Von Blauen aus über das Oberfeld Richtung Blattenpass und von da weiter durch das Kluser Weinbaugebiet nach Aesch.
Das Dorf Blauen ist umgeben von vielen schöne entwickelten Wiesen. Die berühmten Blauenweiden schliessen dann in den steilen Gebieten gegen den Wald hin an diese Wiesen an.
Hier ein Bild aus einer derartigen Wiese in der sich der kleine Klappertopf ausgebreitet hat und das Graswachstum beeinträchtigt. Zwischen den Blüten flattern immer wieder Schmetterlinge.
An den vielen Waldsäumen, die auch künstlich von zu dichtem Gebüsch freigehalten werden, machen sich eine Biene und ein gefleckter Schmalbock gütlich
In Wiesen kommt immer wieder Klappertopf vor. Was fällt Ihnen dabei auf?
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Zitiert aus: Haller Kreisblatt (30.07.2020)
Halle. Landwirte sind wettertechnisch gesehen hochsensible Menschen. Während der Sommer 2020 für den Bürger eher feucht und durchwachsen daherkommt, klagt der Bauer immer noch über Trockenheit. Der vergangene Winter hingegen, der durch komplette Schneeflockenabstinenz auffiel, sei zu feucht gewesen. Die Formel für das perfekte Klima im Agrarsektor ist offenbar bei Petrus bis heute nicht angekommen. Jedes Wetter birgt seine Probleme, so auch das derzeitige. Diesmal ist das Getreide der Leidtragende, bedingt durch die Trockenheit im Frühjahr, die das Unkrautwachstum gefördert hat.
„Das Unkraut ist derzeit ein Problem. Da das Getreide im trockenen Frühjahr recht lückig gewachsen ist, scheint die Sonne bis auf den Boden durch und fördert das Wachstum von Unkraut", erklärt Andreas Westermeyer, Landwirt aus Verl und Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Gütersloh. Es gebe Extremfälle, in denen dann auch eine Sikkation, also die Bekämpfung von Unkraut mit Herbiziden, wie etwa Glyphosat, notwendig sei. „Mir ist jedoch kein derartiger Fall in unserer Region bekannt", sagt Westermeyer. Ebenso habe er nicht festgestellt, dass vermehrt Landwirte derzeit verbotenerweise noch entsprechende Mittel auf die Felder aufbringen. Diese Beobachtung will jedoch ein Landwirt aus dem Altkreis gemacht haben, der sich beim Haller Kreisblatt gemeldet hat, aber anonym bleiben möchte. „Ich möchte an die Landwirte appellieren, das zu unterlassen, da das Gift in die Nahrungskette gelangt", sagt der Landwirt.
Zu den Stoffen mit denen man "Schädlinge" bekämpft:
Bei den Pflanzenschutzmitteln (Pestizide) gibt es drei gängigste Arten.´ Herbizide: Mit ihnen werden Pflanzen zerstört, die als Unkraut angesehen werden. Es werden aber auch gezielt erwünschte Pflanzen damit behandelt, um diese durch Austrocknung früher ernten zu können. Zu den Herbiziden gehört auch das viel kritisierte Glyphosat.
- Fungizide: Diese Pflanzenschutzmittel werden gegen Pilzbefall, wie etwa Apfelschorf und Mehltau, eingesetzt. Sie ermöglichen den Bauern, mehr Getreide auf der gleichen Fläche anzubauen.
- Insektizide: Sie wirken gegen fast alle Insekten und sind somit auch für das Bienensterben verantwortlich. Die Zahl der Insekten ist in Deutschland seit 1990 um 75 Prozent zurückgegangen.
Zur Kornblume: aus: Oekom
Ein schönes Gedicht, das das Spannungsfeld beleuchtet:
Der Bauer steht vor seinem Feld
Und zieht die Stirne kraus in Falten:
»Ich hab’ den Acker wohl bestellt,
Auf reine Aussaat streng gehalten;
Nun seh’ mir eins das Unkraut an!
Das hat der böse Feind getan.«
Da kommt sein Knabe hochbeglückt,
Mit bunten Blüten reich beladen;
Im Felde hat er sie gepflückt,
Kornblumen sind es, Mohn und Raden;
Er jauchzt: »Sieh, Vater, nur die Pracht!
Die hat der liebe Gott gemacht.«