal eine Aufgabe für Naturfreunde oder Vereine - diesen Platz vom Müll zu befreien und der Natur zurückzugeben!?

Einige "Schatzsucher" ;-) sind der Meinung, hier einen alten Erz-Stollen zu finden, worin nach dem II. Weltkrieg Kunstgüter versteckt wurden. Lassen wir diese in ihrem Glauben. Weder sind auf historischen Kartenwerken seit dem Jahre 1790 an dieser Stelle Höhlen, Mundlöcher oder gar Erzbergbaustollen eingezeichnet! Auch eine "echte Prinzenhöhle" wird hier angeblich vermutet. (siehe dazu auch hier)

Die alte Brücke am Fuße der Isenburg um 1940

die gesprengte Brücke 1945

"Brücke zum anderen Ufer – so wichtig wie die Brücke von Mensch zu Mensch."

Eine Gruppe von Heimatfreunden und Investoren prüfen seit langem, ob und wie es möglich ist die Brücke wieder zu errichten. Wir hoffen und wünschen, dass sie zu einem positiven Ergebnis kommen! Touristisch wäre dies eine große Errungenschaft für die ganze Region, zumal in den nächsten Jahren der neue Rad- und Wanderweg aus Richtung Aue kommend nach Hartenstein am Ufer der Zwickauer Mulde entlang führen soll.

Gustav Heinrich Toelle

* 05.08.1840 in Niederschlema † 06.09.1900 Niederschlema

einziger Sohn des Wilhelm Gustav TOELLE, Hammerwerk-Besitzer in Niederschlema

Besitzer von Hammerwerken, Holzschleifereien, Papier-, & Maschienenfabriken


  • 1863-1866 Geschäftskompagnon im väterlichen Hammerwerk
  • 1868 Hammerwerk-Besitzer in Niederschlema
  • Umwandlung des Hammerwerkes Niederschlema in Maschienenfabrik
  • Herstellung von Holzschleiferei- & Pappenmaschinen
  • Bau von Kollergängen, Holländern & Papiermaschinen, aber auch Wasserturbinen
  • Gründer der "Holzschleiferei HAMMER & TOELLE" in Fährbrücke
  • Beteiligt am Aufbau der "Papierfabrik C. F. LEONHARD" in Niederschlema
  • Gründung der eigenen "Papierfabrik Gustav TOELLE" in Wildenfels mit 4 Papiermaschinen & Holzschleiferei
  • um 1890 Bau der "Holzschleiferei Prinzenhöhle" im Hartensteiner Forst
  • Erbauung der "TOELLE-Brücke" im Poppenwald am Fuße der Isenburg bei Wildbach
  • 1898 Bau der "Holzschleiferei Auerhammer"
  • 1890 Übernahme der "Holzschleiferei Blauenthal" von Dr. Carl Alexander Ludwig REICHEL

Erbbegräbnis der Familie TOELLE auf dem Friedhof Niederschlema (Fotos © S. Espig)

"Papier ist das Bett unserer Gedanken."

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