Nach den Amphibienweihern steigt der Weg steil an und der Lolibach sucht sich frei seinen Weg auf immer wieder neuen Wegen durch den Bacheschenwald.
Das Bachbett ist hier von auffälligem Kalksinter überzogen (Abb. 19) und an flacheren Stellen haben sich kleine Mulden gebildet: winzige «Badewännchen» (Abb. 20). Dieser Sinter entsteht durch einen chemischen Prozess, der anderenorts (etwa in Pamukkale in der Türkei) zu spektakulären Naturphänomenen führen kann.
Das Quellwasser ist mit relativ gut löslichem Kalziumbikarbonat gesättigt. Wenn das Kalziumbikarbonat an die Wasseroberfläche steigt, erwärmt sich das kühle Quellwasser und Algen und Moose können wachsen. Algen und Moose entziehen dem Wasser Kohlendioxid, das zudem im wärmeren Wasser weniger gut löslich ist. Dies alles führt zu einer Verschiebung im Lösungsgleichgewicht im Wasser, wodurch Kalziumkarbonat ausfällt und sich ablagert. Dieser Ablagerungsprozess ist besonders dort ausgeprägt, wo das Bächlein untief ist. Dort wachsen dann kleine Dämme, die Wasser aufstauen: die Badewännchen. Solche Badewännchen sind ideal für die Entwicklung von Larven des Feuersalamanders, und der Feuersalamander kommt hier auch dementsprechend zahlreich vor.
Kalksinterbildung an einer Hangkante: Mit der Zeit kommt eine beträchtliche Menge an Tuffgestein zusammen.
Hier sind die typischen Wannen im flacher fliessenden Lolibach zu sehen.
Beim Beobachten sollte man darauf achten, dass man die Sinterterrassen möglichst nicht betritt und zerstört. Sie brauchen doch einige Zeit bis sie sich entwickelt habern.
Wie fliesst das Wasser?
Wie sind die Wannen gestaltet?
Was lebt in den Wannen vor den Kalkdämmchen?
Wo wachsen die Wassermoose?
Wie ist der abgelagerte Kalk geschichtet?
Was geschieht mit im Wasser liegenden Ästen?
Welche Konsistenz hat der abgelagerte Kalk?
Wozu könnte man den abgelagerten Kalk verwenden?