Von etwas weiter weg an einem bemoosten Stamm
In einer schattigen Ecke: Tremeten mit Algenbewuchs
Trameten in dunkleren Farbtönen
Auffallend ist hier der helle Rand
Der schuppige Stielporling wächst gerne in Auengebieten an meist lebenden Laubbäumen: Hier im September 2023 aus den Eichholz in Bern an der Aare: Er ist ein ebenfalls ein Weissfäulepilz und beeindruckt durch seine Grösse und seine schöne Zeichnung.
Bestimmte Pilze haben Schuld an der Weissfäule. Als Form der Holzfäule zerstören die Weissfäulepilze zunächst den Ligninanteil des Holzes. Danach können sie bis zur Zellulose vordringen und auch diese zerstören.
Ist ein Baum von Weissfäule befallen, so wird das Holz etwas heller, verliert an Gewicht und wird faseriger. Das Holzgefüge bleibt jedoch weitgehend erhalten. Ein weiteres charakteristisches Merkmal sind dunkle Linien, die sogenannten Demarkationslinien, die als Abgrenzung zwischen gesunden und befallenen Teilen herangezogen werden können. Diese Linien ermöglichen dem Weissfäulepilz eine Regulation der Feuchtigkeit im Holz.
Damit der Weissfäulepilz überhaupt befallen kann, benötigt er vor allem eine hohe Holzfeuchte. Neben dem Befall im Wald kann der Pilz auch grosse Schäden in Häusern beispielsweise an Dächern anrichten.
Als am häufigsten auftretende Weißfäulepilze gelten: Trameten (Trametes), Feuerschwämme (Phellinus), Zunderschwämme (Fomes), der ausgebreitete Hausporling (Donkioporia expansa), die Schmetterlingstrameten und die Holzkeulenartigen (Xylariaceae).
Braunfäuleverweseung an einer Lärche im Lötschental
Braunfäule an einem alten Kastanienstamm (aller voraussicht nach) im Tessin
Leuchtender Pilzfruchtkörper an einem Lärchenstamm im Lötschental
Fruchtkörper Schwefelporling aus dem Lötschental mit kräftigen gelb, roten Farben
Fruchtkörper eines Schwefelporlings in Aesch mit fahler weissliche Grundfarbe
Der Birkenporling - hier ein Exemplar aus der Reinacher Heide 2023 - gedeiht nur an Birken. Es löst wie der Schwefelporling Braunfäule aus und ist dabei besonders effektiv, da der Ligningehalt von Birken mit etwa 20 % besonders tief ist.
"Braunfäule ist eine Holzfäule, die durch Pilze verursacht wird. Braunfäulepilze lösen chemische Reaktionen im Holz aus, durch die Cellulose freigelegt wird. Die Cellulose zersetzen sie dann mithilfe von Enzymen. Im Gegensatz zu Weißfäulepilzen sind sie nicht in der Lage Lignin abzubauen. Lignin bleibt als Reststoff übrig."
Demarkationslinien künstlich erstellt: EMPA Bericht von 2019