Die Wanderung führt von der Rusolf Steiner Schule aus Richtung Angenstein und von dort auf der linken Seite der Birs zurück zum Bahnhof Aesch.
Auf dem Weg sollen verschiedene Aufgaben bearbeitet werden:
Aufgabe 1: Frühblüher
Aufgabe 2: Efeu und Immergrün
Aufgabe 3: Sträucher und Bäume
Aufgabe 4: Flusslauf, Eisenbahnlinie, Autostrassen, Wanderweg
Aufgabe 5: Steinmauer am Bahnhof Aesch
Aufgabe 0: Hier wird eine Reihe von Aufgaben zusammengestellt, die im Frühling irgendwo gestellt werden könnten und eine n einstieg in verschiedene ökologische Fragen bieten: (Den "Waldstimmen" lauschen, Frühblüherwurzeln untersuchen, Keimlinge suchen (im märz noch kaum möglich), Efeu und Immergrün untersuchen, Habitatsbäume entdecken)
Die Frühlings - Schlüsselblume (Primula veris) mit ihrer leuchtend intensiven gelben Farbe, ihrem zarten Geruch hat sich an der Böschung zum Acker neben der Rudolf Steiner Schule stark ausgebreitet und fühlt sich hier in dem mageren Wiesenbord wohl.
Detailbild
Primula acaulis: An einer Stelle links des Nussbaumes gedeiht auch die stängellose Schlüsselblume (Primula acaulis), die wir aus älteren Gärten ja bestens kennen. Sie hat grosse ausladende etwas fahlere Blütenblätter. die Blüten entspringen ohne Stängel direkt aus der Rosette.
Schaut man genauer hin, so entdeckt man noch einer weitere Form von Schlüsselblume, die die Blüten auf einem Stängel trägt wie die Primula veris aber Blütenblätte wie Primula acualis hat.
Vermutlich haben sich die beiden Pflanzenarten miteinander vermischt (hybridisiert)
Zwei Detailbilder der hybridisierten Primel (Primula acaulis x veris)
Ähnliche Mischformen findet man in einem alten Grten im Dorf Aesch (Kreuzung Landjägergässlein - Austrasse). Hier ist die Primula acaulis auch noch leicht rötlich gefärbt
Ende April öffnen sich die spatenförmigen Blütenblätter des Aronstabs, meist noch vor den Blüten des Bärlauchs mit dem sie ja oft vergesellschaftet sind.
Der Kolben in der Mitte soll ja Insekten anlocken und wärmer sein als die Umgebung. Eine Messung an verschiedenen Pflanzen am 25. April ergab in etwa folgende Werte: Spatenblatt 5.6°C; Kolben 6.6°C, der Unterscheid also nur 1°C. Das Wetter war dabei nass und regnerisch.
Mauerritzen sind besondere Lebensräume. Die Mauer beim ehemaligen Güterschuppen am Bahnhof Aesch ist schon sehr alt (wohl etwa 150 Jahre). Mit der Zeit haben sich in den Ritzen der Steine die verschiedensten Pflanzen angesiedelt. Hier eine Auswahl:
Gemeine Storchenschnabel (Erodium cicutarium)
Dreilappoger steinbrech (saxifrage tridactylites)
Frühlings-Hungerblümchen (Erophila (ehemals Draba) verna) im Hintergrund von Bild links und Saxifraga tridacylites: