Kurz vor dem steilen Weganstieg liegt neben dem Lolibach eine Gruppe kleiner Weiher. Was lässt sich aus dieser Landschaftsgestaltung ablesen? Auf dem ältesten Luftbild von 1946 sind hier Spuren eines Steinbruchs zu erkennen. Hier wurde früher Mergel und Kalktuff abgebaut. Mergel diente u.a. dem Wegbau, Kalktuff dem Hausbau, frisch gebrochen kann er mit einer Säge bearbeitet werden. Als der Abbau später aufgeben wurde, legte der Verein «Aqua-Terra» 1966 eine Reihe von Weihern für Amphibien an (Knecht 1994, 7). Neben vielen anderen Tieren hat sich hier auch der seltene Glögglifrosch (Geburtshelferkröte, Alytes obstetricans) über Jahre hinweg wohl gefühlt, seit 2019 wurde er leider nicht mehr gesehen – genauer: nicht mehr gehört.
Ein fleissiger Naturfreund sorgt seither in privatem Einsatz dafür, dass die Weiher nicht wieder verlanden bzw. verschlammen, und dass der Lolibach auch bei heftigen Gewittern die Weiherdämme nicht wegreissen kann. Auch Wildschweine lieben den feuchten belebten Boden rund um die Weiher und müssen von Zeit zu Zeit in Schranken gewiesen werden: auffällig angebrachte Plastikbänder sollen die scheuen Tiere vom Wühlen in Weihernähe abhalten.
Die grösste Bedrohung für die Weiher ist aber der ringsum zunehmend dichter wachsende Wald. Soll der Naturwert der Weiher erhalten werden, muss in den nächsten Jahren durch sanfte Rodung wieder für mehr Sonnenlicht gesorgt werden. Vielleicht würde dann auch der «Glögglifrosch» wieder zurück ins Lolibachtälchen finden.
Amphibienweiher mit Schilf: Hier sieht man eine kleine Staumauer und dahinter die immer stärker zuwachsende Wasserfläche.
Detailbild 1
Detailbild 2
Amphibienweiher vom Weg aus fotografiert: Die Bewaldung hat stark zugenommen, hier muss in nächster Zeit zurückgeschnitten werden, damit die Weiher für Amphibien attraktiv bleiben.
Wo fliesst eigentlich der Bach?
Wie bekommen die Weiher ihr Wasser
In welchem Verlandungsstadium stehen die Weiher?
Wo kann die Sonne bis zu den Weiheroberfläche vordringen'