Die Sorgen eines Bauern im Stadtrandbereich zeigt auf, dass viele Menschen wenig Verständnis für bäuerliche Arbeit haben.
Wiesen sind besondere Gebilde: Sie werden landwirtschaftlich ausgiebig genutzt und müssen trotzdem nicht mit Herbiziden, Fungiziden oder Pestiziden behandelt werden, wenn man ihnen nur ihre angestammte Vielfalt belässt. Anders ist dies bei Getreidefelder, die ja ebenfalls eine Art von "Wiesen" sind. In Getreidefeldern will man die Vielfalt der Pflanzen möglichst einengen. Getreideunkräuter werden nicht geliebt, meist rigoros bekämpft. Ganz verdrängen kann man sie aber nicht.
Transekt durch eine blühende Glatthaferwiese auf dem Bruderholz (21.05.2022): Man beachte die alles überragenden Gräseblüten und die zwischen den Halmen blühenden Kleepflanzen.
Transekt durch einen Gerstenacker auf dem Bruderholz: Man beachte die sehr uniformen Wuchshöhen der Gerste und die die Gerste überragenden Gräser (wohl Lolium)
In Wiesen gibt es nur wenig sogenannte "Unkräuter". In der Regel werden alle Pflanzen werden ins Ganze integriert. Ausnahmen sind z.B. die Blacke (Rumex obtusifolia), giftige Kräuter wie die Herbszeitlose etc..
In Äckern dagegen sind "Unkräuter ein grosses Thema. Unkräuter konkurrieren die angesäten Pflanzen. sie im Griff zu behalten ist deshalb ein zentrales Anliegen der Landwirte. Dies ohne Herbizide zu tun eine besondere Kunst. Inweifern "Unkäruter" das gewünschte Ergebnis positiv beeinflussen können ist ein noch wenig erforschtes Thema. Die Unkrautpyramide der integrativen Landwirtschaft zeigt die Möglichkeiten der Einflussnahme.
Für Biologen besonders interessant ist der Bereich der "Förderung von Nützlichen".
Welche Rolle könnten da die "Ackerunkräuter" spielen?
Weiter stellt sich die Frage, welche Rolle die "Ackerunkräuter" bei der Tilgung und Eindämmung von Quarantäne-Organismen spielen können.
Dinkelfeld mit Mohn: Man beachte die unterschiedlichen Wuchshöhen des Dinkels, die Wuchsform des Mohns und die der, den Dinkel überragenden, Gräser: Der Dinkel sehr dicht und lässt dem Mohn nur wenig Raum.
Streuobstwiesen entstanden im Laufe des 19. Jahrhunderts, als die Bauern von fast ausschliesslicher Selbstversorgung auf Produktion und Vertrieb von Milch (Fleisch) und Obst - in Dornach v.a. Kirschen - umstellten. Die Wiesen unter den Bäumen dienten als Futterquellen für die Kühe, die Bäume als willkommene Fruchttäger. Vor dieser Umstellung wurde im Gebiet der Asp vor allem Ackerbau betrieben.
Luftbild 1982
Luftbild 1984
Luftbild 1995
Luftbild 2005
Luftbild 2015
Luftbild 2017
Detailbild mit viel Akelei Ende Mai
Dichter Klappertopf mit Beeinträchtigung des Graswuchses
Klappertopf und Graswuchs
Pferdeweise mit abgeblühtem Salbei (Salvia pratensis) und Berufskraut (erigeron annua): Beide Pflanzen werden von den Pferden gemieden.
Blick auf eine Baumgruppe im Wiesenbereich
Getreideäcker: Wie wachsen Getreideäcker? Wie viele Ackerunkräuter können sie entdecken? Wie wachsen die Ackerunkräuter? Welche Bedeutung haben sie?
Trockenwiesen: Was unterscheidet die Trockenwiese unterhalb der Panzersperre von dem Getreideacker in der Ebene? Wie wachsen die Pflanzen hier? Was ist anders bei der Wiese oberhalb der Panzersperre?
Obstbaumwiesen: Was ist das Besondere der Streuobstwiesen? Wie werden die Bäume gepflanzt? Was wird wie genutzt? Wieso sind die Streuobstwiesen für die Vogelwelt so wichtig?
Feuchtwiese Tüflete: Was unterscheidet eine Feuchtwiese (Streuwiese) von einer gewöhnlichen Mähwiese. Was kann für einen Bauer die Motivation für die Pflege einer Feuchtwiese sein?
Vernässungen: Wieso sind Vernässungen in unserer Landschaft so selten?
Magerweise am Nordhang: Beschreiben Sie die Besonderheiten der Nordhangwiese im Tiefental!
Klappertopf: Studieren sie die Verbreitung des Klappertopf in obiger Weise. Was fällt auf?
Pferdeweide Oberaesch: Was fällt Ihnen auf in der Pferdeweide oberhalb des Hofes Oberaesch?
Vernässungsstellen Oberaesch: Wie viele Vernässungsstellen können Sie in der Landschaft unterhalb des Hofes Oberaesch entdecken?
1. Getreideäcker: Wie wachsen Getreideäcker? Wie viele Ackerunkräuter können sie entdecken? Wie wachsen die Ackerunkräuter? Welche Bedeutung haben sie?
2022: Dinkelacker mit einzelnen Mohnpflanzen, die sich zwischen den dicht stehenden Halmen des Dinkels hindurchzwängen und zu Blüte kommen (Mohn kann sich ausbreiten, wenn auf Herbizide verzichtet wird) .
Fremdgräser überragen die Dinkelhalme
2. Trockenwiesen: Was unterscheidet die Trockenwiese unterhalb der Panzersperre von dem Getreideacker in der Ebene? Wie wachsen die Pflanzen hier? Was ist anders bei der Wiese oberhalb der Panzersperre?
Wuchsform: Grashorste der aufrechten Trespe überdecken die Fläche nur locker. In den Zwischenräumen gedeihen verschiedene andere Kräuter.
Artenlisten:
2021 gediehen die folgenden Arten auf der Fläche unterhalb der Panzersteine siehe: Pflanzensoziologische Aufnahme
Auf der Fläche oberhalb der Panzersperren steht eine kräftiger entwickelte Weise mit den folgenden ganz ähnlichen Arten: Pflanzensoziologische Aufnahme
3. Obstbaumwiesen: Was ist das Besondere der Streuobstwiesen? Wie werden die Bäume gepflanzt? Was wird wie genutzt? Wieso sind die Streuobstwiesen für die Vogelwelt so wichtig?
Besondereheiten: Für sich stehende jährlich geschnittene Fruchtbäume in Reih und Glied. Der Graswuchs unter den Bäumen ist recht üppig. Doppelnutzung entstanden im Zusammenhang mit einer entwickelten Milch-Gras-Wirtschaft, Für die Vögel bieten die Bäume Ansitz, Versteck, Brutgelegenheiten, Nahrungsgründe sowohl am Boden und als auch zwischen den Ästen.
4. Feuchtwiese Tüflete: Was unterscheidet eine Feuchtwiese (Streuwiese) von einer gewöhnlichen Mähwiese. Was kann für einen Bauer die Motivation für die Pflege einer Feuchtwiese sein?
Feuchtwiesen wurden früher in erster Linie als Streuwiesen genutzt, da Einstreu für die Kühe im Winter knaop war und der Einsatz von Waldstreu in vielen Gebieten verboten war. Sie zeichnen sich durch späte Blüte (Sommer) und durch späten Schnitt aus. Sie gelten neben den Trockenwiesen als die artenreichsten Wiesentypen Mitteleuropas und sind noch stärker bedroht als diese. Weiteres siehe Wikipedia zu den Feuchtwiesen
Graslandtypen in einem Feuchtigkeits-Intensitäts-Ökogrammnach Dierschke & Briemle 2002, verändert
Vereinfachte Übersicht über Graslandgesellschaften aus Wikipedia:
5. Vernässungen: Wieso sind Vernässungen in unserer Landschaft so selten?
Vereinfacht gesprochen: Drainage der meisten Vernässungen
6. Magerweise am Nordhang: Beschreiben Sie die Besonderheiten der Nordhangwiese im Tiefental!
Die "feuchte" Magerwiese im Tiefental ist eine Seltenheit. Akelei als Waldpflanze kann hier in einer Mähwiese neben Herbstzeitlosen und Klappertppf bestens gedeihen. Die Wuchsform erinnert an die trockene Magerweise unter den Panzersteinen. Die Horste der aufrechten Trespe (Bromus erectus) sind auch hier häufig
7. Klappertopf: Studieren sie die Verbreitung des Klappertopf in obiger Weise. Was fällt auf?
Wenn der Klappertopf sich stark ausbreiten kann, sind die Gräser weniger stark entwickelt und blühen seltener. Klappertopf ist ein Halbparasit vor allem Gras.
8. Pferdeweide Oberaesch: Was fällt Ihnen auf in der Pferdeweide oberhalb des Hofes Oberaesch?
Auf dem obigen Bild kann man bei genauer Betrachtung eine grosse Zahl fruchtender Wiesensalbe und Stauden von einjährigem Berufskraut entdecken. Die Pferde meiden offenbar beide Pflanzen.
9. Vernässungsstellen Oberaesch: Wie viele Vernässungsstellen können Sie in der Landschaft unterhalb des Hofes Oberaesch entdecken?
P. Birrer hat in den letzten Jahren Vernässungsstellen bewusst wieder sichtbar gemacht und so einem verlorenen Landschaftselement wieder zur Geltung verholfen.
Zahlreiche kleine Wasserlöcher können auf dem Südwesthang unterhalb des Hofes entdeckt werden.