Wasser lockt immer Besucher an. Dem Lolibach geht es nicht anders. Im ersten Waldbereich befindet sich ein allseits beliebter Waldspielplatz (Abb. 4). Der Spielplatz liegt in einer alten Lehmgrube (Hinseis von M. Schläpfer und C. Wüthrich).
Die aufgelassene Grube hat sich durch den Gebrauch zu einem Spielplatz weiterentwickelt und besteht heute aus einer offenen, kaum bewachsenen Fläche mit einer Feuerstelle, einer Rampe für mutige Mountainbiker und dem kahlgetretenen Bachufer, Der Anblick ist wenig attraktiv: eine lehmige nackte Fläche und steile, lehmige Ränder. Der Lolibach hat sich tief in den Lehm eingefressen (Bild 2). Die steilen Abbrüche locken immer wieder Kinder zum Bauen von Höhlen - was natürlich nicht ungefährlich ist, da derartige Gebilde auch einstürzen können.
Der Naturschützer schaut da zuerst einmal lieber weg. Der Spielplatz ist aber intensiver Erlebnisraum für viele Kinder und bietet elementare Erlebnisse: Platz um sich um eine Feuerstelle zu versammeln, lehmigen Boden, in den man graben kann. Wenn es regnerisch ist und der Lehm feucht wird: glitschige Hänge und ein Bächlein, das zum Spielen lockt. Rundherum Wald, in dem man sich verstecken und Holz sammeln kann.
Eine Art «Menschenwühl-Natur». Pflanzen und Tiere können sich in Bodennähe kaum entfalten. Den Bäumen scheint es dagegen gut zu gehen. Einzelne Pflanzen an geschützten Stellen kommen aber auch mit dieser Situation zurecht.
Abb. 1: Bachlauf mit kahlem Ufer
Abb. 2: Bachbett mit lehmigen Hängen von oben
Abb. 3: Eisskulpturen im Winter 2020
Abb. 4: Feuer- und Spielplatz ohne Unterwuchs
Alte Lehmgrube:
Der Boden ist hier nackt, Kräuter können sich nur an geschützten Stellen entwicklen, an den Kanten sieht man die dicke Lössschicht, die sind nach der Eiszeit hier abgelagert hat, ganz ähnlich wie auf dem Bruderholzplateau.